Die Wiler Fastnachtshochburg ist dank FGW für die kommenden närrischen Tage bereit. An der Inauguration vom Freitag im Hofkeller stellte FGW-Präsident Oliver Baumgartner die personellen Beförderungen vor. Das Prinzenpaar Jeanette I und Adi I steigen ins zweite Amtsjahr ein. Den abtretenden Neuner Dani Stadler ersetzt Marco Chiavatti. Besondere Betonung erhielten die jubilierenden Fanfaren.Der Hofkeller füllte sich zur FGW-internen Inauguration bis auf letzte Plätze mit Mitgliedern und Delegationen anderer Fasnachtsgesellschaften. Die personelle Situation will wieder geregelt sein, um die Herausforderungen der kommenden närrischen Tage auch überstehen zu können. Dabei geht es nicht allein um lange Nächte närrischen Treibens. Für die Organisation der Anlässe, vom Gümpelimittwoch, der Kinderfasnacht, dem Hofnarrenball, dem Monsterkonzert und dem grossen Fastnachtsumzug müssen immer alle Mann auf Deck.


Die Monarchie auf Stadtebene kündigt sich an
Stimmung muss her ist das Motto der Wiler Fastnacht. An der Inauguration geschieht dies alljährlich mit einem ausgiebigen Apéro. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass FGW-Präsident Oliver Baumgartner Mühe hatte, zur Eröffnung der offiziellen Traktanden Ruhe in den Hofkeller zu bringen. Dass bald die Monarchie die Stadt regieren wird, kündigte sich mit dem Auftritt des Prinzenpaares Jeanette I und Adi I an. Mit viel Pomp marschierten die Fanfaren auf, welche in diesem Jahr 20 Jahre des Bestehens feiern dürfen. Die Tüüfelsgilde stellte mit ihrem Auftritt klar, wo es lang gehen wird.


Für erste bissige Verse sorgte Herold Mike Sarbach. So habe Lukas Reimann, seines Zeichens Nationalrat, die Fanfaren nach München eingeladen, erschienen sei er selber allerdings nicht. Und Andy Zehnder musste in Aussicht auf seinen baldigen Auftritt am Hofnarrenball den Gurt für das Hofnarrenkostüm suchen. Es gebe keine Erklärung, so Herold Mike, wo und wie er diesen verloren haben soll. Einen Auftritt erhielt auch Marco Meuri, Präsident der Sirnacher Fasnacht, seine golden gekleideten Girls genüsslich vorstellend.


Ein Programm, das sich sehen lässt
Erste Einsätze der FGW finden bereits am Wochenende statt mit der Liho-V-Metzgete und ersten Beizentouren. Am Sonntag ist der Besuch des Lichtensteiger-Fasnachtsumzuges auf dem Programm.


Die Wiler Strassenfastnacht startet am Gümpelimittwoch mit der Bullenverlesung auf dem Hofplatz. Erstmalig kommt ein Nachtumzug mit den Wiler Tüüfel zur Durchführung. Nachfolgend sind die Schnitzelbänkler in den Wiler Beizen unterwegs. Der Schmutzige Donnerstag gilt den Kindern mit dem Kindermaskenball im Stadtsaal. Am Hofnarrenball vom Freitag kommt der amtierende Hofnarr Andy Zehnder zum Zug mit der Vorstellung seiner Bütte, gefolgt von der Wahl des Hofnarr 2018. Das Monsterkonzert, der Fastnachtsgottesdienst vom Sonntagvormittag und der grosse Fastnachtsumzug am Nachmittag schliessen das offizielle Programm ab.


Beförderungen
Zu neuen Mitarbeitern der FGW wurden Roger Wipfli, Samuel Rissi und Patrick Walther ernannt. Drei neue Fastnächtler treten mit Stefan Obertüfer, Marc Schürer und Andreas Senti an. Zu Adjudanten wurden Patrick Galli und Roberto Martinez ernannt.


Abdelegiert zum Altneuner wurde Daniel Stadtler, bisher über viele Jahre als Neuner im Einsatz. Als neues Mitglied im Neunerrat wurde Marco Chiavatti erhannt. Besondere Ehrung kam den Fanfaren zu ob ihrem 20-Jahrjubiläum. Fanfare Filu wies eingangs der Vorstellung auf seinen bereits 16-jährigen Einsatz hin. Den Jubiläumsauftritt nutzte er für eine Ehrung der Verpflegungsspender bei ihren Einsätzen. Die Ehrung galt der Bäckersfrau Elisabeth Eberle und ihrem Partner Jeanpierre.


Bevor das Menu aus der Hofküche serviert wurde, stimmte Gildemeister René Gerber mit FGW-Präsident Oliver Baumgartner das Wiler Fastnachtslied an. Nochmals boten auch die Fanfaren einen musikalischen Auftritt an.