Maria Hudnut und Urs Isenring, die seit 2013 in Flawil wohnen, stecken viel Herzblut in die Integrationsarbeit. 2016 haben sie sich bereit erklärt, eine Familie, die frisch in Flawil angekommen war, bei der Integration zu unterstützen. Bald wurde ihnen und den anderen freiwilligen Helfenden klar, dass es noch mehr Familien in Flawil gibt, die Hilfe im Alltag benötigten. Hilfe, die nicht durch die Sozialen Dienste und andere Fachstellen abgedeckt werden kann.

Es kamen immer mehr Familien dazu, die sich an das Ehepaar wandten mit Fragen und Sorgen des Alltages, wie es im aktuellen Gemeindeblatt heisst. Dabei ging es um einfachere Dinge wie zum Beispiel das Ausfüllen von Formularen, das Eröffnen eines Postkontos, aber auch Arztbesuche, die Fahrt auf die Notfallstation mit Kindern zu Tag- und Nachtzeiten, das Abholen von Müttern mit ihren neugeborenen Kindern oder das Erklären von schulischen Angelegenheiten kamen dazu.

Die Mobilnummern des Ehepaares sind bei vielen dieser Neuangekommenen als Notfallkontakt auf dem Telefon gespeichert.

Verein Buntruum 

Für Flüchtlingsfamilien einen Ort zu schaffen, wo sie sich wohlfühlen, aber auch unbeschwert Kontakte knüpfen können, war die Grundidee der Initiantinnen und Initianten des Projekts Buntruum. Ein sozialer Anlass im Dezember 2016 im Kulturpunkt Flawil war der Anfang. Es entstand ein sozialer Raum für Begegnungen auf Augenhöhe und Vernetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Bei den Anlässen wurden auch Ideen für weitere Projekte angesprochen. Daraus entstanden sind zum Beispiel das Buntruum-Nähen und Schwimmkurse für Kinder und Frauen, um nur ein paar zu nennen. Und es kommen immer wieder neue dazu. Zum Beispiel: Die Organisation und Durchführung von Ferien- und Freizeitaktivitäten ist mittlerweile das, was Maria Hudnut oft macht, und wo viele schöne Momente für die Beteiligten entstanden sind.

Eine Bereicherung für Flawil

Die Integrationsarbeit von Maria Hudnut und Urs Isenring ist eine Bereicherung für Flawil. Da sie und die anderen Begründer des Vereins Buntruum die Integration als gegenseitigen Prozess betrachten, setzen sich Maria Hudnut und Urs Isenring ein, wo und wie sie können, damit sich mehr Menschen in Flawil wohlfühlen, heisst es weiter. 

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger

Den Flawiler Preis gibt es seit dem Jahr 2010. Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger waren Rolf Bolliger, der b'treff Flawil, das Ortsmuseum Flawil, Pius Burtscher, der Naturschutzverein Flawil und Umgebung, Ella Steurer, Berti Knellwolf, Dani Müller, Heinz «Haro» Niedermann, Severin Pfeffer, Albert Tanner sowie Aline Höpli und Sarah Zoller. Die Auszeichnung bezweckt, herausragende Leistungen in den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport, Soziales und Beruf zu würdigen. Der Flawiler Preis ist auch ein Mittel zur Förderung und Anerkennung der Freiwilligenarbeit. Der Flawiler Preis 2022 beinhaltet einen Betrag von 1164 Franken sowie eine Urkunde und eine Skulptur. Offiziell wird der Flawiler Preis im Anschluss an die Bürgerversammlung vom 29. November 2022 im Lindensaal übergeben.