Im Gemeinderat will die SVP den Sitz von Hermann Baumgartner verteidigen. Hermann Baumgartner, IT-Spezialist, ist momentan das amtsälteste Mitglied der Behörde. Er gehört dem Gemeinderat seit 2003 an. an. Er ist Stellvertreter des Gemeindepräsidenten, Präsident der Jugendkommission und Mitglied der Baubehörde. Sein Nachfolger soll, geht es nach der SVP, Jacques Breitenmoser, ein Gewerbetreibender aus Kirchberg, werden. Breitenmoser ist 41 Jahre alt und führt seit 20 Jahren das vom Vater übernommene Malergeschäft. Nach eigenem Bekunden ist es ihm wichtig, die Interessen des Gewerbes zu vertreten und sich beispielsweise für die Vergabe von Aufträgen an Unternehmen in der Gemeinde einzusetzen. Auch sieht er im Kontakt zwischen Bevölkerung und Behörde und in der Kommunikation durch den Gemeinderat Verbesserungsmöglichkeiten.

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Hermann Baumgartner (links) ist seit 2003 SVP-Vertreter im Gemeinderat. Er soll durch Jacques Breitenmoser ersetzt werden.


Kampfwahlen sind absehbar

Weil in allen drei Gremien, Gemeinderat, Schulrat und GPK, bereits jetzt mehr Kandidaten nominiert worden sind als Sitze zu besetzen sind, kommt es im Herbst zu Kampfwahlen. Die SVP mischt im Schulrat und in der GPK selber mit, indem sie Kandidaten nominiert hat, obwohl sie bisher in den beiden Gremien nicht vertreten war. Linus Thalmann zeigte sich erfreut, dass in Kirchberg das Interesse an öffentlichen Ämtern vorhanden sei und das Parteileben spiele.

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Markus Keller ist für den Schulrat portiert worden.


Ein Organisationsfachmann für den Schulrat

Die Zukunft des Schulrates Kirchberg ist ungewiss. Die vorgeschlagene Neuorganisation ist von den Bürgern abgelehnt worden. Was der nun in Auftrag gegebene Vorschlag für Veränderungen bringen wird, ist unklar. Sicher ist aber, dass für die neue Amtsdauer alles beim Alten bleibt. Was die SVP bewogen hat, nach einem Interessenten für das Amt eines Schulrates Ausschau zu halten. In Markus Keller, einem 63-jährigen Ingenieur aus Bazenheid, ist sie fündig geworden. Der Nominierte bezeichnete sich als Neuzuzüger. Im Toggenburg habe er gegenüber Wallisellen mit seiner Fluglärmplage mehr Lebensqualität gefunden. Er reise gern, sei extrem neugierig und verfüge über grosse Erfahrung im Organisationswesen.

Er wurde ebenso einstimmig nominiert wie vor ihm der Gemeinderatskandidat und nach ihm die beiden Bewerber für die GPK, Sandro Götschi und Marc Keller. Sandro Götschi ist Bauführer, verheiratet und Vater von vier Kindern. Marc Keller, ein junger Kandidat mit Jahrgang 2000, arbeitet als Privatkundenberater auf einer Bank.

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Parteipräsident Linus Thalmann zur Fernwärme-Diskussion: «Ich möchte um jeden Preis verhindern, dass die SVP zum «Totengräber» des Projektes wird.»


Fernwärme: Ein heisses Thema

Während die Nominationen zügig über die Bühne gingen, wurde im Anschluss über eine Stunde lang engagiert über das Fernwärmeprojekt diskutiert. Den Stein des Anstosses bildete ein à-fonds-perdu-Betrag von 533'000 Franken, welchen die Gemeinde Kirchberg der Betreiberfirma des Fernwärmeprojektes RWT gewähren will. Alle Votanten betonten, das Projekt müsse unter allen Umständen realisiert werden. Den Energieüberschuss des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) gelte es zu nutzen. Der Beitrag der Gemeinde von über einer halben Million Franken stelle aber eine Wettbewerbsverzerrung dar. Er sei eine Ungleichbehandlung gegenüber den bereits ohne Gemeindegelder realisierten Fernwärmeprojekten in der Gemeinde. Linus Thalmann und die SVP-Mitglieder betonten, sie wollten nicht «Totengräber» des Projektes sein. Ihnen schwebt die Realisierung über eine Leistungsvereinbarung mit der RWT vor. Nach der öffentlichen Informationsversammlung vom kommenden Donnerstag werden sie weiter beraten.