In den vergangenen Tagen wurden die Module für den Erweiterungsbau geliefert. Der Rohbau sollte pünktlich vor dem Wintereinbruch fertig gestellt werden können. Wie sehr hat Ihnen das gute und trockene Wetter dabei geholfen?

Der Zeitplan war von Beginn an eng, längere wetterbedingte Bauunterbrüche hätten zu Verzögerungen führen können – womit der geplante Termin der Inbetriebnahme Anfang September 2023 nicht eingehalten hätte werden können. Insofern kam uns das gute Wetter sehr zugute.

70 Module wurden mit dem Sattelschlepper angeliefert, der schweizweit zweitgrösste Pneukran stand im Einsatz. Inwiefern stellen die Bauarbeiten eine Behinderung oder Herausforderung im Hinblick auf das Tagesgeschäft dar?

Da der Erweiterungsbau neben den bestehenden Gebäuden errichtet wird, beinträchtigen die Bauarbeiten den laufenden Betrieb nicht. Spür- bzw. hörbar werden dann am Ende der Modulerrichtung die Durchbrüche zu den bestehenden Gebäuden. Die übrigen Arbeiten finden wieder im Erweiterungsbau statt.

Worin bestehen grundsätzlich die grössten Herausforderungen, wenn Sie an den Erweiterungsbau denken?

Das ist ganz klar der Zeitplan, der von Anfang an eng gesetzt war. Gleichzeitig ist es sehr wichtig, dass wir diesen einhalten können. Denn die derzeitige Übergangslösung ist beengt und die Kapazitäten äusserst knapp.

Das Spital Wil braucht nicht nur mehr Betten, sondern auch zusätzliche Fläche. Das neue Gebäudeteil umfasst drei Stockwerke und wird die Akutgeriatrie beinhalten. Die Betten werden von 90 auf 100 erhöht. Eine Herausforderung wird die Rekrutierung von genügend Personal sein – insbesondere im Pflegebereich.

Wir erhöhen um die Stellen, welche nötig sind, um die zusätzlichen Betten zu betreiben. Die Personalsuche ist für uns wie im ganzen Gesundheitswesen in Zeiten des Fachkräftemangels herausfordernd. Wir sind aber guter Dinge, dass sich diese Stellen besetzen lassen.

CEO René Fiechter sagt, dass die neue Infrastruktur mehr Flexibilität für künftige Entwicklungen bringt. Können Sie darüber schon mehr verraten?

Bei diesen Entwicklungen denken wir weniger an eine Erweiterung des Angebots. Medizinische Entwicklungen, aber auch Prozessoptimierungen benötigen jedoch auch immer wieder mehr Platz oder Anpassungen in der Infrastruktur. In den derzeitigen Gebäuden, beziehungsweise der zur Verfügung stehenden Fläche ist kaum noch etwas möglich.

Wie wird es in den nächsten Wochen weitergehen bezüglich der Bauarbeiten?

Nach Stellung der Module folgen die Arbeiten an der Aussenfassade und die Arbeiten für den Innenausbau.