Scheinbar kann der FC Wil gegen die Grasshoppers nicht punkten. Denn die 1:4-Niederlage im Letzigrund war der dritte Nuller im dritten Spiel dieser Saison gegen den Rekordmeister. Gegen alle anderen Teams der Liga haben die Wiler in dieser Saison schon Zählbares erspielt, ausser gegen GC. Und trotzdem war der Auftritt in Zürich einer der besseren in der Fremde. Denn lange waren die Wiler dem Favoriten ebenbürtig. Die Gäste verdienten sich das 1:1 zur Pause redlich. Denn die Äbtestädter waren aufsässig, defensiv kompakt und setzten vorne immer wieder Nadelstiche. So nach knapp einer halben Stunde, als sie in Führung gingen. Valon Fazliu, der bei mittlerweile 16 Wiler Toren dieser Saison seine Füsse ins Spiel hatte, flankte von links auf Julian von Moos. Dieser nahm den Ball mit der Schulter kurz an und lupfte die Kugel über Goalie Mirko Salvi ins Tor.

Die lange pomadig wirkenden Zürcher hatten nicht wirklich eine Antwort parat, kamen aber trotzdem zum Ausgleich. Dieser war aus Gäste-Sicht ärgerlich, weil sich ihnen in jener Szene gleich mehrfach die Chance geboten hatte, die Situation zu klären. So aber gelangte der Ball zu Oliver Buff, der sich die Ecke aussuchen konnte. Ansonsten war vor der Pause nur noch eine weitere Szene der Zürcher zu notieren. Nach einem Foul von Joël Schmied im Strafraum gab es Penalty. Doch Goalie Zivko Kostadinovic holte den Elfer raus. Gut getreten war dieser allerdings nicht, da halbhoch und nicht platziert.

Ein Ex-FCZler wird von den GC-Fans gefeiert

Auch nach der Pause hielten die Wiler vorerst gut mit und provozierten eine verhältnismässig hohe Fehlerzahl bei den Zürchern. Doch dann konnte GC-Trainer Zoltan Kadar den Sieg eintauschen. Bei einem Dreifach-Wechsel kamen Nikola Gjorgjev, Petar Pusic und Mychell Chagas aufs Feld, später noch Captain Veroljub Salatic. Wohl dem, der so eine Bank hat. Die Zürcher erhöhten die Kadenz merklich. Ihnen spielte in die Karten, dass sie wiederum in einer Phase trafen, als ein Treffer nicht wirklich in der Luft lag. Es war ein blitzsauberer Konter, nachdem die Wiler zu risikohaft am Strafraum der Zürcher gepresst hatten. Erneut Buff grätschte den Ball wuchtig ins Tor. Somit wurde ausgerechnet jener Spieler zum Matchwinner, der bei GC von den Anhängern nicht wirklich wohlwollend empfangen worden war aufgrund seiner Vergangenheit bei Stadtrivale FC Zürich. An diesem Abend wurde Buff aber mit warmem Applaus von den 1000 Zuschauern verabschiedet.

20 Minuten Zeit hatten die Wiler noch für eine Korrektur. Doch es war schnell abzusehen, dass diese nicht mehr möglich sein würde. Zu viel Kraft hatte der kämpferische Wiler Auftritt gekostet, zu sehr waren nun die Zürcher in Fahrt gekommen. Dank zweier weiterer Tore in der Nachspielzeit – zuerst traf Gjorgjev nach einem neuerlichen Konter im eigenen Stadion, danach köpfte Chagas den letzten Corner der Partie in die Maschen – herrschten schliesslich klare Verhältnis. Das Verdikt fiel zwar etwas gar noch aus, hatte aufgrund der Steigerung der Zürcher aber schon seine Rechtfertigung.

Auswärts steht die Null

Die Wiler hatten ihre Haut auswärts für einmal teuer verkauft. Lange war nicht negativ ins Gewicht gefallen, dass sie auf ihren gesperrten Captain Philipp Muntwiler und den verhältnismässig routinierten Ex-Hopper Mergim Brahimi verzichten mussten.

