Das ist der nackte Wahnsinn, was sich in der IGP-Arena am Sonntagnachmittag unter den Augen des Wiler Nationalspielers Fabian Schär abgespielt hat. Noch zur Pause schien Chiasso der sichere Absteiger zu sein. Die Wiler waren dank einem Treffer von Nias Hefti auf Flanke von Cédric Gasser Mitte erster Halbzeit in Führung gegangen – und das deutlich bessere Team. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis das 2:0 fällt, womit Chiasso wohl erledigt und somit abgestiegen gewesen wäre. Kam dazu, dass Chiassos Abstiegs-Konkurrent Rapperswil-Jona auf dem Brügglifeld bis zur Pause ein beachtliches 0:0 hielt. Also mussten nach der Pause drei Treffer zugunsten der Chiassesi fallen, damit sich diese doch noch retten konnten. Zweimal mussten sie selbst treffen, einmal der FC Aarau.

Und diese drei Treffer fielen. Sie fielen aus mehreren Gründen. Der wichtigste: Die Wiler bauten in der zweiten Halbzeit deutlich ab. Das kam in dieser Saison wiederholt vor und deutet darauf hin, dass die konditionellen Werte der Mannschaft ungenügend sind. Das lässt sich auch in Zahlen unterlegen: In einer Tabelle, in welcher nur die Resultate aller zweiten Halbzeiten gewertet werden, liegt der FC Wil auf dem letzten Platz. Spätestens als aus Aarau die Kunde kam, dass Rapperswil-Jona in Rückstand geraten war, hatten die Tessiner Lunte gerochen. Binnen fünf Minuten drehten sie die Partie. Zuerst drückte Zoran Josipovic im Nachschuss einen Ball über die Linie. Und von da an spürte man richtiggehend, dass die Partie noch vollends kippen würde.

Chiasso-Siegtor hätte nicht zählen dürfen

Das Unschöne an der Entscheidung: Der Siegtreffer der Tessiner hätte nicht zählen dürfen. Zuerst schlug der spätere Torschütze Simone Belometti dem Wiler Kenzo Schällibaum die Hand ins Gesicht. Dann übersah Schiedsrichter Stefan Horisberger ein klares Handspiel in der Mittelzone. Dass der vierte Offizielle dem Spielleiter ein Foul einsagte, liess der Schiedsrichter unerhört. Was die Tessiner dann aber daraus machten, war einfach nur sehenswert. Nach einer zu kurz geratenen Kopfball-Abwehr von Nikki Havenaar schoss Belometti ins Lattenkreuz. Kurzum: Für Chiasso passte in dieser Szene alles zusammen. In Rapperswil-Jona wird man sich die Haare raufen.

Den Sieg brachten die Tessiner sicher über die Zeit, obwohl die Wiler in der Schlussphase alles nach vorne warfen. Es blieb bei einem gefährlichen Abschluss von Nick von Niederhäusern, der an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss kam, den Ball aber neben und über das Tor setzte. Ansonsten wirkten die Wiler nun zu kraftlos, um selbst einen bescheidenen Gegner wie Chiasso unter Druck setzen zu können. Nach dem Schlusspfiff im Bergholz mussten die Chiasso-Akteure noch die siebenminütige Nachspielzeit im Parallelspiel von Aarau abwarten. Als der 1:0-Sieg der Rüebliländer, welcher diesen die Barrage-Qualifikation einbrachte, Tatsache war, gab es im Bergholz bei den Gästen kein Halten mehr. Es wurde gefeiert wie noch nie seit der Stadion-Eröffnung im Jahr 2013.

Schlechteste Rückrunden-Mannschaft

Der FC Wil verhalf mit seinem Abbauen den Tessinern zum Ligaerhalt. Somit muss er kommende Saison zweimal die weite Reise über den San Bernardino unternehmen – statt zweimal die kurze über den Ricken. «Es verärgert mich, dass wir das Spiel eine Stunde lang im Griff hatten und trotz guter Chancen nur ein Tor erzielt haben», sagte FC-Wil-Trainer Ciriaco Sforza nach der Partie. Die spielentscheidende Szene bezeichnete er als «kurios». Seine Bilanz ist mit sieben Punkten aus zehn Spielen äusserst bescheiden. Das sind 0,7 Zähler im Schnitt. Der FC Wil ist die schlechteste Challenge-League-Mannschaft der Rückrunde – wobei dazu beileibe nicht nur Sforza in die Verantwortung zu nehmen ist. Erstaunlich ist, dass diese Werte genügen, um in der Gesamttabelle auf dem fünften Platz und somit in der oberen Tabellenhälfte abzuschliessen.

