Der Roman «Die letzten Eschen» spielt in einem Königreich, in dem die Bäume Träger der Magie sind. Doch nur die Nemeton – die Elite der Pflanzenkundigen – können diese Magie nutzen. Als eine Seuche ausbricht, macht eine junge Frau sich auf die Suche nach einem Heilmittel – und findet viel mehr als das.

Der neue Roman von Barbara Tapasco spielt in einer Fantasy-Welt. Aber er greift hochaktuelle Themen auf: die Seuche ist eines davon, ökologische Fragen sind ein anderes. Das Buch gründet auf der tiefen Liebe der Autorin zur Natur. Dabei faszinieren sie verschiedene Aspekte an Pflanzen, wie sie erzählt: «Bäume werden meistens unterschätzt. Dabei sind Pflanzen nicht nur fundamental für unsere ganze Existenz, sie können viele unglaubliche Dinge, zum Beispiel sich klonen und sich selbst heilen, einfach so. Sie kommunizieren miteinander mithilfe chemischer und elektrischer Signale und das konnten sie schon Millionen Jahre vor wir die E-Mail erfunden haben.»

Waldspaziergänge als Inspiration

Der Wald war für die Autorin schon immer ein inspirierender Ort. Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof in Eschenbach SG und durfte oft zum Spielen in den nahen Wald, wo sie zusammen mit ihren Geschwistern kleine Hütten für die Feen und Wichtel gebaut hat. Als Teenager spann sie während ihren Joggingrunden um den Siessenweier Geschichten. Einige davon haben sie so gepackt, dass sie sie aufschreiben musste.

Ähnlich war es dann auch bei ihrem aktuellen Roman. Während eines Waldspazierganges an ihrem derzeitigen Wohnort Bazenheid formte sich das erste Kapitel in ihrem Kopf. Sie eilte sofort nach Hause und hat Notizen genommen. Doch wieso hat sie daraus einen Fantasy-Roman geschrieben und nicht etwa einen Krimi? «Fantasy ist für mich wie ein Werkzeug, mit dem ich den Geist erweitern kann. Ich kann damit Dinge ausdrücken, für die mir sonst die Sprache fehlt, und Dinge erleben, die unmöglich sind.» Fantasy bietet aber auch einen Spiegel, um sich gleichzeitig spielerisch und ernst mit aktuellen Fragen zu beschäftigen. Die Frage, wie der Mensch mit der Natur umgeht, ob er sie zerstört oder sich ihr auf Augenhöhe nähert, durchzieht den Roman.

Lieber keine Weltherrschaft

Barbara Tapasco hat ihren Roman in einer typischen Fantasy-Welt angesiedelt. Es gibt dort Bäuerinnen, Magier und einen König. Sie selbst möchte jedoch keine Königin sein. «Wenn ich Weltherrscherin wäre», erklärt sie lachend, «dann würde ich als erstes eine vernünftige, weise Person suchen, die das Regieren für mich übernimmt. Denn sonst hätte ich ja keine Zeit mehr, Fantasy-Bücher zu schreiben.» Wenn sie nicht gerade an einer neuen Geschichte sitzt, arbeitet sie als Primarlehrerin in Wil SG. Und das findet sie 1000mal besser als die Weltherrschaft. Um den Austausch mit anderen Autoren und Autorinnen zu pflegen, ist sie aktives Mitglied im Verein Schweizer Phantastikautor*innen (VSPA). Ihr Buch wird deshalb an der Fantasy Basel, die vom 26.-28. Mai stattfindet, am Stand der VSPA auffliegen. Ansonsten kann man es auch beim Verlag beziehen unter totechöpfli.ch.