Zählbares resultierte aber auch dieses Mal nicht. Schon zum achten Mal hintereinander verliessen die Äbtestädter ein fremdes Stadion ohne Lohn. Oder anders formuliert: Bei Jahreshälfte stehen in der Auswärtstabelle genau null Wiler Punkte zu buche.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 

Resultate, Challenge League, 27. Runde:
Grasshoppers - Wil 4:1
Kriens - Chiasso 4:1
Lausanne-Sport - Stade Lausanne-Ouchy 0:0
Schaffhausen - Vaduz 2:2
Winterthur - Aarau 5:2

Grasshoppers – FC Wil 1900 4:1 (1:1)

Letzigrund: 1000 Zuschauer (ausverkauft). – Sr: Huwiler.

Tore: 28. von Moos 0:1. 39. Buff 1:1. 70. Buff 2:1. 92. Gjorgjev 3:1. 95. Chagas 4:1.

Grasshoppers: Salvi; Dickenmann, Mesonero, Cvetkovic, Arigoni; Buff (80. Salatic), Diani; Fehr (58. Pusic), Ben Khalifa, Morandi (58. Chagas); Zé Turbo (58. Gjorgjev).

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rohner (66. Traber), Schmied, Kamberi, Padula (46. Schäppi); Ismaili (80. Ndau), Abedini; Krasniqi (75. Bosic), Fazliu, von Moos (80. Paunescu); Duah.

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Cabral, Subotic, Goelzer (verletzt), Souare, Njie, Ed Francis und Rustemoski (nicht im Aufgebot). Wil ohne Muntwiler (gesperrt), Brahimi (verletzt), Silvio, Wörnhard, Schmid und Celant (nicht im Aufgebot). – Verschossener Penalty: 18. Ben Khalifa (Kostadinovic hält). – Verwarnungen: 12. Ismaili (Foul). 56. Zé Turbo (Foul). 89. Abedini (Unsportlichkeit).

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 27/55. 2. Grasshoppers 27/47. 3. Vaduz 27/45. 4. Kriens 27/43. 5. Winterthur 27/35. 6. Stade Lausanne-Ouchy 27/34. 7. Wil 27/32. 8. Aarau 27/32. 9. Schaffhausen 27/29. 10. Chiasso 27/17.

Nächste Spiele (28. Runde):
Freitag, 3. Juli: Stade Lausanne-Ouchy - Winterthur (18.15 Uhr), Vaduz - Grasshoppers (18.15 Uhr), Aarau - Lausanne-Sport (20.30 Uhr).
Samstag, 4. Juli: Chiasso - Schaffhausen (18.15 Uhr), Wil - Kriens (20.30 Uhr).

Video-Interview: «Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen»

 

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse – und bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für den FC Wil schon am Samstagabend (4. Juli) ab 20.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den SC Kriens. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: "Lausanne isch nervös, Lausanne isch nervös", skandieren die GC-Fans. Der Leader aus der Waadt bleibt seit der Corona-Pause ohne Sieg und kommt im Stadt-Derby gegen Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy nicht über ein torloses Remis hinaus. Somit ist GC nun auf Platz zwei vorgerückt - und der Rückstand auf Lausanne beträgt noch acht Punkte.

Schlussfazit: Die Wiler haben ihre Haut teuer verkauft. Aber es reichte dann halt doch nicht. GC war individuell besser besetzt. Trotzdem sollte der Auftritt Mut geben für die nächsten Spiele, so blöd das auch klingt nach deutlichen Niederlage. Denn lange waren die Wiler gut im Spiel. Der FC Wil bleibt im Jahr 2020 auswärts aber ohne Punkt. Das wiederum muss zu denken geben.

Schlussfazit: Der FC Wil bezieht innerhalb einer Woche die zweite 1:4-Auswärtsniederlage hintereinander. Sowohl in Aarau wie auch hier im Letzigrund gab es die schliesslich deutliche Pleite nacheiner Führung. Das Verdikt fällt zwar zu hoch aus, ist dann am Ende aber schon verdient. Die Bank hat heute die Differenz gemacht. Mit den Einwechslungen von Salatic, Pusic, Gjorgjev und Chagas ging der entscheidende Ruck durch die Mannschaft der Zürcher. Dem hatten die Wiler, die zuvor ebenbürtig waren, nichts entgegenzusetzen.

Schlusspfiff im Letzigrund: Der FC Wil unterliegt den Grasshoppers mit 1:4.

