Es sind rund 40 Einwohner, viele Direktbetroffene, die am Donnerstagabend an der Informationsveranstaltung in der Aula Mettlen teilnehmen und sich über den neusten Stand des geplanten Projekts informieren lassen. Schon im Dezember 2019 fand ein solcher Anlass statt, wurde jedoch, seitens Gemeinderat, zurückgestellt. «Damals spürten wir schon etwas Widerstand, darum gingen wir noch einmal über die Bücher und zogen das Projekt in Hurnen vor. Dieses wird in diesem Sommer vollzogen», sagt Gemeindepräsident Bernhard Braun. Er und Verkehrsingenieur Markus Schoch (Planungsbüro Widmer, Frauenfeld) stellten nun das «neue» Wallenwiler Projekt vor und ernten viel Zuspruch; aber nicht nur.

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Eschlikons Gemeindepräsident Bernhard Braun informiert über das Projekt Tempo 30 in Wallenwil.


Der Gegner meint

Ein erster Votant zeigt sich als klarer Gegner der geplanten Temporeduktion. «Nicht einmal die Temporeduzierung von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde sind mir ein Dorn im Auge, sondern die damit verbundenen, baulichen Massnahmen. Gibt es seitliche Verengungen, wird ein Stopp und Go unvermeidlich, das beweist die Situation in Wiezikon. Und somit wird weder der Lärm reduziert, noch ist es ökologisch», meint besagter Wallenwiler. Bernhard Braun entgegnet damit, als dass sich Wallenwil verändert, vergrössert hat. «Unser Endziel wird sein, alle Quartiere innerhalb der ganzen Gemeinde mit Tempo 30 auszustatten, die Zeit dafür ist reif. Zu diesem Wachstum, auch in Wallenwil, gehören enorm viele Kinder und für diese sind wir verpflichtet, alles Mögliche zu tun, dass die beste Verkehrssicherheit aufgebaut wird.» Das Gemeindeoberhaupt appelliert gleichzeitig an die Eltern. «Für die Verkehrssicherheit ihrer Kinder auf den Schulwegen, sind aber nach wie vor die Eltern zuständig, wir, seitens Behörden, können lediglich mithelfen, dass die Areale um Schulen, Abzweigungen und Strassenüberquerungen, möglichst unfallfrei bleiben.» Kein leichtes Unterfangen allerdings, denn der Kanton bestimmt stets mit.

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Verkehrsingenieur Markus Schoch informiert die Wallenwiler über das Projekt Tempo 30.

Ein Anwesender hat indes unlängst eine spannende Beobachtung gemacht. «Wir haben in Wallenwil eine Menge neue Formel 1 Piloten und ich gehe gar so weit, zu behaupten, dass dies oft Neuzuzüger sind.» Eine gewagte Aussage, die jedoch von vielen bejahend aufgenommen wird. Ein Fazit bleibt schwierig zu bilanzieren. Tempo 30 Ja, bauliche Massnahmen, so wenig wie möglich. Folgend wird nun das Einwendungsverfahren bis im August eingeleitet, auch danach stehen noch viele weitere Behördengänge an, ehe es zu einer Verwirklichung kommen kann.