Die seelsorgerische Betreuung bei der Kath. Kirchgemeinde Niederwil erhielt im abgelaufenen Jahr eine personelle Auffrischung. An der Kirchgemeindeversammlung vom Sonntag in der Kirche Niederwil stellte Kirchverwaltungspräsident Karl Schönenberger fest, dass sich die neuen Gesichter mit Pfarreibeauftragter Eric Jankovsky und Pater Gregory Polshetti als neuer Pfarradministrator im Seelsorgeteam gut einfügen. Die Rechnung 2017 mit einem Plus von 10'500 Franken und das Budget bei gleichbleibendem Steuerfuss von 29% und einem Defizit von 22'200 Franken wurden ohne Diskussion und Gegenstimme angenommen.Obwohl es an der Kirchbürgerversammlung in erster Linie um die Abnahme der Jahresrechnung und die Zustimmung zum neuen Budget geht, standen die Neuorganisation in der Seelsorgeeinheit
und die personellen Veränderung im Seelsorgeteam im Zentrum. Präsident Karl Schönenberger informierte in der Eröffnung der Kirchgemeindeversammlung ausführlich über die Neuerungen.

Zweckverband eine organisatorische Notwendigkeit
Schönenberger begründete die Schaffung des Zweckverbandes über die Seelsorgeeinheit mit dem Verbandsdekret des Kath. Konfessionsteils. Das Seelsorgeteam ist bekanntlich über alle drei Pfarreien, Oberbüren, Niederbüren und Niederwil tätig und ist deshalb neu beim Zweckverband angestellt. Dazu gehören auch die Mitarbeitenden für den Religionsunterricht, die ERG-Kirche und die kirchliche Jugendarbeit. Einzig das Mesmerteam und die Organisten stehen im Anstellungsverhältnis der Kirchgemeinde.

Die Organe des Zweckverbandes sind die Delegiertenversammlung (je vier Vertreter aus den drei Kirchgemeinden), der Verwaltungsrat (Je zwei Vertreter aus den Kirchgemeinden). Zum Präsidenten wurde Richard Holenstein, Kirchverwaltungspräsident von Niederbüren bestimmt. Die Kosten werden zur Hälfte gleichmässig unter die drei Kirchgemeinden aufgeteilt. Die zweiten 50% werden nach Anzahl Katholiken den Kirchgemeinden belastet.

Veränderungen im Pastoralteam
Der Vorsitzende informierte weiter über die Veränderungen im fünfköpfigen Pastoralteam. Dem Wechsel von Rolf Tihanyi in die Seelsorgeeinheit „Mittleres Fürstenland“ folgte im August die Anstellung des Theologen Eric Jankovsky aus Winterthur, der seit August 2017 als Pfarreibeauftragter wirkt mit Büro im Pfarrhaus Niederwil.

Ein Wechsel gab es weiter beim Pfarradministrator. Pater Erich Schedler gab anfangs Februar 2018 aus gesundheitlichen Gründen die Leitung an Pater Gregory Polishetti weiter. Er bleibt der Seelsorgeeinheit jedoch als Kaplan erhalten. Schönenberger betonte, dass die seit dem Jahr 2000 laufende Zusammenarbeit mit den Pallotinerpatres einmal mehr eine optimale Lösung ermöglicht habe. Wegziehen in Folge Studium am Religionspädagogischen Institut an der UNI Luzern wird Valentina Kovacevic. Verstärkung gibt es beim Mesmerteam mit Luzia Allenspach, welche seit August 2017 als zweite Stellvertretung eingesetzt ist.

Gesprächsrunde mit der Reformierten Kirchgemeinde Flawil
Die Kath. Kirchgemeinde Niederwil und die Evang. Kirchgemeinde Flawil wollen enger zusammenarbeiten. Die beiderseits sinkenden Zahlen der Christen wie auch konfessionell gemischte Familien bedürften einer Neuorientierung in der Zusammenarbeit. Die Ideenrunde ist nach Schönenberger am Laufen, erste Umsetzungen sollen im 2019 stattfinden.

Ertragsüberschuss statt Defizit bei der Rechnung 2017
Statt dem budgetierten Defizit von 12'790 Franken schloss die Rechnung 2017 mit einem Plus von 10'554 Franken ab. Während der Gesamtaufwand rund 13'000 tiefer ausfiel, stieg der Ertrag um 10'000 Franken, in verschiedenen Positionen begründet. Der Steuerertrag von 482'000 Franken wurde punktgenau erreicht. Finanzausgleichsbeiträge fielen in der Höhe von 147'100 Franken an. Der Ertragsüberschuss wird der allgemeinen Reserve gutgeschrieben. Das Verwaltungsvermögen sank ob getätigten Abschreibungen um 115'000 Franken auf neu 1,01 Mio. Franken. Die Abnahme erfolgte ohne Gegenstimme.

Budget mit Defizit
Der Voranschlag mit einem Gesamtertrag von 713'670 Franken steht dem Gesamtaufwand von 735'915 gegenüber, was ein Defizit von 22'245 Franken ergibt. Der Aufwand steigt gegenüber dem Budget 2017 um 15'000 Franken, der Ertrag wird um 5'000 Franken ansteigen. Die Veränderungen ergeben sich aus kleinen Veränderungen in verschiedenen Konten, so auch neuen Kosten aus dem Zweckverband.

Bei den Abschreibungen ergibt sich eine Reduktion von 5'800 Franken auf neu 123'200, da die Sanierung des Pfarrhauses komplett abgeschrieben ist. Der Steuerfuss bleibt bei 29%. 20% ist die ordentliche Kirchensteuer, 5% beträgt die Bausteuer (Kirchenerneuerung) und 4% wird als Zentralsteuer erhoben. Budget und Steuerfuss wurden ohne Gegenstimme angenommen.

Die Allgemeine Umfrage konnte Präsident Karl Schönenberger ohne Beitrag seitens der 43 anwesenden Kirchbürger schliessen.