Irgendwie war fast zu befürchten gewesen, dass gegen Chiasso die letzte Konsequenz in den entscheidenden Situationen fehlen könnte. Vor dem Spiel wurden nicht weniger als zehn Spieler verabschiedet. Weitere Abgänge werden folgen. Der grosse Umbruch ist eingeleitet. Es ist davon auszugehen, dass in der kommenden Saison eine ganz andere Mannschaft auf dem Feld stehen wird.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
Das Führungstor von Nias Hefti genügte schliesslich nicht für Zählbares.

Resultate, Challenge League, 36. Runde:
Wil - Chiasso 1:2
Aarau - Rapperswil-Jona 1:0
Lausanne-Sport - Vaduz 6:2
Servette - Kriens 4:1
Winterthur - Schaffhausen 3:2

FC Wil 1900 – FC Chiasso 1:2 (1:0)

IGP-Arena: 1280 Zuschauer. – Sr: Horisberger.

Tore: 23. Hefti 1:0. 75. Josipovic 1:1. 80. Belometti 1:2.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Gasser (69. Schällibaum), Havenaar, Rahimi, von Niederhäusern; Schmid, Scholz (83. Savic); Gonçalves, Lombardi (81. Latifi), Hefti (72. Sejdija), Cortelezzi.

FC Chiasso: Bellante; Perico (53. Malinowski), Martignoni, Alessandrini; Giorno (74. Manicone); Padula, Bahloul, Guidotti (62. Charlier), Belometti; Josipovic, Pollero.

Bemerkungen: Wil ohne Audino, Breitenmoser (gesperrt), Djordjevic, Silvio, Schäppi, Zé Eduardo, Gülünay (verletzt), Herrmann und Herter (nicht im Aufgebot). Chiasso ohne Brivio (gesperrt), Ajeti, Iberdemaj, Adamczyk (verletzt), Candeloro, Milinceanu, Nsiala und Nsimbu (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 39. Belometti (Foul). 73. Schällibaum (Foul). 80. Kostadinovic (Reklamieren). 87. Latifi (Foul). 

Schlussrangliste:
1. Servette 36/79. 2. Aarau 36/64. 3. Lausanne-Sport 36/63. 4. Winterthur 36/56. 5. Wil 36/42. 6. Vaduz 36/42. 7. Schaffhausen 36/39. 8. Kriens 36/36. 9. Chiasso 36/36. 10. Rapperswil-Jona 36/35.

Nächste Spiele (Barrage):
Donnerstag, 30. Mai: Xamax - Aarau (18.30 Uhr).
Sonntag, 2. Juni: Aarau - Xamax (15.30 Uhr).

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 
Nick von Niederhäusern und Trainer Ciriaco Sforza äussern sich zur unnötigen Heimniederlage gegen Chiasso.

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Der Liveticker:

Das soll es gewesen sein für diese Saison. Wir gehen auf Stimmenfang und melden uns am Abend mit einem ausführlichen Bericht zum heutigen Spiel. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Interesse während der gesamten Saison und wünsche Ihnen einen schönen Rest des Sonntags. Bis bald auf hallowil.ch.

Die Entscheidung um die Barrage ist ebenfalls gefallen. Lausanne nützte der 6:2-Kantersieg gegen Vaduz nichts mehr, da die Aarauer ihr Spiel gewannen. Somit kommt es zum Duell zwischen dem FC Aarau und Neuchâtel-Xamax um den Auf- bzw. Abstieg oder den Verbleib in der jeweiligen Liga.

