Anfang April haben die Technischen Betriebe Flawil (TBF) mit der Altlastensanierung der Glattböschung begonnen. Nun stehen sie kurz vor dem Abschluss, wie die Gemeinde Flawil mitteilt. Auf dem Gelände in Oberglatt verarbeitete das Flawiler Gaswerk während Jahrzehnten Steinkohle zu Gas. Dabei wurden die Produktionsabfälle zum Teil auf dem Areal deponiert. Nach der Stilllegung 1969 blieb das Endlager im Boden. 

In einem ersten Schritt musste die Böschung zwischen der heutigen Erdgas-Druckreduzierstation und der Glatt gerodet werden, danach wurde sie Schicht um Schicht abgetragen. Der belastete Aushub wurde nach Verschmutzungsgrad sortiert und den dafür zertifizierten Entsorgungsstellen übergeben. Das am stärksten belastete Erdreich wurde zur korrekten Entsorgung bis in die Niederlande transportiert. Mit regelmässigen Bodenproben und labortechnischen Untersuchungen wurde sichergestellt, dass insgesamt 1231 Tonnen belastetes Erdreich beseitigt wurden.

Mit frischem Erdmaterial aufschütten

Aktuell wird die Böschung mit frischem Erdmaterial aufgeschüttet. Beim Abtragen des belasteten Erdreichs sind tiefe Löcher entstanden, die wieder aufgefüllt werden müssen, damit die Böschung in den kommenden Monaten und Jahren nicht in die Glatt erodiert. Nach der Aufschüttung wird die Böschung neu bepflanzt. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Glattböschung aus dem kantonalen Kataster der Altlasten gelöscht. (pd)