Da sind sie, die ersten Kinder, welche mit Schraubenzieher versuchen eine Schraube in das Holz zu drehen. Ein kleiner Junge versucht sich gar mit Bohrmaschine, weiss jedoch nicht, wie der Bohrer darin arretiert wird. Gut steht der Vater zu Stelle, er kann das. Gross ist die Freude, als die Kinderbaustelle zur vierten Saison öffnet. Vereinspräsident Samuel Rissi lässt es sich hierbei nicht nehmen, eine kurze Ansprache zu halten und darin die Zusammenarbeit mit der Stadt Wil zu loben. «Von Beginn an geniessen wir eine äusserst breite Unterstützung unterschiedlichster Sponsoren und Institutionen. Im vergangenen Herbst konnten wir zudem mit der Stadt Wil eine Leistungsvereinbarung treffen, das freut uns ungemein». Dutzende Kinder und viele Eltern lassen sich die Eröffnung nicht entgehen, der Unterschied zu den vergangenen Jahren ist dabei, dass es für einmal trocken bleibt; Petrus sei Dank.

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Auch ein grosser Sandkasten gehört zur Wiler Kinderbaustelle. Hinten, die neue Sitzbank.


Über 4900 kleine Handwerker

In den ersten drei Jahren schliffen, bohrten und hämmerten über 4900 Kinder auf der Baustelle. Dass dies, für mindestens noch einmal drei Jahre lang ermöglicht wird, freut auch Stadtrat Dario Sulzer. Er darf bekannt geben, dass innerhalb der dreijährigen Leistungsvereinbarung mit der Stadt Will, jährlich ein Betrag von 35'000 Franken gesprochen werden wird. «Das sichert den Fortbestand dieser nicht unwichtigen und kindergerechten Institution», sagt Sulzer. Kaum gesagt, liegt es an ihm, das Band der Eröffnung zu durchschneiden. Es gelingt ihm natürlich und so steht einer regen Bautätigkeit nichts mehr Weg. Schon in den Wintermonaten waren die zuständigen Personen des Vereins Kinderbaustelle Wil daran, für neue Impulse zu sorgen. Samuel Rissi erklärt, dass neu eine grosse Holzsitzbank, eine kleine Bühne und Weiteres den Kindern zur Verfügung steht. Also, Schutzbrille auf und ab geht die Bohrmaschine.

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Wir war das nochmal? Der Bohrer muss in die Bohrmaschine.