Was bedeuten Ihnen das Radfahren und die anspruchsvollen Velotouren?

Babetta Schefer: Mit dem Radfahren habe ich angefangen, als ich etwa 35 Jahre alt war. Dieses Hobby bedeutet mir viel, denn ich fahre allein und kann dabei abschalten. Das Erleben der Landschaft ist ein Genuss, bei dem ich mich erholen kann. Das Velofahren empfinde ich auch als Herausforderung, denn ich möchte immer ein bisschen mehr.

Welches war für Sie die eindrücklichste Radtour?

Babetta Schefer: Vor acht Jahren fuhr ich mit meinem Rennrad das Toggenburg hinauf und dann nach Grabs hinunter, wo ich aufgewachsen bin. Nachher kämpfte ich mich durch das Fürstentum Liechtenstein hinauf bis zur Alp Malbun und sah unterwegs auch das fürstliche Schloss. Den Rückweg wählte ich über Altstätten im Rheintal und den Stoos via Herisau zurück nach Balterswil. Ich war neun Stunden unterwegs und legte gut 180 Kilometer zurück mit enormen Höhenunterschieden.

Wie trainieren Sie und wie bereiten Sie sich auf die grossen Radtouren vor?

Babetta Schefer: Am liebsten mache ich täglich eine Radtour von etwa 50 Kilometer, jedoch mindestens viermal pro Woche. Alles geht nach Lust und Laune. Ich entscheide mich immer kurzfristig. Karte und GPS sind für mich keine Themen. Am ehesten fasse ich am Sonntag einen Plan. Weil mein Rennrad dünne Pneus hat, ziehe ich geteerte Routen vor. Veloferien habe ich nur einmal gemacht, nämlich vor drei Jahren in Spanien.

Wie begegnen Sie den Gefahren, denen Sie beim Radeln ausgesetzt sind?

Babetta Schefer: Man muss stets aufpassen, denn es kann immer etwas passieren. Deshalb halte ich mich an die Verkehrsregeln. Nerven braucht es, wenn sich Hunde auf der Strasse befinden. Auch das Leiden gehört zu meinem Sport. Wenn ich nicht mehr mag, kehre ich um. Das Velo bergauf zu stossen, kommt für mich nicht in Frage.

Welche Radtouren planen Sie für die Zukunft?

Ich möchte gerne nach Starkenbach im oberen Toggenburg radeln und von dort die Vorder Höhi  – 1533 Meter über Meer – überqueren und nach Amden hinunter fahren. Ob ich dann den Rückweg von der Linthebene über den Ricken oder durch das Tösstal nehme, weiss ich noch nicht. Wenn ich diese Tour mit Begleitung unternehmen könnte, würde mich das freuen. Ich bin stolz darauf, dass ich den Radsport in meinem Alter ohne E-Bike ausüben kann und meine Ausdauer sogar noch steigern konnte.