Am Sonntag sind zwei Personen bei der Thurbrücke zwischen Brübach und Henau in einen Wasserfall geraten. (siehe Artikelarchiv unten) Am späten Montagnachmittag konnten die Rettungskräfte zuerst den vermissten 30-jährigen Mann und am frühen Abend schliesslich auch die vermisste 26-jährige Frau bergen.

Der Rettungseinsatz war kompliziert, es musste mit verschiedenen Varianten gearbeitet werden. Forst- und Bauarbeiter erstellten einen Fahrweg über die Thur. Dies mit dem Ziel, in einer zweiten Phase grosse Fels- und Steinbrocken im Fluss zu deponieren. So wollte man den Fluss etwas umleiten und den grösseren Druck an der Wasserfallkante entschärfen. Gleichzeitig versuchte ein Raupenbagger, vor dem Wasserfall mit einer Schaufel ebenfalls etwas Druck wegzunehmen. Dabei konnte eine tote Person gesichtet und geborgen werden. Es gelang anschliessend auch die zweite Person zu bergen. (kapo/red)

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Im Video: «Keine Hoffnung mehr, die Personen lebend zu finden» (6.7.)

Die Betroffenheit bei Polizeisprecher Hanspeter Krüsi ist gross. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird er schon bald über den Tod eines Berufskollegen sowie einer Frau zu berichten haben. Denn es sei ausgeschlossen, die beiden vermissten Personen – eine 26-jährige Schweizerin und ein 30-jähriger Schweizer Polizist – noch lebend zu finden. Zu stark sei die Strömung der Thur an jener Stelle. Zu dritt hatten die in der Region wohnhaften Personen am frühen Sonntagabend etwa 30 Meter oberhalb des Wasserfalls die Thur queren wollen. Diese ist an jener Stelle aktuell hüfttief. «Wenn man guten Stand hat, ist die Querung problemlos möglich», sagt Krüsi. Dann kam es zum verhängnisvollen Zwischenfall.

Die Polizei vermutet, dass die beiden Körper im oberen Teil des Wasserfalls an Steinen hängengeblieben sind – und noch immer dort sind. Gefunden hat man die beiden Personen aber noch nicht, obwohl am Sonntagabend bis nach Mitternacht auch spezialisierte Taucher aus dem Kanton Thurgau vor Ort waren. «Es war physikalisch nicht möglich, zu den Personen vorzudringen. Pro Sekunde fliessen 48 Kubikmeter Wasser durch», sagt Krüsi. Darum soll nun oberhalb des Wasserfalls eine Art Wall, bestehend aus grossen Steinen und dergleichen, errichtet werden, damit das Wasser umgeleitet wird und weniger Druck auf dem Wasserfall lastet. Somit hofft man, die Körper zu finden. Wie lange die Bergungsaktion dauert, ist offen. Wohl aber mehrere Tage. Solange bleiben die Strasse über die Felsegg-Brücke sowie die umliegenden Wanderwege gesperrt.

Im Video: Polizeisprecher Krüsi gibt am Montag ein Update

 

Es ist nicht das erste Ereignis dieser Art an jener Stelle. Wie Krüsi weiss, hat es vor rund 15 Jahren schon einmal einen Zwischenfall gegeben. Jedoch sei der Unfallhergang anders gewesen.

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So hat hallowil.ch am Sonntagabend (5.7.) berichtet:

Bei schönem Wetter badeten am Sonntagabend im Bereich der Brücke mehrere Personen. Gemäss ersten Erkenntnissen querten drei Personen oberhalb des Wasserfalls den Fluss in eher seichtem Wasser. Dabei wurden zwei von ihnen mitgerissen, stürzten den Wasserfall hinab und konnten sich dort nicht mehr befreien. Die Personen werden seither vermisst. Wie die Kantonspolizei am Montagmorgen mitteilt, ist sie daran, nach einem Kollegen zu suchen. Denn eine der vermissten Personen, ein 30-jähriger Schweizer, ist Polizist bei der Kantonspolizei St. Gallen. Die zweite gesuchte Person ist eine 26-jährige Schweizerin. Beide wohnen in der Region.

Trotz einer gross angelegten Suchaktion, welche von Spezialtauchern aus dem Kanton Thurgau begleitet wurde, wurden die beiden Personen am Sonntagabend noch nicht gefunden. Im Einsatz standen mehrere Rettungsorganisationen. Bei der Polizei geht man davon aus, dass sich die beiden Personen noch im Bereich des Wasserfalls befinden müssen. Dies wird auf Augenzeugen-Berichte gestützt. Da der Wasserdruck dort sehr hoch ist, gestaltet sich die Suche äusserst schwierig. Es ist zu befürchten, dass die beiden Personen nur noch tot geborgen werden können.

Im Video: Polizeisprecher Hanspeter Krüsi mit einem Update

 

Um kurz nach Mitternacht wurde die Suche ergebnislos abgebrochen - und wird am Montagmorgen fortgesetzt. hallowil.ch wird weiter berichten.