Zum Auftakt des zweiten Meisterschaftsviertels reisen die Wiler in die Landeshauptstadt unseres östlichen Nachbarn. Auch die Vaduzer haben in deser Saison ihre Form noch nicht gefunden, und stehen nicht da wo sie hinmöchten. Auf dem Papier sind die Unterschiede gross, doch bereits im Hinspiel sah man nur wenig davon.12 Punkte aus 9 Spielen – das hat man sich im Fürstentum nach dem Abstieg wahrlich anders vorgestellt. Ebenso viele Punkte hinkt man bereits hinter dem Spitzenduo Xamax und Schaffhausen hinterher. Nach dem ersten Viertel scheint es so, dass Vaduz wohl zu gut für die hintere Tabellenhälfte ist, aber eben auch zu wenig gut für die Spitzenplätze.

Zum Saisonauftakt reiste der FCV nach Wil und entführte dort drei Punkte. Entführt deswegen, weil die Äbtestädter eigentlich den gefälligeren Fussball zeigten und insgesamt einem Sieg näher standen. Am Schluss setzte sich aber die individuelle Qualität und Erfahrung der Gäste durch. Dem FC Wil bietet sich am Sonntag die Chance, sich zu revanchieren.

Kleine Gegner, grosse Hürde

Es ist erwähnenswert, dass sich die Liechtensteiner vor allem gegen die Kleinen und Abstiegskandidaten schwer getan hat. So verlor man z.B. vor Kurzem in Wohlen, oder spielte ein paar Tage vorher gegen den FC Rapperswil-Jona zuhause nur Unentschieden. Der FC Vaduz befindet sich aktuell sicher nicht in der Form, in welcher er sich gerne sehen möchte. Wer aber nur auf die Resultate schaut, muss selbiges auch dem FC Wil attestieren.

Im Montagsspiel der 9. Runde der Brack.ch Challenge League konnte der FC Wil zumindest seine Ladehemmung ablegen. Trotz einer starken Leistung und einer Führung kurz vor Schluss, zog man gegen den Spitzenreiter aus Schaffhausen den Kürzeren. Trotzdem darf man sagen, dass eben genau diese Leistungen zeigen wozu man in Wil in der Lage ist. Doch es bedarf eben auch einer fehlerlosen Vorstellung um unnötige Gegentore zu vermeiden.

Neuer Stürmer noch nicht spielberechtigt

Mit der Verpflichtung von Roman Kienast ist der Verantwortlichen der im Fürstenland ein kleiner Transfercoup geglückt. Der ehemalige Stürmer von Sturm Graz wechselt per sofort in die Äbtestadt und hat einen Vertrag bis Ende 2017 unterschrieben. Beim Auftritt in Vaduz wird er aller Voraussicht nach noch nicht spielberechtigt sein.

Trainer Konrad Fünfstück appelliert, dass es wichtig ist, dass mein seinen Weg weitergeht. Er gibt aber auch zu verstehen, dass die individuellen Fehler schnellstmöglich unterbunden werden müssen, denn in dieser Liga wird das knallhart bestraft.

Wenn der FC Wil am Sonntag mit dem nötigen Mut und der gewohnten Leidenschaft agiert, wird man gegen den FC Vaduz nicht chancenlos sein. Es bedarf aber einer fehlerfreien Leistung um zählbares mit nach Hause zu nehmen.

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Zum zweiten Mal trifft der FC Wil diese Saison auf den FC Vaduz.