95. Minute: TOOOOR für die Grasshoppers durch Chagas zum 4:1. Jetzt kommt es knüppeldick für die Wiler. Den fälligen Corner von rechts köpft der Einwechselspieler wuchtig über die Linie.

94. Minute: Nochmals GC: Pusic schliesst im Strafraum ab. Doch Kostadinovic ist auf dem Posten. Corner.

92. Minute: TOOOOR für die Grasshoppers durch Gjorgjev zum 3:1. Da war sie doch noch, die Wiler Ausgleichschance. Im Strafraum der Zürcher brannte es. Und was passiert? Die Zürcher setzen zum Konter an und schliessen eiskalt ab. Flach, ins lange Ecke. Der Deckel ist drauf.

91. Minute: Fünf Minuten dürfen die Wiler noch hoffen. So lange dauert die Nachspielzeit.

90. Minute: Eine Ausgleichschance hatten die Wiler seit dem GC-Führungstreffer noch nicht.

89. Minute: Dann gibt es noch Rudelbildung. Abedini zieht eine Verwarnung daraus.

88. Minute: Die Wiler sind nicht mehr in der Lage, einen geordneten Spielaufbau an den Tag zu legen. Das kämpferische Spiel scheint Kraft gekostet zu haben.

86. Minute: Es braucht einen Lucky-Punch der Gäste. Es riecht aber danach, als könnte GC heute Platz zwei in der Tabelle von Vaduz übernehmen. Und das vor dem Vergleich mit den Liechtensteinern am Freitag.

84. Minute: GC ist momentan dem 3:1 deutlich näher als Wil dem Ausgleich. Die Einwechslungen haben, wie erwartet, einen Ruck durch die Mannschaft gehen lassen.

82. Minute: Wil nun mit zwei Stürmern: Duah und Paunescu. Das gibt GC Räume zum Kontern.

81. Minute: Bei Wil gibt es gar einen Doppelwechsel: Für den angeschlagenen von Moos kommt Ndau. Und Ismaili macht Platz für Paunescu.

80. Minute: Noch ein Wechsel bei den Gastgebern: Doppeltorschütze Buff hat Feierabend und wird unter Applaus verabschiedet. Salatic kommt rein. Wenn man so einwechseln kann ...

80. Minute: Der Fazliu-Chip kann geklärt werden. Abedini versucht es mit dem Rebound. Aber drüber.

79. Minute: Freistoss für Wil aus dem rechten Halbfeld. Hilft ein Standard?

 77. Minute: Und gleich wieder GC: Im Wiler Strafraum brennt es erneut, jedoch kann Kamberi gerade noch vor Chagas klären.

76. Minute: Das 3:1 war hier ganz nahe: Buff wird geblockt. Dickenmann kommt an den Ball und schliesst aus sechs Metern ab. Aber Kostadinovic hält mit seinem rechten Fuss die Wiler im Spiel.

76. Minute: Weiterer Wechsel beim FC Wil: Bosic kommt für Krasniqi. Ein 1:1-Wechsel.

75. Minute: Können die Wiler nochmals darauf reagieren? Zuerst muss mal der junge Ismaili im eigenen Strafraum gepflegt werden, nachdem er am Kopf getroffen worden war. Weiter geht's.

73. Minute. Da kommt GC aber mit reichlich wenig Aufwand zu einer Wende in dieser Partie. Sie werden es als Arbeitssieg abbuchen, wenn es mindestens dabei bleibt.

70. Minute: TOOOOOOOR für die Grasshoppers durch Buff zum 2:1. Da gehen die Wiler am GC-Strafraum zu offensiv drauf - und laufen dann in den Konter. Dickenmann kommt über links und flankt in den Rücken der Wiler Abwehr. Buff grätscht sich zum Doppel-Torschützen. Das hatte sich wiederum nicht abgezeichnet. Wie schon beim Ausgleich.

69. Minute: Die Wiler wären mit dem Punkt natürlich zufrieden. Das zeigt sich bei den Abstössen von Kostadonovic. Der Wiler Goalie lässt sich da schon aufreizend viel Zeit - und provoziert die paar Zuschauer.

