Noch vor ein paar Jahren hätte niemand gedacht, dass es mal soweit kommen könnte. Die vergangenen acht Jahre waren geprägt von Konzeptänderungen. Aber die Medizin hat nicht gewirkt. Nun ist der Kater selber so sehr verkatert, dass er sich nicht mehr erholen wird.

Super-Stimmung vor dem Kater

In den Blütezeiten des Maskenballes wurden sechs Wirtschaften betrieben und es hatte bis zu drei Live-Bands. Aber dem Wandel der Gesellschaft konnte das OK, dass aus den Vereinen Männerchor, Musikverein und Turnverein/FG Riwi besteht, nicht entgegenwirken. Der letzte Katerball stand im Zeichen der Nostalgie. Der Katersaal mit der grossen Bar und die ruhigere Ecke auf der Bühne, wo man auch sitzen konnte, war belebt. Aber es kamen enttäuschend wenig Leute.

An der Stimmung fehlte es nicht. Die Live-Band Viva People zog die Leute in ihren Bann, es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert. Die Auftritte der beiden Guggen «Voll-Gas-Chlöpfer» und die «Wiler Semphoniker» liessen die Stimmung kochen. Polizei und Sanitäter hatten noch nie einen so «ereignislosen» Abend erlebt. Dies ist ja positiv, bringt aber für das Grundproblem keine Lösung. Fast mit Tränen in den Augen haben die organisierenden Vereine definitiv beschlossen, dass 2019 der letzte Katerball stattfand - und das markante schwarze Büsi mit seinen weissen Handschuhen nun in Pension geht. Mit so wenig Besucher lohnt sich der ganze Aufwand einfach nicht mehr. Der Katerball ist nicht mehr - es lebe die Fasnacht.