Es war ein ultimativer Einkaufssamstag. Viele nutzten die Möglichkeit am Tag nach der bundesrätlichen Krisen-Verschärfung, um Grosseinkäufe zu tätigen. Die Parkplätze in den grossen Einkaufszentren in und um Wil waren am Nachmittag dementsprechend gut gefüllt. Von einem Kollaps des Systems, wie manch einer wegen möglicher Hamsterkäufe befürchtet hatte, war man aber weit entfernt. Das eine oder andere Regal war zwar leer. Aber man bekam während des Einkaufs nie das Gefühl, dass es bald nichts mehr zu essen geben könnte.

Die Einschränkungen hinterliessen aber doch ihre Spuren. So gab es in der Migros Wil beim Take-Away neu ein rotes Band, welches verhinderte, dass zu viele Leute zu nahe an die Verkäuferinnen rankamen. Im Coop-Restaurant des Einkaufszentrums Breite in Rickenbach fasste man ein Zettelchen, das beim Verlassen wieder abzugeben war. So konnte sichergestellt werden, dass nicht mehr als 50 Personen gleichzeitig im Restaurant waren. Ebenfalls auffällig: Während in den Lebensmittelgeschäften und teilweise den Drogerien Hochbetrieb herrschte, war etwa in Kleidergeschäfte gähnende Leere, wie ein Augenschein vor den Toren Wils zeigte.


Im Video: Strassenumfrage am Einkaufssamstag

Und wie reagieren die Leute auf die verschärften Massnahmen? Unterschiedlich. Gleich mehrere Personen finden die Anordnungen des Bundesrats übertrieben. Andere wiederum freuen sich, dass die Schule ausfällt. Aber schauen Sie am besten selbst: