Am 17. Juni oder – je nach Coronasituation – am 7. September werden im Rahmen einer Galanacht im Einstein Congress St.Gallen die Preise verliehen und die Hintergründe der Gewinner erläutert. Flankiert wird die Prämierung von einem Rahmenprogramm mit Keynote-Speaker Ivo Forster (FC St.Gallen 1879) und einem Nachtessen. Moderiert wird der Abend von Daniela Lager (SRF).

«In der ersten Phase wurden die Digitalisierungsprojekte rein digital in einer Online-Jurierung bewertet, von jedem Jury-Mitglied einzeln. Die fünf bis sieben besten Projekte pro Kategorie kamen auf eine Shortlist. Diese Teilnehmer haben die Gelegenheit bekommen, ihre Projekte in einem Pitch vor der Jury nochmals im besten Licht erscheinen zu lassen. Die Jury hat nun aufgrund dieser Eindrücke je drei Finalisten bestimmt», sagt Jury-Koordinator Philipp Landmark. «Schade ist jeweils der Moment, wenn tolle Projekte ausscheiden, weil andere noch besser bewertet wurden. Eigentlich hätten ja schon 2019 alle Projekte einen Preis verdient. Immerhin bekommen alle Teilnehmer durch den Wettbewerb Aufmerksamkeit für sich.»

Besonders beeindruckt hätten ihn die Professionalität und die Sorgfalt, mit der die Jury-Mitglieder ihre Aufgabe wahrgenommen haben, sagt Landmark. «Immerhin handelt es sich hier nicht um Leute, denen es sonst etwas langweilig wäre, sondern um eine sehenswerte Ansammlung von Digital-Heads und Topshots aus Wirtschaft und Politik – in der Musikbranche würde man diese Jury als All-Star-Band vermarkten.»

Folgende neun Unternehmen sind in den Final gekommen:  

Kategorie Business

Geobrugg Guard: Die Romanshorner AG bietet mit Geobrugg Guard ein sensorbasiertes System zur Fernüberwachung von Infrastrukturen und Umweltgegebenheiten an. Zum Einsatz kommt dabei auch ein neuer Korrosions-Sensor, der im Rahmen eines Innosuisse-Projekts mit einem Hochschulpartner entwickelt wurde.

NeoVac myEnergie: Mit der App myEnergie von NeoVac aus Oberriet können Endkunden unzählige Daten über ihre Energie-Nutzung in Wohnung und Haus übersichtlich und verständlich nachvollziehen. Durch den spielerischen Ansatz werden die Nutzer zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen angehalten.

Supply Chain Vosch 4.0: Die Goldacher Vosch Electronic AG ermöglicht mit ihrer durchdachten, durchgehend automatisierten und dennoch relativ einfachen Softwarelösung Supply Chain Vosch 4.0 Kostenminimierung, Fehlereliminierung und den Nachweis, welche Komponente wann und wo verbaut wurde.

Kategorie Startups

1Lims: Laborberichte werden auch 2021 meist analog in grossen Excel-Tabellen abgelegt. Das in Märstetten gegründete Start-up 1Lims bietet eine voll integrierte Qualitätssicherungssoftware für das Management von Labordaten. Durch die Integration von Produktions- und Analysegeräten werden die Prozessparameter automatisch erfasst und überwacht. So ist eine komplette Rückverfolgung über die gesamte Wertschöpfungskette garantiert.

CollectID: Das Start-up CollectID aus Goldach präsentiert eine erfolgsversprechende technische Lösung, um die Echtheit eines Produktes für Nutzer oder Käufer zu garantieren: Ein im Produkt verbauter NFC-Chip kann mit der zugehörigen App ausgelesen werden, die Echtheit des Produkts wird durch eine Blockchain bestätigt.

Kaspar&: Das St.Galler Start-up Kaspar& bietet die erste App, die sowohl die Funktionen Bezahlen als auch Investieren in einem anbietet. Investitionen werde so einfach zugänglich für eine junge Generation zwischen 20 und 40 mit einem Vermögen von etwa 50'000 Franken. Mit kleinen Beiträgen lassen sich so einfach und individuell Sparziele erreichen.

Kategorie Organisation

AI Physio: Das Interdisciplinary Center for Artificial Intelligennce der Fachhochschule OST wendet mit dem KTI/Innosuisse-Forschungsprojekt AI Physio künstliche Intelligenz in einem neuen Feld an: An Übungsgeräten montierte intelligente Kameras erkennen dank detektierter Keypoints am Skelett eines Probanden, ob eine Übung korrekt ausgeführt wird und geben Feedback. Mit dieser Technologie zur Gesundheitsförderung könnte ein riesiger Markt erschlossen werden.

Lagebild-Applikation: Die Online Consultig AG Wil und die Kantonspolizei St.Gallen haben eine digitale Lagebild-Applikation entwickelt, die Polizeipatrouillen unterwegs fast in Realtime alle relevanten Informationen für den Einsatz visuell darstellt. Die Daten werden zentral gesammelt und von Redaktoren aufbereitet. Die Informationen sind so wesentlich aktueller, was nicht zuletzt die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöht.

Matura Talenta: Mit dem Projekt Matura Talenta Informatik leistet die Kantonsschule Romanshorn einen Beitrag zur digitalen Transformation der Ostschweiz. Das Förderprogramm setzt die eigene Motivation der Schülerinnen und Schüler ins Zentrum, die erhebliche Zusatzleistungen erbringen. Dafür erhalten sie optimale Förderung im Hinblick auf ein künftiges Studium der Informatik.