Das traditionelle Schulhausfest beim Alleeschulhaus unter Mitwirkung des Elternforum und des Quartiervereins erhielt mit der eingebundenen Jubiläumsfeier ein besonderes Highlight. Nach dem vormittäglichen Schulbetrieb waren die Kinder nicht mehr zu halten, sich ins angekündigte Schulhausfest zu stürzen. Mit dem Flohmarkt im Festzelt und dem Spielangebot der Pfadi war die Feststimmung für die Jugend komplett.

Jubiläumsfeier mit den Ehrengästen
Die geladenen Gäste aus der aktuellen und früheren Lehrerschaft, aber auch aus Politik und Wirtschaft trafen sich in der Eingangshalle des Alleeschulhauses zum Apéro. Da war Gelegenheit geboten, sich früheren Zeiten zu erinnern, auch einmal in diesem Schulhaus unterrichtet zu haben, oder hier gar die Schule besucht zu haben.

Schulleiterin Barbara Vogel, seit gut drei Jahren Schulleiterin am Alleeschulhaus, gab sich zur Begrüssung der Gäste erfreut unter dem „Prisma“-Konzept die Schule leiten zu dürfen. „Prisma“ sorge grundsätzlich für eine positive Erwartungshaltung und ermögliche gute Beziehungen. Kinder und Lehrpersonen begegneten einander mit Respekt. Unter „Prisma“ ständen zahlreiche Bausteine für eine Schule mit guter Atmosphäre, vor 20 Jahren von Heidi Gehrig in die Tat umgesetzt.

„Prisma“ - Alle tragen mit
Der Festakt startete im Festzelt mit dem Auftritt der Wiler Bläserkids. Schulpräsidentin Jutta Röösli gab sich in ihren Worten erfreut über die Entwicklung mit „Prisma“, wo einfach alle mittragen. „Prisma“ verstehe sich auch dahin, mit Kindern Schule machen und nicht umgekehrt. Überzeugend sei die Tatsache, dass hier nicht Erwachsene allein den Schulbetrieb bestimmen. Das Prinzip sei nicht veraltet, wenn es auch in anderen Schulen bereits Anklang gefunden habe.

Im Alleeschulhaus sei eine Vision Wirklichkeit geworden. Man könne durchaus von einer visionären Schule sprechen. Positiv erwähnte Röösli weiter die Tatsache, dass „Prisma“ auch vom Elternforum und dem Quartierverein getragen werde. Jan Döbelin vom Elternforum und Guido Bünzli vom Quartierverein dankte sie in besonderer Weise für deren Beitrag.


 


 
Die Bläserkids im Element.

„Prisma“ mit Kindern vorgestellt

Ganz nach dem Konzept von „Prisma“ fand die Vorstellung der Entstehung des neuen Schulkonzeptes mit Beiträgen von Kindern statt. Eine Reihe von Vorzügen aus dem „Prisma“-Konzept erhielt das Publikum vorgeführt. Hier lebe eine Schule, wo alle mitreden können. Grössere helfen den Kleineren bei der Bewältigung der Aufgaben. Wie zum 10-Jährigen fand die farbige Welt von „Prisma“ mit dem Steigenlassen farbiger Ballone Betonung.

Die farbige Welt von „Prisma“ lässt Ideen von Kindern und Lehrpersonen gleichwertig einfliessen. Freundlichkeit, Ideenbüro und weiteres sind herausragende Puzzlesteine darin. Die Initiandin von „Prisma“, die damalige Lehrerin Heidi Gehrig, lobte die Kinder für ihren mehrmonatigen Einsatz bei der Vorbereitung.

„Prisma“ - Erste Gedanken im 1992
Heidi Gehrig stellte den Werdegang von „Prisma“ an Hand einer Plakatreihe vor. Ihre ersten Gedanken für eine neue Form der Schulführung habe sie im 1992 zusammengetragen. Mit Erstaunen habe sie reagiert, als der damalige Schulpräsident Edgar Hofer im 1993 sofortige Zustimmung gezeigt habe. Daraus habe sich die IGS (Interessengemeinschaft Schule Wil) gebildet. Fünf Jahre seien notwendig gewesen, um das Projekt spruchreif einreichen zu können. Auch habe sie mit Jürg Sonderegger eine Fachperson zu Seite gehabt. Im 1996 habe der Schulrat beschlossen im Alleeschulhaus mit dem „Prisma“-Konzept zu starten.

Der Schulbetrieb unter „Prisma“ sei im 1997 mit ersten Schulklassen gestartet. Die Einweihung des Leitbildes sei mit einer Kastanienbaumpflanzung auf dem Alleespielplatz gefeiert worden. Bereits im November 2006 sei „Prisma“ mit dem Pestallozzi-Preis ausgestattet worden. Das habe ihnen Mut gemacht, sich weiter zu entwickeln. Das „Prisma“-Konzept hat unterdessen an 170 Schulen in der Schweiz Einzug gehalten, wie Heidi Gehrig informierte. Heidi Gehrig abschliessend: „Das Feuer für „Prisma“ ist entfacht, hoffentlich lodert es weiter“.