Aktuelle Situation

Die Kindergarten- und Primarschulkinder aus Dietschwil und die Kindergartenkinder aus Müselbach besuchen momentan die Schule in Dietschwil. Sie wird aktuell mit einem Kindergarten sowie einer Unter- und einer Mittelstufe im Mehrklassensystem geführt. Auf Grund der zukünftigen zu erwartenden Anzahl an Klassen und Klassengrössen in Verbindung mit dem vorhandenen Schulraum in Dietschwil ist eine Weiterführung des jetzigen Zustandes spätestens ab Sommer 2024 nicht mehr möglich. Grund dafür ist die dazumal hohe Anzahl an Kindergartenkin- der von Dietschwil und Müselbach und der tiefen Anzahl an Primarschulkinder aus Dietschwil. Mit der Beibehaltung des jetzigen Zustandes würden die Schulkinderzahlen am Schulstandort Dietschwil jährlich stark schwanken. Diese können mit dem heutigen System nicht aufgefangen werden. Eine Sicherstellung des Beschulungsortes oder eine Planungssicherheit sind damit nicht gegeben. Dies hätte zur Folge, dass der Beschulungsort der Schulkinder alljährlich überprüft und definiert werden müsste. Eine solche Unbeständigkeit und Unsicherheit in Bezug auf den Beschulungsort ist weder im Sinn der Kinder, noch der Eltern, noch der Schule.

Einführung Basisstufe

Der Schulrat beabsichtigt deshalb, in Dietschwil die Basisstufe mit den Schulkindern aus Dietschwil einzuführen und die Schulkinder aus Müselbach von Anfang an in Kirchberg einzuschulen. Die Basisstufe setzt sich aus Kindern des Kindergartens und der ersten und zweiten Primarklasse zusammen. Dadurch können die jährlichen Schwankungen der Schulkinderzahlen aufgefangen werden. Dies infolge der flexiblen Klassengrösse dieser Beschulungsform. Ab der dritten Primarklasse würden dann die Schulkinder aus Dietschwil in Kirchberg beschult und mit dem Schulbus transportiert werden. Die Einführung einer Basisstufe ist bewilligungspflichtig. Ein entsprechendes Gesuch wurde beim Kanton eingereicht.

Einführung mit Übergangsphase für Kindergartenkinder aus Müselbach

Ab Sommer 2023 soll in Dietschwil die Basis- stufe eingeführt werden. Wie erwähnt, werden zurzeit in Dietschwil auch die Kindergartenkinder aus Müselbach beschult. Dies soll auch für das kommende Schuljahr belassen werden. Die Kindergartenkinder aus Müselbach würden somit diesen Sommer normal in Dietschwil eingeschult und könnten die zwei Jahre Kindergarten auch dort abschliessen. Damit soll verhindert werden, dass sich die Kinder kurzfristig umstellen müssen, da sie sich teilweise bereits auf den Kindergarten Dietschwil eingestellt haben. Ab Sommer 2023 würden dann die neuen Kindergartenkinder aus Müselbach den Kindergarten in Kirchberg besuchen.

Die Kinder aus Dietschwil könnten weiterhin die ersten Schuljahre in ihrem Dorf absolvieren. Gleichzeitig entfiele für die Schulkinder aus Müselbach ein Schulortswechsel nach dem Kindergarten. Der Schulrat erachtet die Einführung der Basisstufe deshalb als eine sinnvolle, tragfähige und zukunftsgerichtete Lösung, auch für den Schulstandort Dietschwil.

Beschulung der 5. und 6. Primar­klassenkinder ab neuem Schuljahr in Kirchberg

Die offene Stelle einer Mehrklassenlehrperson in Dietschwil konnte nicht besetzt werden. Deshalb werden die neuen 5. und 6. Primarklassenkinder aus Dietschwil ab dem neuen Schuljahr in Kirchberg beschult. Dazu wer- den sie in die bestehenden Klassen in Kirchberg integriert. Sie werden mit dem Schulbus transportiert. Die bestehende Mehrklasse der ersten bis dritten Primarklasse soll befristet für das Schuljahr 2022/2023 um die vierte Primarklasse erweitert werden. Dies infolge des aktuellen Schulraummangels in Kirchberg, der im Lauf des neuen Schuljahres mit der Realisierung des Provisoriums entschärft wird. Auch hier wurde ein entsprechender Antrag beim Kanton eingereicht.

Basisstufe

Die Basisstufe ist ein integratives (eingliederndes) Organisationsmodell. Sie beinhaltet bzw. verbindet die beiden Kindergartenjahre und die ersten zwei Jahre der Primarschule. Die Klasse wird von mindestens zwei Lehrpersonen unterrichtet. Sie begleiten die Kinder während der vier Jahre. Die Lernumgebung in der Basisstufe ist vielfältig. Die Kinder erhalten dabei differenzierte Angebote, wobei der Übergang von spielerischen Tätigkeiten zum aufgabenorientierten Lernen fliessend erfolgt. Die Kinder werden in flexiblen, altersgemischten Lerngruppen unterrichtet. Massgebend dafür ist der Entwicklungs- und Lernstand der Kinder, nicht ihr Alter.