Wird eine Anlage mit einer hohen Stromproduktion erstellt, ist sicherzustellen, dass die hohe Anzahl kWh ins Netz eingespiesen werden kann. Besteht ein zu «kleiner» Hausanschluss, kann nicht die gesamte Menge des produzierten Stroms ins Netz eingespiesen werden. Sobald dies der Fall ist, muss ein grösserer Hausanschluss installiert werden, welcher durch das EW teilfinanziert wird.

Im Jahr 2022 wurden Fr. 150 000.– für Hausanschlüsse budgetiert. Dieser Betrag basiert auf entsprechenden Erfahrungszahlen. Da Stand heute bereits einige Anmeldungen für einen Anschluss von PV-Anlagen für das 1. Quartal 2023 eingegangen sind, ist das Elektrizitätswerk gewillt, diese auch so schnell als möglich an das Netz anzuschliessen.

Theoretisch dürfen jeweils anfangs Jahr bis zur Budgetgenehmigung anlässlich der Bürgerversammlung (im März 2023) nur sogenannte «gebundenen Ausgaben» getätigt werden. Damit dennoch im 1. Quartal 2023 Hausanschlüsse erstellt werden können, soll ein Nachtragskredit zuhanden des Budget 2022 gesprochen werden. Da mit einem Nachtragskredit in der Höhe von Fr. 200 000.– Ende 2022 als Saldo ausgewiesen werden kann, darf dieser in das Jahr 2023 übertragen werden. Somit sind die Fr. 200 000.– bereits durch die Bürgerschaft via fakul- tatives Referendum genehmigt, weshalb die Arbeiten rund um die Hausanschlüsse für PV-Anlagen im 1. Quartal 2023 starten können.

Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat auf der Basis des 1. Nachtrages zur Gemeindeordnung, Anhang Finanzkompetenzen, einen Nachtragskredit von Fr. 200 000.– via 40-tägiges fakultatives Referendum zu bewilligen.