Vor voller Stadtkirche Wil konnte am Fastnachtssonntag der Fastnachtsgottesdienst stattfinden unter Beteiligung der FGW mit dem Prinzenpaar, dem Hofnarr und dem Herold. Musikalisch spielten die jubilierenden Fanfaren auf. Stadtpfarrer Roman Giger nahm den farbenfrohen Ballonschmuck zum Anlass die Bedeutung der Farben im Kirchkreis zu thematisieren. Farben bewirkten Freude, nach Giger schon zu biblischen Zeiten ein grosses Anliegen. Für farbige Melodien sorgte auch Werner Baumgartner auf der Orgel der Stadtkirche.Die Fanfaren der FGW versetzten die zahlreich erschienen Gottesdienstbesucher bereits beim Einzug in die Kirche in eine freudvolle Stimmung. Stadtpfarrer Roman Giger wünschte, Fastnacht auch in der Kirche spüren zu können, um die Sorgen des Alltags in dieser Zeit ablegen zu können. Sein Grusswort: „Der Herr aller Freuden sei mit Euch“.


Freude hat in der Bibel Vorrang
Roman Giger wies in seiner Einleitung des Gottesdienstes darauf hin, dass die Kirche das ganze Jahr Freuden kenne. Das Wort Freude komme in der Bibel doppelt so viel Mal vor wie das Wort Trauer. Papst Franziskus habe kurz nach seinem Antritt ein Buch heraus gegeben mit dem Titel „Die Freuden des Evangelium“. Den Stellenwert der Farben betonte auch Herold Walter Dönni im Vortrag eines Gedichtes.


Farben und deren Bedeutung
Das Farben zum Leben gehören, machte Giger in seiner Predigt deutlich. Man schaue sich nur einmal um in diesem Gotteshaus, überall farbenfrohe Bemalungen. Die Farben Weiss, Rot, Grün und Violett prägten die vier kirchlichen Jahreskreise. Die Farbe Weiss bilde die Grundfarbe und finde bei den grössten Kirchenfesten Einsatz. Weiss gelte auch für Reinheit, Unschuld, Festlichkeit und Friede. Die Farbe Weiss erfahre auch bei Taufe und Heirat Betonung.


Rot bilde die Farbe der Freude, an Pfingsten besonders betont. Diese Farbe betone auch die Liebe, wichtige Voraussetzung im Leben. Wir alle seien zur Liebe berufen. Die Farbe Grün weise auf Leben, Natur, Gesundheit, Ernte und Heilung hin. Violett betone im besonderen die Vorbereitungszeit auf Advent und der Fastenzeit. Violett gelte auch als vornehme Farbe. Bekanntlich tragen Bischöfe violette Kleider. Violett weise auch darauf hin, dass es nicht nur Feste, sondern auch Fasten gebe mit der Aufforderung zur Umkehr. Glücklich dürfe sich nennen, wer beides in seinem Leben integrieren könne.


Freudvolles Singen
Gleich mehrere Lieder luden die Gottesdienstbesucher ein, sich voller Freude zu fühlen. Dazu gehörte auch der mehrfach eingesetzte gesangliche Ruf: „Glory, glory, halleluja“. Eine freudvolle Einlage spielte Werner Baumgartner auf der Orgel zur Opferung mit der Melodie „Oh mein Papa, war ein wunderbarer Mann“ aus der Operette «Der schwarze Hecht» des Komponisten Paul Burkhard.


Freudvoll und fastnächtlich durfte der Gottesdienst ausklingen mit einigen Reimen seitens Herold Mike Sarbach. Unter Fanfarenklängen erfolgte der Auszug aus der Kirche.