Das diesjährige Thema der Europäischen Tage des Denkmals vom 9. und 10. September lautet „Macht und Pracht“. Dazu kann die Äbtestadt mit dem Baronenhaus und dem Hof zwei Objekte vorstellen, welche exakt auf die Themenwahl passen. Weil die st.gallische Denkmalpflege die Sadt Wil nicht auf dem Programm hatte, intervenierte Ruedi Schär vom städtischen InfoCenter in Bern für die Aufnahme in den eidgenössischen Kalender. Für beide Tagen sind umfassende Programme vorbereitet.Dass die Stadt Wil gleich zweifach, mit dem Hof und dem Baronenhaus unter den 19 st.gallischen Beiträgen zum Tag des Denkmals dabei ist, verdankt sie dem Leiter InfoCenter der Stadt, Ruedi Schär. Die st.gallische Denkmalpflege hatte Wil in Folge fehlender Ressourcen nicht ins Programm aufgenommen.

Wil mit Macht und Pracht dabei
Seitens der eidgenössischen Denkmalpflege wird zu den Tagen des Denkmals alljährlich ein Leitmotiv aufgenommen, in diesem Jahr „Macht und Pracht“. Ruedi Schär, Leiter des InfoCenter der Stadt störte sich daran, dass ausgerechnet Wil auf dem Kalender fehlte. Seiner Meinung nach sind die beiden Objekte, der Hof zum Thema Macht und das Baronenhaus zum Thema Pracht, geradezu prädestiniert für eine nähere Vorstellung.

Schärs Rückfrage in Bern erhielt schnell Gehör mit der Aufforderung, ein Programm zu erstellen für die Aufnahme in den eidgenössischen Kalender. Schär, ebenfalls Ratsmitglied bei den Ortsbürgern, hatte keine Mühe bei der Erarbeitung eines attraktiven Programms. An beiden Tagen, am 9. und 10. September, sind für den Hof und das Baronenhaus Führungen angesagt.

Für das Baronenhaus hält Intarsienschreiner Hanspeter Spirig über seine Arbeit bei der Sanierung der kostbaren Täfer. Zum Hof gibt es neben der Führung eine Information zur Herstellung historischer Farben. An beiden Tagen spielen zum Abschluss des Programms die Stadttambouren auf.

Die Programme
Das Baronenhaus: Zeuge von Macht und Pracht
An öffentlichen Führungen werden die Prunkräume im 2. und 3. Obergeschoss gezeigt. In diesen Räumen sind wertvolle Intarsien-Täfer und Wandmalereien zu sehen.
Ein Fachmann, der die Intarsien vor 20 Jahren restauriert hat, erklärt das Handwerk des Intarsienschreiners.

Samstag 9.9.
9, 11 und 16 Uhr Führungen (Dauer ca. 45 Min.)
14 Uhr Vortrag Intarsienschreiner (Dauer ca. 45 Min.)

Sonntag 10.9.
9, 14 und 16 Uhr Führungen (Dauer ca. 45 Min.)
10 Uhr Vortrag Intarsienschreiner
Die Führungen leiten offizielle Stadtführer. Den Vortrag hält Hanspeter Strang, Intarsienschreiner
Organisation Ortsgemeinde Wil

Der Hof: Machtzentrum der Fürstäbte des Klosters St. Gallen
Der Hof zu Wil war einst Sitz der Fürstäbte des Klosters St. Gallen. Mächtig und imposant steht er da, zuoberst in der Wiler Altstadt. Der Hof zu Wil ist nicht nur ein historisches Bauwerk mit einer vielfältigen und bewegten Geschichte, sondern ein auch heute noch lebendiger und vielfältiger Begegnungsort.

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Samstag 9.9.
9 bis 17 Uhr Filmvorführung (Dauer ca. 15 Min.)
9, 11, 14 und 16 Uhr Führungen (Dauer ca. 45 Min.)
10, 15 Uhr Referat historische Farben inkl. Workshop (Dauer ca. 45 Min.)
14 bis 16 Uhr Kinderprogramm
17 Uhr Konzert Stadttambouren Wil (Dauer ca. 45 Min.)

Sonntag 10.9.
9 bis 17 Uhr Filmvorführung (Dauer ca. 15 Min.)
9, 11, 14 und 16 Uhr Führungen (Dauer ca. 45 Min.)
14 bis 16 Uhr Kinderprogramm
15 Uhr Referat historische Farben inkl. Workshop (Dauer ca. 45 Min.)
17 Uhr Konzert Stadttambouren Wil (Dauer ca. 45 Min.)

Die Führungen leiten offizielle Stadtführer. Der Vortrag und Workshop über historische Farben und deren Zusammensetzung sowie selber mischen findet unter Leitung von Jürgen Knopp, Malermeister, Wil statt.
Konzerte der Stadttambouren Wil in historischen Uniformen
Kinderprogramm in Mal-Atelier mit Erna Hürzeler

Organisation: Stiftung Hof zu Wil und Stadt Wil, Info Center

Vertiefte Einblicke in die historischen Bauten
Nach Ruedi Schär geben die beiden angekündigten Referate für die Besucher besondere Einblicke über die Bauwerke, was an üblichen Führungen nur in Kurzform zur Sprache kommt.

Zum Thema historische Farben im Hof zu Wil dürfte das „Blaue Zimmer“ von besonderem Interesse sein. Diese blaue Farbe in seiner ursprünglichen Form herzustellen sei sehr kostspielig. Ein Kilogramm belaufe sich auf 15'000 Franken.

Zum Baronenhaus kommt die Sanierung der wertvollen Täfer zur Sprache. Er habe den Intarsien-Schreiner aufbieten können, der die Sanierung vor 20 Jahren im Baronenhaus durchgeführt hat.


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Zwei historische Wiler Stätten werden an den Europäischen Tagen des Denkmals vom 9. und 10. September nähere Vorstellung erfahren.