66. Minute: Wil wechselt ein zweites Mal. Rohner geht angeschlagen raus und wird durch Traber ersetzt.

64. Minute: Dann mal wieder die Wiler: Über links kommt der eingewechselte Schäppi. Doch sein Ball quer zur Mitte ist dann weder Pass noch Abschluss. Salvi ist damit nicht zu beunruhigen.

64. Minute: Bei der Anreise hatte es zwar keinen Stau. Es war aber trotzdem mehr los als auf dem Feld in dieser Phase.

61. Minute: Die offizielle Zuschauerzahl: Es sind dann doch 1000, womit der Kessel heute ausverkauft ist - wegen Corona.

59. Minute: GC-Trainer Kadar reagiert mit einem Dreifach-Wechsel: Für Zé Turbo kommt Chagas. Fehr ist raus für Pusic. Und Morandi macht Platz für Gjorgjev. Da müsste jetzt ein Ruck durch die Mannschaft der Zürcher. Die Eingewechselten sind für gewöhnlich Stammspieler bei GC.

58. Minute: Zu sagen ist auch: Das Spiel lebt von der Spannung. Viele Chancen gibt es nicht. Seit der Pause noch gar keine. Aber das kann den Wilern eher recht sein als den Zürchern. Den für die Wiler wäre ein Punkt gewiss ein Erfolg.

56. Minute: Huch, da steht Zé Turbo Kamberi auf den Fuss. Das gibt zurecht Gelb für den Hopper.

55. Minute: GC hat in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte übrigens schon mehr Fouls begangen als in der gesamten ersten Halbzeit. Allerdings alle in der ungefährlichen Zone des Halbfelds.

53. Minute: GC weiterhin mit viel Ball, jedoch in der eigenen Hälfte. Ihnen fehlt es an Ideen und Genauigkeit. Oder anders formuliert: Die Wiler lassen nicht mehr zu.

51. Minute: Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit fallen da doch einige unnötige Fehler der Hoppers auf. Sicher nicht der beste Tag der Zürcher.

49. Minute: Da haut es Rohner aus den Schuhen. Bei einem Foul. Geht gleich weiter für den Zürcher in Reihen der Wiler.

46. Minute: Wil hat einmal gewechselt in der Pause: Schäppi ist für Padula gekommen.

46. Minute: Das Spiel ist wieder freigegeben.

Die Mannschaften sind wieder da. Gleich geht es weiter mit GC gegen Wil.

Auch der Leader tut sich schwer. Lausanne-Sport brachte in einem ausgeglichenen Spiel gegen Stadtrivale Stade Lausanne-Ouchy in der ersten Halbzeit keinen Treffer zustande. 0:0 zur Pause.

Pausenfazit: Dieses Unentschieden haben sich die Wiler verdient. Zwar hat GC 60 Prozent Ballbesitz in Halbzeit eins, aber in Sachen Abschlüssen ist es ausgeglichen. Die Wiler kaufen dem favorisierten Gegner dank einer kämpferischen Note den Schneid ab und lassen defensiv nur wenig zu. Eigentlich nur zwei Dinge. Einen unnötigen Penalty, den Kostadinovic parrierte. Und den Ausgleich, bei welchem die Wiler keinen Zugriff auf die Aktion bekamen. Alles in allem ist es aber ein erfrischend unbekümmerter Auftritt. Gibt das erstmals in diesem Jahr auswärts etwas Zählbares?

Mit dem erst zweiten Foulspiel von GC ertönt der Pausenpfiff im Letzigrund: Zwischen GC und dem FC Wil steht es bei Spielhälfte 1:1.

45. Minute: Trotz des Ausgleichs: Der kämpferische Einsatz der Wiler gefällt weiterhin.

43. Minute: Die Wiler versuchen zu reagieren. Nach einer schönen Ballstafette kommt Padula links an den Ball. Seine Flanke findet den Kopf von Duah. Doch dieser verfehlt das Tor. Rechts daneben.

39. Minute: TOOOOR für die Grasshoppers durch Buff zum 1:1-Ausgleich. Da kriegen die Wiler die Szene nach einem Corner nicht wirklich geklärt. Der Ball kommt irgendwie zu Zé Turbo. Dieser legt quer, wo sich Buf dann die Ecke aussuchen kann. Er nimmt die rechte, und trifft sicher. Das hat sich nicht abgezeichnet. Aber Effizienz zeichnet eine Spitzenmannschaft halt auch aus.

