Kiesgruben bieten eine grosse Chance zur Verbesserung der heimischen Biodiversität. So auch das Gebiet Wiesgraben-Riedenboden-Chalchbüehl der Firma Holcim in der St. Galler Gemeinde Kirchberg: Zahlreiche seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten bewohnen die vielfältigen Lebensräume auf dem Werkareal. Eine Besonderheit ist die Kreuzkrötenpopulation, die im Kanton St. Gallen eine Seltenheit ist. Am heutigen Informationsanlass überreichte Alfred Kuster, Auditor bei der Stiftung Natur & Wirtschaft, dem Werksleiter Andreas Brändle die Urkunde.

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Zertifikat der Stiftung Natur & Wirtschaft


Seltene Arten freuen sich über Pionierflächen

Im Auftrag von Holcim gestaltet und pflegt Bruno Schättin, ökologischer Begleiter des Werks Kirchberg, die verschiedenen Naturflächen und beobachtet das Leben der Tiere und Pflanzen im Gebiet. “Hier lebt die grösste und wichtigste Kreuzkröten-Population des Kantons St. Gallen. Aber auch die bedrohten Gelbbauchunken und Teichmolche bevölkern die verschiedenen Laichgewässer und Landlebensräume.” Er freut sich über die Auszeichnung: “Dank unseres Amphibien-Förderprojektes haben sich die tiefen Bestände erholt und vermehren sich heute erfolgreich.” Doch nicht nur Amphibien schätzen den Lebensraum. Uferschwalben brüten in einer Sandlinse im Kiesabbaugebiet und mit etwas Glück entdeckt man in den Pionierflächen Feldhasen und Hermeline. Auf den Ruderalflächen locken Blütenpflanzen die verschiedensten Insekten an. Wer genau hinschaut, findet sogar seltene Orchideen. Neben den zahlreichen Massnahmen zur Förderung der Artenvielfalt nennt Schättin einen weiteren wichtigen Erfolgsfaktor: “Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) des Kantons unterstützt die Projekte finanziell, Holcim trägt mit Material und Maschinen zum Erfolg der Massnahmen bei. Wir haben eine hervorragende Zusammenarbeit!”

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Begrüssungsrede Bruno Schättin, ökologischer Begleiter der Kiesgruben
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Begrüssungsrede Roman Habrik, Gemeindepräsident Kirchberg


Feierliche Zertifikatsübergabe

Am heutigen Informationsanlass überreichte Alfred Kuster, Auditor bei der Stiftung Natur & Wirtschaft, dem Werksleiter Andreas Brändle die Auszeichnung. Roman Habrik, Gemeindepräsident in Kirchberg, freut sich: “Die Zusammenarbeit mit Hocim ist sehr unkompliziert und der Kiesabbau in der Bevölkerung der Gemeinde Kirchberg seit Jahren gut akzeptiert. Dazu hat die Hocim mit ihrem vielfältigen Engagement und dem vorbildlichen Interessenausgleich zwischen Wirtschaft und Ökologie viel beigetragen.” Die feierliche Zertifikatsübergabe fand im Rahmen einer thematischen Führung durch das Areal statt.

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Die Zertifikatsübergabe fand im Rahmen einer thematischen Führung durch die Naturareale statt.