Nicht nur Marcel Wagner aus Niederbüren darf sich über diesen Erfolg freuen, sondern auch sein Lehrbetrieb – die Schreinerei Egli in Niederstetten: Denn der 20-Jährige ist nun Mitglied der Schweizer Schreiner-Nationalmannschaft. Denn an seiner Teilnahme an den regionalen Schreinermeisterschaften hat der Niederbürer den dritten Platz belegt und hat sich damit für die Nationalmannschaft qualifiziert. Er selbst hat laut einer Pressemitteilung des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) gehofft unter die besten Zehn zu kommen. «Der Wettkampf ist mir nicht schlecht, aber auch nicht gut gelaufen», sagt der 20-Jährige, der im vierten Lehrjahr ist. Er freut sich deswegen, dass er den Sprung in Nationalteam geschafft hat. «Ich wollte einfach mein Bestes geben und schauen, was herauskommt», erklärt er weiter. Sechs Experten bewerteten seine Arbeit an der regionalen Schreinermeisterschaft mit einer Totalpunktzahl von 70,58.

Wettkampf der anderen Art

Der wegen der Corona-Krise nachgeholte Wettkampf stand für die 34 Teilnehmer dieses Jahr unter etwas anderen Vorzeichen: Am 12. Mai mussten sie morgens um 7 Uhr zuerst einmal ihre Emails checken. Denn so haben die teilnehmenden Lehrlinge die Aufgabe für die regionalen Schreinermeisterschaften erhalten. «Um die geltenden Sicherheits- und Hygienebestimmungen einhalten zu können, haben sie das Aufgabenstück im Lehrbetrieb oder einem Ausbildungszentrum hergestellt», erklärt der VSSM in der Mitteilung weiter. Acht Stunden hatten sie Zeit, einen Rahmen aus Eschenholz und Eiche massiv mit vielen verschiedenen Verbindungen herzustellen. «Angepasst wurde auch der Zeitrahmen: Statt an zwei Tagen hat der Wettkampf nur an einem stattgefunden, und die Aufgabe wurde abgeändert» heisst es weiter. Innerhalb der Gruppen haben so alle die gleichen Rahmenbedingungen vorgefunden. Nach Wettkampfende haben alle Teilnehmer ihr Aufgabenstück fotografiert und das Bild als Beweis in einen Gruppenchat gestellt. Danach haben sie es an den VSSM eingeschickt. Letzte Woche wurden die Rahmen anschliessend von sechs Experten bewertet. (pd)