36. Minute: Wieder die kecken Wiler: Rohner kommt wie gewohnt zügig über rechts. Dann die gute Flanke zur Mitte, wo Duah zum Abschluss gelangt. Etwa einen Meter daneben. Aber die Führung ist mittlerweile durchaus verdient.

34. Minute: Es ist ein guter Auftritt der Wiler bis hierhin. Sie stehen den Hoppers früh auf die Füsse und setzen immer wieder Nadelstiche. Zudem wird ihnen zupass, dass der GC-Auftritt fehlerhaft ist. Wie gerade eben. Morandi stand da recht frei. Ihm verspringt aber der Ball. Schmied kann befreien.

31. Minute: Es war übrigens das erste Tor in dieser Saison der Wiler gegen GC. Und das im dritten Spiel. Gegen alle Teams der Liga haben die Äbtestädter in dieser Spielzeit schon gepunktet, ausser gegen GC. Momentan schaut es gut aus, dass sich dies ändern könnte heute. Aber noch ist viel Zeit auf der Uhr.

28. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil durch von Moos zum 0:1. Das Ding ist lanciert. Der Ex-Hopper Fazliu kommt über links und flankt zur Mitte. von Moos nimmt den Ball noch kurz an und lupft die Kugel dann im Fallen über Salvi ins Tor. Das zweite Profi-Tor für von Moos in seiner Karriere. Das erste schoss er mit dem FC Basel kurz nach der Einwechslung.

28. Minute:  GC bisher übrigens ohne ein einziges Foul.

26. Minute: Erster Corner des Spiels, für GC: Da kommt Diani sehr frei an den Ball nahe des Penaltypunkts. Er verfehlt das Ziel aber deutlich.

24. Minute: Hier ist die erste Wiler Chance: Duah gewinnt da den Zweikampf gegen Mesonero. Dann ist der Wiler Stürmer zu eigensinnig. Statt auf den besser platzierten Fazliu zu spielen, macht es Duah alleine - und bringt zu wenig Druck hinter den Ball. Salvi ohne Probleme.

22. Minute: Noch ein Nachtrag zum Penalty: Schon zum zweiten Mal in dieser Saison kratzt Kostadinovic einen Elfer raus. Das hatte er schon in der Hinrunde im Heimspiel gegen Aarau getan. Da gab es einen 3:0-Sieg für Wil. Gerne wieder. Aber ja ...

19. Minute: Und dann wollen die Wiler gleich erben und kommen über links. Padula geht durch, spielt dann aber in den Rücken von von Moos. Schade, das sah gut aus.

18. Minute: Kostadiovic hält den Penalty von Ben Khalifa! Da ahnt der Torhüter die Ecke und hechtet nach rechts von sich aus gesehen. War aber nicht gut geschossen. Nicht platziert, halbhoch. Kann man abwehren.

17. Minute: Penalty GC! Schmied legt da Zé Turbo. Glasklare Sache.

16. Minute: GC ist zwar schon leicht überlegen. Aber die drückende Überlegenheit ist das noch nicht. Wils-Goalie Kostadinovic musste noch nicht eingreifen.

12. Minute: Zuerst geht Rohner im Wiler Strafraum hernieder. Die Wiler schreien auf. Aber eine Penalty war das nicht. Dann fährt GC den Konter. Ismaili muss das Foul gegen Morandi ziehen und sieht dafür zurecht Gelb.

11. Minute: Alles in allem aber noch ein gemächlicher Start à la Sommer-Fussball. GC im Lead, Wil steht fürs erste Mal sicher.

9. Minute: Dickenmann dringt in den Wiler Strafraum ein. Doch dann können zuerst Padula - und dann in der zweiten Welle Kamberi klären. Die ersten zagen "Hopp GC"-Rufe schallen durchs fast leere Rund.

7. Minute: GC versucht das Spiel zu kontrollieren in den ersten Minuten. Auf eine erste gefährliche Szene warten die Pappfiguren und Zuschauer noch.

5. Minute: Teil-Erfolg für Wil: Schon mal länger das 0:0 gehalten als in den ersten beiden Vergleichen dieser Saison mit GC. Da lag man nach vier Minuten jeweils im Rückstand.