Schlussfazit: Der FC Wil verliert ein Spiel, dass er über weite Strecken im Griff hatte. Dies geschieht nicht zum ersten Mal in dieser Rückrunde. Gegen den Gast aus dem Tessin waren die Wiler die aktivere Mansnchaft und erzielen durch Hefti das 1:0. Auch in der Folge spielten die Wiler den besseren Fussball. Weil es die Äbtestädter aber verpassen, mehr Tore zu erzielen, hielten sie den Gegener im Spiel. Abermals musste der FC Wil in dieser Rückrunde konstatieren, dass die alte Fussballweisheit zutrifft: Wenn man das Tor nicht macht, kriegt man es irgendwann. So kam es, wie es kommen musste: Chiasso glich das Spiel aus. Weil die Tessiner danach weiter Druck machten, kamen sie zum Führungstreffer in der 80. Minute. Da die Wiler danach nicht in der Lage waren,  eine ernsthafte Reaktion zu zeigen, verloren sie das Spiel mit 1:2. Weil gleichzeitig der FC Aarau gegen den FC Rapperswil-Jona gewann, bleiben die Tessiner in der Challenge League und die Rapperswiler müssen nach zwei Jahren in der Challenge League den Gang in die Promotion League antreten.

95. Minute: Schiedsrichter Horisberger pfeifft die Partei ab. Der FC Wil verliert das letzte Spiel in dieser Saison gegen den FC Chiasso mit 1:2.

94. Minute: Chance für von Niederhäusern: Dessen Schuss geht aber weit am Tor vorbei.

93. Minute: Malinowski mit einem Schuss aus der Distanz. Kostadinovic hat keine Probleme, den Ball zu halten.

92. Minute: Schällibaum mit einer Flanke ins Nichts ...

90. Minute: 4 Minuten werden nachgespielt.

89. Minute: 1280 Zuschauer sind heute im Bergholz. Das zieht den Schnitt gar etwas nach oben.

87. Minute: Gelbe Karte für Latifi nach einem harten Einsteigen gegen Manicone.

83. Minute: Letzter Wechsel bei den Wilern: Blutüberströmt verlässt Scholz das Feld. Für ihn kommt neu Savic.

81. Minute: Und auch die Tessiner wechseln: Bei ihnen ist es ein viertes Mal der Fall. Für Pollero spielt neu Lurati.

81. Minute: Dritter Wechsel bei den Wilern: Für Lombardi spielt neu Latifi.

80. Minute: Kostadinovic sieht die glebe Karte, nachdem er sich beim Schiedsrichter zu heftig beschwert hatte. Es ist zwar seine vierte in dieser Saison. In der letzten  Runde spielt dies aber keine Rolle mehr und er ist im ersten Spiel der neuen Saison spielberechtigt.

80. Minute: TOOOR für den FC Chiasso durch Belomtti zum 1:2. Nach einem herrlichen Konter trifft Belometti mit einem schönen Schuss in die weite Ecke. Die Wiler reklamieren aber ein vorangegangenes Handspiel der Tessiner. Natürlich ergebnislos.

78. Minute: Und die Tessiner spielen weiter nach vorne. Padula flankt in den Strafraum und findet Pollero. Dessen Kopfball geht nur knapp übers Tor.

77. Minute: Jetzt haben wir hier Spannung im Haus. Nachdem Rapperswil in Aarau zurückliegt, fehlt Chiasso noch ein Tor zum Klassenerhalt.

75. Minute: TOOR für den FC Chiasso durch Josipovic zum 1:1. Nach einem Durcheinander im Wiler Strafraum kommt Josipovic frei an den Ball und schliesst aus sieben Metern direkt ab. Kostadinovic hat keine Chance, den Ball zu halten.

75. Minute: Die Wiler machen momentan herzlich wenig für Spiel.

74. Minute: Abschluss von Pollero nach einem Freistoss von Padula. Kostadinovic hat keine Probleme, den Ball zu halten.

74. Minute. Nächster Wechsel bei den Chiassesi. Anstelle von Giorno spielt neu Manicone.

73. Minute: Gelbe Karte für Schällibaum nach einem Foul an Charlier.

72. Minute: Zweiter Wechsel beim FC Wil: Vom Feld geht Torschütze Hefti und macht Platz für Sejdija.

68. Minute: Auch die Wiler wechsel ein erstes Mal: Gasser verlässt das Feld und macht Platz für Schällibaum.

64. Minute: Und wieder sind die Wiler zu unegnau. Diesmal in der Person von Hefti. Dieser tankt sich auf der linken Seite durch, verpasst aber das Abspiel auf die freistehenden Gonçalves und Cortelezzi. So kann Malinowski die Situation klären.

62. Minute: Zweiter Wechsel beim FC Chiasso: Für Guidotti kommt neu Charlier aufs Feld.

59. Minute: Abschluss von Giorno. Aber direkt auf Kostadinovic, dieser hat keine Probleme, den Ball zu halten.

57. Minute: Die Wiler sind weiterhin zu ungenau. Nach einem Konter spielt Lombardi den Ball zu unpräzis auf Gonçalves anstatt selber abzuschliessen. So entsteht keine Gefahr.

