Ihr habt an der Robotik-Olympiade teilgenommen. Seit wann interessiert ihr euch für das Thema?

Damian: Bei mir ist das seit der zweiten Oberstufe der Fall, als wir von unserem damaligen Informatik-Lehrer Stefan Gemperli mit Legorobotern in das Thema eingeführt wurden. Erst da ist mein Technikinteresse richtig aufgekommen.

Philipp: Ich habe schon seit der Primarschule hin und wieder Legoroboter programmiert. Wie Damian ist mein Interesse aber erst in der Oberstufe richtig geweckt worden.

Was fasziniert euch so besonders daran?

Damian: Ich finde insbesondere das Entwickeln des Roboters spannend, mit dem ganzen Bau und Programmierprozess. Man hat hinterher einen funktionierenden Roboter, der schnell und effizient die Aufgaben lösen kann – und es macht einfach Spass, ihm dabei zuzuschauen.

Philipp: Mich fasziniert bei diesem Wettbewerb, wie das Programmieren und Konstruieren miteinander harmonieren müssen, damit am Schluss ein zuverlässiger Roboter entsteht. Natürlich ist auch der effiziente Roboter, der die ganze Aufgabe fehlerfrei löst, am Schluss genauso interessant.

Verbringt ihr auch eure Freizeit mit Programmieren?

Damian: Die ganze WRO ist ein Hobby. Dort bauen und programmieren wir alles in unserer Freizeit. Ansonsten spiele ich noch Unihockey in einem Verein, fahre Motorrad und im Winter stehe ich auf den Skiern.

Philipp: In meiner Freizeit verbringe ich schon eine gewisse Zeit mit programmieren und konstruieren für die WRO. Davon abgesehen investiere ich aber ebenfalls viel ins Programmieren. Daneben bin ich Pfadileiter und spiele bei der Flawiler Guggenmusik. Im Winter verbringe ich viel Zeit auf dem Snowboard.

Ihr habt den vierten Platz belegt. Hättet ihr damit gerechnet?

Damian: Nein, überhaupt nicht. Wir konnten das erste Mal an die Weltmeisterschaft und haben somit das Ziel gesetzt, wenigstens ein bisschen mithalten zu können. Primär haben wir uns vorgenommen, in der oberen Hälfte der Rangliste zu landen. Somit war dieser vierte Platz eine grosse Überraschung.

Philipp: Das sehe ich genau so. Nach dem ersten Wettbewerbstag, als wir den siebten Platz belegten, konnte ich mir aber schon einen Platz unter den Top-20 vorstellen.

Wie habt ihr die Olympiade erlebt?

Damian: Für mich war das ein Riesenerlebnis. Angefangen mit der Regionalausscheidung, dann die Schweizermeisterschaft und jetzt der grosse Abschluss der Saison mit der Weltmeisterschaft. Auf diesem Weg habe ich auch immer andere Leute kennengelernt, was auch eine interessante Erfahrung war.

Philipp: Mir hat die ganze Reise und der Wettbewerb selbst sehr gefallen. Immer war etwas los. In der Schweizer Delegation konnte man immer über etwas lachen.

Welche Aufgaben haben euch besonders gefordert?

Philipp: Die normale Aufgabe haben wir schon im Vorfeld lösen können. Auch die Zusatzaufgabe, die erst beim Wettbewerb bekannt wurde, stellte für uns keine grosse Herausforderung dar. Bei der zweiten Tages-Challenge war es aber schwieriger, viele Punkte zu holen, da sie aus sehr vielen Teilaufgaben bestand. Dafür mussten wir zusammen möglichst viel in kurzer Zeit fehlerfrei programmieren.

Damian: Den Roboter möglichst genau einzustellen und zu programmieren, hat uns sehr gefordert. Weil er aus Lego besteht, machen kleine Fehler sehr viel aus. Wir mussten lange üben, um ihn möglichst perfekt hinzubekommen.

Wie war das Zusammensein unter so vielen Gleichgesinnten?

Philipp: Es machte mir sehr viel Freude, mit den anderen Teams zu sprechen, da sie alle auch offen sind. Zusätzlich konnten man gut über die Probleme mit den Legorobotern sprechen, denn sie verstanden diese genauso gut.

Damian: Es war eine interessante, spannende, aber auch lustige Zeit. Wir verstanden uns mit vielen gut und erfuhren, wie es ist, in anderen Ländern zu leben. Dies hat mich sehr beeindruckt.

Geht auch eure Berufswahl in diese Richtung?

Damian: Ich mache zurzeit eine Ausbildung als Elektroinstallateur EFZ bei der Firma Bossart und Kuhn AG.

Philipp: Ja; im Moment schliesse ich mein letztes Schuljahr an der Kanti mit Schwerpunkt Physik und Anwendung der Mathematik ab. Nachher – nach einem Zwischenjahr im Zivildienst – möchte ich an die ETH für ein Studium in Elektrotechnik oder Maschinenbau.