Was gefällt einem renommierten Thurgauer Regierungsrat, mit jahrelanger Politikerfahrung auch auf kommunaler Ebene, in Balterswil am besten? «Das Restaurant Krone», sagt Walter Schönholzer und hat damit von der allerersten Podiumssekunde an das Publikum im Sack. Weiter betont der Regierungsrat, dass der Thurgau ein wunderbarer Kanton sei, mit einem Hinterthurgau, der kaum negativ auffalle. Worte, welche die gut zwei Dutzend Podiumsteilnehmer, darunter befindet sich auch Ständerätin Brigitte Häberli, gerne hören. Die Diskussion wird in der kommenden Stunde gespickt sein zu Themen des öffentlichen Verkehrs und deren Anbindung des Hinterthurgaus zum restlichen Kanton. Dazu weiss Co-Moderator Dani Stamm die bestehenden Schwierigkeiten unter anderem zu Themen wie Berufsschulen, Impfzentren oder ÖV anzusprechen. Schönholzer erklärt dahingehend, dass sich der öffentliche Verkehr dort entwickelt, wo die Nachfrage dazu nicht weggeschwiegen werden kann. «Noch immer besteht der ÖV aus rund 80 Prozent motorisiertem Verkehr und lediglich 20 Prozent betrifft die Nutzung des ÖV’s», sagt Schönholzer.

Post inside
Regierungsrat Walter Schönholzer aus Kradolf-Schönenberg, traf am Sonntagmorgen mit dem Fahrrad in Balterswil ein.


«Wird der Hinterthurgau überhaupt ernst genommen?»

Es sind auch einige Voten aus den Zuschauerreihen, die an Schönholzer und Gemeindepräsident Christoph Zarth gestellt werden. «Wird der Hinterthurgau auf Kantonsebene überhaupt richtig wahrgenommen» fragt ein Anwesender. Walter Schönholzer beschwichtig und erklärt, dass insbesondere die Kantonsräte aus der besagten Region immer wieder von sich Reden machen. «Ich winde gerne ein Kränzchen für eure Grossräte. Diese spüren wir auf kantonaler Ebene auch gänzlich ohne Parteimauscheleien. Eure Volksvertreter setzen sich wesentlich für eine Weiterentwicklung des Hinterthurgaus ein», so der Regierungsrat. Der Thurgau, auch der Hinterthurgau, soll trotzdem mehr «Füdli» zeigen, sich seiner Stärken bewusst sein und mit Stolz auftreten, «man darf ruhig auch ein wenig egoistischer sein, wenn es um das Wohl unseres Kantons, unserer Bezirke, unserer Region, geht.» Dabei seien es eben auch genau solche Anlässe wie dieses «Politik am Hackenberg», welche den Thurgau derart stark machen, darum nimmt Walter Schönholzer nicht nur die Politik, sondern auch die Vereine in die Pflicht. «Organisiert Anlässe was das Zeug hergibt, so stärken wir stetig unser Selbstbewusstsein und unser Ansehen, weit über die Kantonsgrenzen hinaus.»