2. Minute: Gespenstische Ruhe im Letzigrund. Noch. Ein paar Zuschauer sind hier. Aber sind das die 1000, welche erlaubt sind? Wir werden sehen.

1. Minute: Das Spiel läuft ...

Die Mannschaften sind da. Gleich geht es los. Bei Wil ist heute übrigens Fazliu Captain. Der Ex-Hopper …! Viel Spass mit GC gegen den FC Wil.

Einen Teil-Sieg für GC gibt es schon mal heute Abend. Der Tabellen-Zweite FC Vaduz kam am Vorabend auswärts gegen den Vorletzten aus Schaffhausen nicht über ein 2:2 hinaus. Für die Liechtensteiner hätte es aber noch schlimmer kommen können. Sie mussten einen Zweitore-Rückstand in Unterzahl aufholen - und taten es. Trotzdem: Die Hoppers können nun mit einem Sieg Platz zwei übernehmen. Im zweiten Vorabend-Spiel siegte Winterthur hier in Zürich gegen Aarau mit 5:2. Schon zur Pause stand es 5:1.

Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter David Huwiler aus Laufen im Kanton Basellandschaft. Es ist erst der zweite Einsatz des 32-Jährigen in der Challenge League überhaupt.

GC-Trainer Zoltan Kader entscheidet sich ebenfalls für ein 4-2-3-1-System - mit folgenden Spielern in der Startformation: Im Tor steht wie immer Salvi. In der Abwehr spielen von rechts nach links Dickenmann, Mesonero, Cvetkovic und Arigoni. Defensive Mittelfeldspieler sind Buff (rechts) und Diani. Im offensiven Mittelfeld agieren von rechts her gesehen Fehr, der heutige Captain Ben Khalifa und Morandi. Einziger Stürmer ist Zé Turbo. Da wird doch einigen vermeintlichen Stammkräften eine Pause gegönnt, zumindest am Anfang des Spiels.

Kommen wir zu den Mannschaftsaufstellungen. Wils Trainer Ciriaco Sforza lässt wie üblich in einem 4-2-3-1-System spielen. Im Tor steht auch heute Kostadinovic. Die 4er-Abwehr bilden von rechts her Rohner, Schmied, Kamberi, Padula. Im defensiven Mittelfeld laufen Ismaili (rechts) und Abedini auf. Offensive Mittelfeldspieler sind von rechts nach links Krasniqi, Fazliu und von Moos. Einziger Stürmer ist Duah. Gesperrt ist Captain Muntwiler nach seiner achten Verwarnung in dieser Saison. Der Ex-Hopper Brahimi ist verletzt, Silvio steht nicht im Aufgebot.

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Dank Pappfiguren sieht es immerhin einigermassen nach vollem Stadion aus im Letzigrund. Wer degradiert auf dem Feld wen zu Pappfiguren?

Wir kommen nun langsam aber sicher auch in jene Phase, in welcher Worte wie «Verletzungsgefahr», «Rotation» und «Ermüdung/Erholung» immer wichtiger werden. Die Physiotherapeuten und Trainer sind gefordert. Wer wird wann geschont?

Nimmt man die Statistiken zur Hand, ist das eine klare Sache. GC hat seit der Corona-Pause Fahrt aufgenommen und aus den drei bisherigen Partien sieben Punkte geholt. Selbst Leader Lausanne-Sport wurde am vergangenen Freitag mit 3:1 besiegt. Die Wiler haben zwar zuletzt nach über einem halben Jahr mal wieder gewonnen, warten aber auswärts in diesem Jahr noch auf einen Punktgewinn. Zum Glück liegt die Wahrheit auf dem Rasen und nicht in den Statistik-Büchern der Journalisten.

Und schon wieder ist Fussball. In dieser Phase wird ja in der Schweiz lediglich am Montag nicht gespielt in den höchsten beiden Ligen. Sonst an jedem Wochentag. Aus Wiler Sicht steht an diesem schönen Dienstagabend im Rahmen der 27. Challenge-League-Runde ein Knüller auf dem Programm, nämlich der Vergleich mit dem Rekordmeister und Aufstiegsaspiranten GC. Und das im Stadion Letzigrund, das allerdings noch etwas leerer sein wird also ohnehin gewohnt bei Heimspielen der Grasshoppers. Maximal 1000 Leute sind wegen der Corona-Restriktionen zugelassen. Simon Dudle ist für Sie in der Limmatstadt und tickert durch den hoffentlich spannenden Fussball-Abend.

