Kurz nach 8.45 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter ein offenes Feuer bei einer Filteranlage in einer Produktionsfirma an der Erlimattstrasse. Laut hallowil.ch-Informationen handelt es sich um die Müller Sandstrahlwerk AG. «Die Feuerwehr Sirnach und die Stützpunktfeuerwehr Münchwilen waren rasch vor Ort, löschten das Feuer und entlüfteten das Gebäude», heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Thurgau. Verletzt wurde niemand. «Es entstand Sachschaden von einigen zehntausend Franken», informiert die Polizei weiter. Zur Klärung der Brandursache und zur Spurensicherung kamen der Brandermittlungsdienst sowie der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Thurgau vor Ort. 

Andreas Müller, Firmeninhaber der Müller Sandstrahlwerk AG, bestätigt auf Anfrage von hallowil.ch den Brand. «Ich selbst habe den Brand bemerkt und sofort die Feuerwehr verständigt», so Müller. Er selbst sei 30 Jahre lang bei der Feuerwehr im Einsatz gewesen und habe deshalb gewusst, wie er reagieren müsse. Der Lackierraum im unteren Stock, in dem sich Müller zum Zeitpunkt des Brandausbruchs aufgehalten hat, ist komplett abgebrannt und die Filteranlage ist stark beschädigt. «Wie schlimm der Schaden ist, kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen», meint Müller. Das würden die Experten seiner Versicherung in den nächsten Tagen ermitteln. Müller ist froh. dass beim Brand nichts Schlimmeres passiert ist und dass keiner seiner Mitarbeiter verletzt wurde. 

Innerhalb von wenigen Tagen musste die Feuerwehr bereits zum zweiten Mal wegen eines Brandes in Sirnach ausrücken. Am Sonntag ist die Gastwirtschaft des Restaurants «Dolce Vita» teilweise abgebrannt. In jenem Fall geht die Polizei von Brandstiftung aus - auch zwei Tage nach dem Vorfall. Der Täter war laut Angaben von Polizeisprecher Matthias Graf auch am Dienstagnachmittag noch nicht gefunden. Er sagt: «Die Ermittlungen laufen und wir sind derzeit daran, die Spuren auszuwerten.»

Die bange Frage nun: Gibt es zwischen diesen beiden Bränden ein Zusammenhang und hat die gleiche Person wieder zugeschlagen? Immerhin liegen die beiden Brandherde nur eine Querstrasse auseinander. «Wir sehen bis anhin keinen Zusammenhang und gehen im zweiten Fall nicht von Brandstiftung aus», sagt Graf. Auch Firmeninhaber Müller geht nicht von Brandstiftung aus: «Ich denke es war ein technischer Defekt.» (kapo/sdu/mac)