Am Sonntag, 24. Juli, führte die Veloetappe von Uzwil auf die Göscheneralp. Dazwischen bestieg ein Teil der Gruppe den Hagelstock im Lidernengebiet. Der heisse Sommertag forderte den Bergsteigern und Radlern alles ab. Am Montag überschritten sie den Lochberg 3075m und übernachteten in Tiefenbach an der Furkastrasse. 

Dienstags stand die lange Velofahrt nach Arolla, gekrönt mit dem happigen Hüttenaufstieg von 3.5 h zur Cabane des Vignettes auf 3153 m, auf dem Programm. Abends genossen alle den herrlichen Rundblick inmitten von Gletschern und Gipfeln. 

Am Mittwoch brauchten die Teilnehmer die ganze bisher getragene Bergausrüstung wie Pickel, Steigeisen, Seil und Eisschrauben. Ein neugieriger Jungsteinbock erwartete sie auf dem Col de l’Evéque. Auf dem Gletscher hinunter zum Col de Collon konnte das Gelernte aus dem Eis- und Kletterkurs angewendet werden. Gegen 15 Uhr erreichten sie das Rifugio Nacamuli, das in einem nun gletscherlosen urwüchsigen Tal auf 2830 m liegt. 

Der Donnerstag war ein Verschiebungstag. Erst stiegen die Teilnehmer zum Stausee Lac de Place Moulin ab und radelten zügig in die Badi Aosta. Die Radstrecke hoch nach Le Pont im Parco Nazionale del Gran Paradiso forderte, weil es im Talboden 36°C heiss war. Der Hüttenaufstieg dauerte zwei Stunden. Nach einer Stunde ging ein starkes Gewitter nieder. Sie erreichten das Rifugio Vittorio Emanuele leicht durchnässt. 

Um 4:30 ging’s am Freitag mit Stirnlampen los. Am Gletscherrand auf 3400 m wurde angeseilt. 5 Seilschaften bewegten sich zum jetzt sichtbaren Gipfel. Die letzten Meter mussten in gutem Granit erklettert werden. Es war dunstig und einige Nebelschwaden zogen um die Gipfelmadonna. Um 13 Uhr waren alle zurück in der Hütte, wo die Teilnehmer nochmals übernachteten. Die Rückreise verlief störungsfrei, so dass alle um 17 Uhr Uzwil sicher erreichten.

Damit ein solches Projekt gelingt, braucht es ein perfektes Wetterfenster von 7 Tagen, aber auch Seilschaftsführer, sichere Fahrer und die Disziplin aller 28 Teilnehmer. Manch eine Freudenträne kullerte über die Wangen und zeugt so vom Hochgefühl, das in dieser Woche durch die Alpen einmal mehr aufgekommen ist.