Die SP greift bei den Erneuerungswahlen Ende September ordentlich an. Das ist das Fazit der Nominationsversammlung, welche am Donnerstagabend im Gewölbekeller des Hof zu Wil stattgefunden hat. Bereits seit geraumer Zeit ist bekannt, dass Stadtrat Dario Sulzer zusätzlich für das Stadtpräsidium kandidiert. Vor der offiziellen Nomination sagte er, dass Wil ein «Update» brauche und ein Ruck durch die Stadt gehen soll. «Wir brauchen eine schöne Allee, eine grosszügige Bahnhof-Unterführung und einen würdigen Bahnhof. Wil soll eine Stadt sein, die lebt», so Sulzer.

Wenig überraschend will die Partei den Schulratssitz verteidigen. Dies wird nötig, weil Schulrätin Miriam Schildknecht, seit 2015 im Amt, tritt nicht mehr antritt. In die Fussstapfen soll Albertina Palushi treten. Sie ist die Schwester des ehemaligen Stadtparlamentariers Arber Bullakaj, der als Leiter des Wahlteams amtet. Albertina Palushi ist Mutter von drei Kindern und hat die ersten zehn Jahres ihres Lebens im Kosovo verbracht, ehe sie in die Schweiz kam und nun seit 26 Jahren hier lebt. Albertina Palushi will erreichen, dass alle die gleichen Rechte auf eine gute Bildung haben. Der Musikunterricht soll zum Standartunterricht werden. Zudem will sie sich für den Ausbau der Tagesstrukturen einsetzen. 

Post inside
Während Dario Sulzer Wiler Stadtpräsident werden möchte, kandidiert Albertina Palushi für den Schulrat.


Mehr Frauen als Männer

Im Stadtparlament möchten die «Roten» zulegen. Zu den bisherigen sechs Sitzen sollen zwei dazukommen. Einer soll von der Juso gewonnen werden, welche das erste Mal mit einer eigenen Liste antritt. 20 Namen stehen auf jener Liste. Die SP geht eine Listenverbindung mit den Jungsozialisten ein und würde mit ihr eine Fraktion bilden. Somit steigt das linke Lager mit 60 Personen in den Wahlkampf.

Apropos «das erste Mal»: Es ist eine Premiere, dass die SP mit einer vollen Liste antritt. Alle «Bisherigen» sind wieder dabei. Da eine leichte Mehrheit der Kandidatinnen und Kandidaten Frauen sind, beginnt und endet die Liste mit je einer Frau und wechselt dazwischen unter den Geschlechtern ab. «Die Liste ist die Stadt Wil im Miniaturformat», sagt Arber Bullakaj.

Sie kandidieren für die SP für das Stadtparlament:
- Silvia Ammann (bisher)
- Christof Kälin (bisher)
- Dora Luginbühl (bisher)
- Mark Zahner-Jöhl (bisher)
- Susanne Gähwiler (bisher)
- Valeska Stolz (bisher)
- Betim Salija (neu)
- Anja Bernet (neu)
- Mathias Schlegel (neu)
- Susanne Alfermann (neu)
- Rino Scherrer (neu)
- Evelina Brecht (neu)
- Manuel Nick (neu)
- Valentina Kovacevic (neu)
- Marco Huber (neu)
- Drita Syla (neu)
- Tobias Kälin (neu)
- Mónica Venier Döbelin (neu)
- Michel Ketterle (neu)
- Arbnore Caushi (neu)
- Jürg Kummer (neu)
- Doris Rüegg Malgaroli (neu)
- Felix Schneider (neu)
- Mirta Sauer (neu)
- Wanda Mäder (neu)
- Antonios Droumakas (neu)
- Ute Beck (neu)
- Milena Keller (neu)
- Samuel Lukas Rüegg (neu)
- Amra Cehic (neu)
- Ivo Senn (neu)
- Geraldine Diggelmann (neu)
- Jens Sturm (neu)
- Ruth Laura Fröhlich (neu)
- Harald Kulmitzer (neu)
- Sandra Dal Molin (neu)
- Urs Ledergerber (neu)
- Aina Braun-Mäder (neu)
- Felix Schönenberger (neu)
- Rebekka Frey (neu)