Im vierten Regionalderby dieser Saison gab es einen klaren Sieger. Die Mannschaft von Konrad Fünfstück setzte sich deutlich und verdient mit 3:0 durch. Vor allem im zweiten Durchgang gaben die Wiler den Ton an und liessen den Gastgebern kaum noch Luft zu Atmen.
Im Vorfeld dieser Partie kristallisierte sich heraus, dass der FC Wil wohl als leichter Favorit in dieses Duell geht. Infolge eines Nachtragsspiels in Rapperswil, war es aber für die Äbtestädter die fünfte Partie binnen knapp zwei Wochen. Man durfte daher erwarten, dass die Winterthurer zumindest physisch besser aufgestellt sein sollten.

Davon war in der ersten Halbzeit wenig zu sehen. Zwar versuchten die Eulachstädter das Spieldiktat an sich zu reissen, erspielten sich dabei aber kaum Torchancen. Gleiches galt auch für die Gäste, sie versuchten mit Nadelstichen dagegen zu halten, kamen aber ebenfalls nur zu wenigen Möglichkeiten. Das torlose Remis zur Pause entsprach dem Gezeigten.

Leistungssteigerung im zweiten Durchgang

Zu beginn der zweiten Halbzeit wurde Ivan Audino für Il Gwang Jong eingewechselt. Mit diesem Wechsel bewies das Trainerteam einen guten Riecher. Fortan übernahmen die Wiler das Spieldiktat, immer wieder rollten die Angriffe auf das Winterthurer Tor. Eine Flanke von Michael Goncalves fand den Kopf von Ivan Audino, welcher auf Nias Hefti ablegte. Souverän verwertete dieser in der 57. Minute zur Führung für Wil.

Die Gäste drückten weiter auf das Gaspedal. Die Winterthurer hatten dem nur wenig entgegen zu setzen. Eine der besten Torchancen des Heimteams wurde von Zivko Kostandinovic spektakulär entschärft. Weiter gaben aber die Wiler den Ton an. Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Gastgeber, fand Etienne Scholz den freistehenden Sandro Lombardi, welcher aus der Distanz abzog und in der 66. Spielminute auf 2:0 erhöhte.

Souveräner Sieg

Die Gäste hatten noch nicht genug. Der starke Nick von Niederhäusern kam dreimal per Kopf zu ausgezeichneten Torchancen, wovon er eine in der 74. Minute zum entscheidenden 3:0 verwertete. Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können. Zum einen nahmen die Wiler aber ein wenig den Fuss vom Gas, zum anderen vergaben Sie aber auch teils hochkarätige Chancen.

Mit diesem deutlichen Derbysieg hinterlassen die Äbtestädter Eindruck. Es vermag zu erstaunen, dass der FC Wil, trotz der Strapazen der letzten zwei Wochen, eine derartige Kampf- und Laufbereitschaft an den Tag legen konnte. Es zeigte aber auch, dass der Staff rund um die Spieler hervorragende Arbeit in Sachen Regeneration geleistet hat.

FC Winterthur – FC Wil 1900 0:3 (0:0)

Schützenwiese, Winterthur: 3300 Zuschauer. – SR: Urs Schnyder.

Tore: 57. Hefti 0:1, 66. Lombardi 0:2, 74. Von Niederhäusern 0:3.

FC Winterthur: B. Milosavljevic; Di Gregorio; Doumbia, Lopez, Schulz; Ljubicic, N. Milosavljevic; Radice (55. Duah), Gazzetta (74. Ulrich), Nsumbu; Sliskovic (60. Silvio).

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Lekaj, Stillhart; Goncalves, von Niederhäusern, Lombardi (79. Alves), Scholz, Hefti; Vonlanthen (73. Cortelezzi), Jong (46. Audino).

Bemerkungen: Winterthur ohne Katz, Sutter, Roth (alle verletzt), Lanza und Saliji (beide nicht im Aufgebot. Wil ohne Zé Eduardo, Savic (beide verletzt), Freid, Maroufi, Keller und Breitenmoser (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 68. Stillhart.