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Die Vorschau:

Nehmen die Grasshoppers tatsächlich noch Kurs auf den direkten Aufstieg? Oder reicht es am Ende nicht einmal für die Barrage? Vieles ist noch möglich in dieser Saison beim Rekordmeister. Die Form spricht derzeit für die Zürcher, haben sie doch seit der Corona-Pause nicht mehr verloren. Auf dem Barrage-Platz liegt die Mannschaft des neuen Trainers Zoltan Kadar aber noch immer nicht, da auch der FC Vaduz zügigen Schrittes vorwärtsmarschiert. Es ist für die Zürcher gerade eine wegweisende Phase. Innerhalb einer Woche ging und geht es gegen Leader Lausanne-Sport und die Liechtensteiner. Und just dazwischen liegt am Dienstagabend das Heimspiel gegen den FC Wil. Wollen die Hoppers ihre Ambitionen unterstreichen, ist gegen Wil ein Sieg schlicht und einfach Pflicht.

Für die Zürcher ist es im vierten Spiel nach der langen Unterbrechung der vierte Auftritt in der Stadt Zürich. Bisher ging es «zuhause» im Letzigrund gegen Aarau und Lausanne sowie auswärts gegen Winterthur. Da die Eulachstädter bis Saisonende im Utogrund – nur wenige hundert Meter neben dem Letzigrund gelegen – spielen, musste GC seit dem Antritt der neuen Crew noch nie reisen. Seit chinesische Investoren die Fäden in der Hand halten, ist bei den Grasshoppers kaum ein Stein auf dem anderen geblieben: neuer Trainer, neuer Sportchef, grössere finanzielle Möglichkeiten.

Auswärts seit Oktober punktelos

Aus Zürcher Sicht ist das Dienstags-Spiel gegen den FC Wil eine Art Zwischenschritt, um dann für den Knüller gegen den FC Vaduz gerüstet zu sein. Auch die Zahlen sprechen für die Zürcher. Zweimal sind sie bisher in dieser Saison auf den FC Wil getroffen, zweimal siegten die Hoppers zu Null. In beiden Partien erspielten sich die Wiler nur wenige reelle Möglichkeiten. GC ist das einzige Team der Liga, gegen welches die Wiler in dieser Saison noch nicht punkten konnten. Zudem ist da bei den Äbtestädtern die Sache mit der Auswärtsschwäche. Die letzten sieben Auftritte in der Fremde gingen alle verloren. Dabei wurden 21 Gegentreffer kassiert und nur gerade 5 Tore erzielt.

Für die junge Wiler Mannschaft kommt erschwerend dazu, dass sie auf Captain und Routinier Philipp Muntwiler verzichten muss. Dieser kassierte am vergangenen Freitag beim 3:1-Heimsieg gegen Winterthur schon in der allerersten Spielminute eine Verwarnung. Da es seine achte in dieser Saison war, fehlt er im Letzigrund. Dafür hat Innenverteidiger Lindrit Kamberi seine Gelb-Sperre verbüsst und ist wieder einsetzbar.

Zweimal gegen GC in zehn Tagen

Trotz dieser Vorzeichen wäre es verfehlt, zu grossen Respekt vor den Zürchern zu haben. Dass die Hoppers nicht unverwundbar sind, haben sie gegen den FC Winterthur gezeigt, als ihnen ein wechselhafter Auftritt lediglich einen Punkt einbrachte. Wils bester Torschütze Valon Fazliu, der Vergangenheit bei den Grasshoppers hat und zu sieben Super-League-Einsätzen gekommen war, sagt: «Wir haben gegen Winterthur gesehen, was wir können. Wir werden alles machen, um das Spiel in Zürich zu gewinnen.» Detail am Rande: Der FC Wil und die Grasshoppers treffen innerhalb von zehn Tagen gleich zweimal aufeinander. Schon am 10. Juli gastieren die Hoppers zum «Rückspiel» im Wiler Bergholz.