Der Parademusik-Wettbewerb im zweiten Teil des Kreismusiktages war einmal mehr ein Publikumsmagnet. Links und rechts der Marschstrecke auf der Bahnhofstrasse in Uzwil verfolgten bei sonnigen Wetterverhältnissen Hunderte die Auftritte der elf Musikvereine. Die attraktiven Vorführungen waren für das Publikum der Höhepunkt des Musikfestes. Jeder Verein wurde mit grossem Applaus belohnt. Sieben Vereine wählten die traditionelle Ausführung, vier die aufwendigere Disziplin Parademusik mit Evolutionen. Eine Jury mit den Experten Suso Mattle, Fabian Wohlwend und Daniel Bichsel bewertete die Vorträge nach den musikalischen Kriterien, der Marschdisziplin und dem Gesamteindruck.

Attraktive Darbietungen
Die MG Bichwil-Oberuzwil, die MG Niederhelfenschwil, die MG Oberbüren und der Musikverein Uzwil-Henau wählten die Ausführung mit Evolution. Sie zeigten zum Teil neue, attraktive Marsch- und Showelemente. Die organisierende Jugendmusik Uzwil unter der Leitung ihres Dirigenten Patrick Schinnerl eröffnete die Konkurrenz der traditionellen Parademusik, allerdings ohne Bewertung. Ebenfalls in traditioneller Form marschierten die Harmoniemusik Flawil, die Spielgemeinschaft BM Jonschwil / Lütisburg, die Brass Band Zuckenriet, die Bürgermusik Zuzwil, die Stadtharmonie Wil und die Musig Lenggenwil. Bei den Evolutionen kamen noch die Beurteilung der Choreografie und der Synchronisation dazu. Die Experten bewerteten die Darbietungen nach den neuen Regeln des Musikverbandes. Es konnte im Maximum eine Punktzahl von 100 erreicht werden.

Vielfältige Parademusik
Als erster Verein mit Bewertung trat die Harmoniemusik Flawil unter der Leitung von Michael Müller mit dem Marsch „Rumisberger Marsch“ vor die Jury und das Publikum. Die Spielgemeinschaft Jonschwil / Lütisburg unter der Leitung von Franz Sutter wählte das Stück „Ruetz Marsch“. In dieser Zusammensetzung nahm sie sowohl beim Kreis Toggenburg wie auch im Kreis Wil teil. Die MG Bichwil-Oberuzwil mit Dirigent Dominik Eugster bewegte sich mit „Wetter-Fest“ und Evolutionen durch das Publikum und wurde mit dem 2. Rang belohnt. Die Brass Band Zuckenriet bot unter der Stabführung von Sepp Zürcher mit dem Marsch „Vivat Lucerna“ eine tolle Leistung und gewann den Pokal. „Schwarze Patten“ hiess das Stück, mit dem die Bürgermusik Zuzwil unter der Leitung von Bruno Ritter in traditioneller Form marschierte.

Uzwil-Henau überraschte
Als mehrmalige Gewinner des Wettbewerbs mit Evolutionen starteten die Musikantinnen und Musikanten der MG Niederhelfenschwil. Sie zeigten auch diesmal eine beachtenswerte Show, die jedoch nicht für eine Titelverteidigung reichte. Andreas Signer führte die Stadtharmonie Wil an, die den Marsch „Albula“ spielte. Für ihre Darbietung mit Evolutionen wählte die von Patrik Arnold dirigierte MG Oberbüren das Stück „MGO Street Show“, das für sie zum Jubiläum komponiert wurde. Für Aufsehen sorgte auch die Musig Lenggenwil, welche unter Josef Meienhofer mit ihrem traditionelle Vereinsmarsch „Musig Lenggenwil“ überzeugte und ebenfalls zusammen mit Zuckenriet für den ersten Rang gut war. Als letzte Formation war der MV Uzwil-Henau mit Fabian Wirth an der Reihe. „Vereint durch Spiel, Schritt und Gesang“ war ihr Motto. Mit einer überzeugenden Leistung gewann der Verein überlegen den Pokal.

Rangliste

Parademusik mit Evolution
1. Rang: MV Uzwil-Henau, 91,67 Pt.; 2. MG Bichwil-Oberuzwil, 90 Pt.; 3. MG Niederhelfenschwil, 89,67 Pt.; 4.MG Oberbüren, 87,67 Pt.

Parademusik traditionell
1. Rang: MG Zuckenriet und Musig Lenggenwil, je 91 Pt.; 3. Stadtharmonie Wil und HM Flawil, je 86,67 Pt.; 5. Jonschwil / Lütisburg, 83 Pt.; 6. Bürgermusik Zuzwil 82,67 Pt.