Im Herbst des kommenden Jahres finden im Thurgau die nächsten Gesamterneuerungswahlen statt. Die Mitte Thurgau, ehemals CVP, will dann endlich wieder einmal als Sieger hervorgehen. «Wir sind uns seit 40 Jahren gewohnt, als Verlierer da zu stehen. Jetzt wollen wir als Sieger wahrgenommen werden», sagt Beat Curau am Donnerstagabend, anlässlich des Parteitages der Mitte Thurgau in Hüttwilen. Er engagiert sich dahingehend als Wahlkampfleiter und sieht sich grossen Herausforderungen entgegenstehen. Nach unserem Namenswechsel sind wir wie eine neue Partei, eine Partei, die sich aufmacht, neue Wege zu gehen und erfolgreich zu sein. Wir wollen fortan mit unseren Auftritten überraschen, anders auftreten und insbesondere mehr junge Menschen abholen und in unsere Politik miteinbinden.» Curau betont, dass er alles Mögliche unternehmen wird, damit die Mitte diesen vorgegebenen Zielen gerecht werden kann. Doch sind in naher Zukunft auch Probleme zu bewältigen; denn, und dessen ist sich nicht nur die Parteileitung bewusst, fehlt es an Geld und so der Möglichkeit, einen erfolgreichen Wahlkampf zu bestreiten. «Die CVP hat es verpasst, eine gesunde, finanzielle Basis, zu legen», sagt Beat Curau zu den anwesenden 63 Stimmberechtigten.


Aufschwung dank Mitte(l)förderclub

So kommt jetzt Astrid Ziegler ins Spiel. Sie erklärt den Anwesenden was es mit der Neuaufgleisung des Mitte(l)förderclubs auf sich hat. «Mit so wenig Geld in der Kasse wird es schwierig vernünftig einen Wahlkampf zu führen. Wir wollen weg von der finanziellen Abhängigkeit Einzelner. Das Geld, welches wir hoffentlich mit unserem neuen Mitte(l)förderclub einnehmen, soll dann, nebst der Kantonalpartei, zum Teil auch an die Orts- und Bezirksparteien weitergegeben werden», sagt Ziegler. In den sozialen Medien, aber auch mit neuen Flyern und Prospekten, sollen Privatpersonen angesprochen werden. Was daraus resultieren soll, sind unter anderem jährlich stattfindende Clubfester für Familien.

Parolenfassung

Die 63 anwesenden Stimmberechtigten fassten zu den drei Abstimmungsvorlagen vom 15. Mai ihre Parolen. Zur «Änderung des Bundesgesetzes über die Filmproduktion und der Filmkultur (der Lex Netflix)», zur «Änderung des Bundesgesetzes betreffend der Transplantation von Organen, Geweben und Zellen (dem Transplantationsgesetz)», sowie zum «Bundesbeschluss betreffend Frontex» wird mit grosser Mehrheit ein Ja empfohlen.

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Überwiegend sind sich die Mitglieder der Mitte einig, was die Parolenfassungen betrifft.