56. Minute: Der erste Schuss auf das Tor der Wiler: Kostadinovic hat aber keine Probleme, den Ball von Josipovic zu halten.

55. Minute: Langsam müssten die Wiler das 2:0 machen. Hefti lässt auf der linken Seite drei Gegenspieler ins Leere laufen. Seine Hereingabe für Cortelezzi ist aber zu ungenau und so kann Chiasso die Situation klären.

54. Minute. Chiasso versucht es mit einer Flanke. Diese geht aber weit vorbei.

53. Minute: Erster Wechsel bei den Gästen aus Chiasso. Anstelle von Perico spielt neu Malinowski.

51. Minute: Und wieder die Wiler: Hefti versucht es mit einem Distanzschuss. Bellante hat aber kein Problem, den Ball zu halten.

50. Minute: Nächste Chance für die Wiler. Hefti flankt in den Strafraum, wo Bellante mit den Fäusten vor Cortelezzi klären kann. Der Ball erreicht Lombardi, dessen Nachschuss wird aber von Martignoni geblockt.

49. Minute: Freistoss für Wil nach einem Foul von Guidotti an Gonçalves. Gute Chance für die Wiler. Der Freistoss von Scholz erreicht den eingelaufenen Cortelezzi. Dessen Kopfball geht knapp am Tor vorbei.

48. Minute: Hefti kommt über die linke Seite, seine Flanke ist aber zu ungenau und so entsteht keine Gefahr.

46. Minute: Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Beide Mannschaften kommen unverändert aus der Kabine.

Schauen wir noch auf die anderen Plätze, wo alle Spiele zeitgleich um 16 Uhr angepfiffen worden sind:
Aarau - Rapperswil-Jona 0:0
Lausanne-Sport - Vaduz 5:1
Winterthur - Schaffhausen 2:1
Servette - Kriens 3:1
Mit diesen Spielständen wäre also der FC Chiasso abgestiegen und der FC Lausanne-Sport in der Barrage mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Aarau. Der FC Wil würde auf dem fünften Platz die Saison beenden.

Pausenfazit: Die Wiler waren in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft. Von Chiasso war bisher nicht viel zu sehen. Dabei war zu erwarten gewesen, dass die Tessiner kämpferisch auftreten, geht es bei ihnen doch um den Klassenerhalt. So haben die Chiassesi in der gesamten ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss aufs Tor der Wiler abgegeben.

Pausenpfiff: Die Wiler gehen verdient mit einer 1:0 Führung in die Pause. 

45. Minute: Eine Minute wird nachgespielt.

45. Minute: Freistoss für Chiasso: Bahloul versucht es zwei Mail und trifft mit beiden Versuchen die Mauer. Der Nachschuss von Guidotti verfehlt das Tor deutlich.

44. Minute: Nächste Chance für die Wiler: Gonçalves über die rechte Seite mit einem guten Pass zu Cortelezzi. Dieser hat aber Mühe, den Ball anzunehmen. Und so vergibt er eine gute Möglichkeit. Als er den Ball dann unter Kontrolle hat, kann er aus der Drehung abschliessen, aber viel zu harmlos.

43. Minute: Guidotto versucht es mit einem Vorstoss, Gasser gewinnt aber den Zweikampf und kann so klären.

40. Minute: Das hätte gefährlich werden können: Gonçalves versucht es mit einem Seitenwechsel auf Cortelezzi. Die Flanke ist aber zu ungenau.

39.  Minute: Erste Verwarnung des Spiels: Belometti sieht nach einem Foul an Gonçalves die gelbe Karte.

35. Minute: Eckball für Chiasso: Da hätte man auch mehr draus machen können oder müssen, wenn man die Klasse halten will. Nach der Flanke von Padula kommt Guidotti fünf Meter vor dem Tor völlig frei zum Kopfball. Der Ball geht aber deutlich über das Tor.

34. Minute: Die Wiler werden passiver und gestehen den Tessiern mehr Räume zu. Wenn das mal nicht schief geht.

30. Minute: Die Wiler kommen über die linke Seite mit von Niederhäusern. Seine Hereingabe sollte für Bellante eigentlich keine Probleme darstellen. Er macht die Situation aber nochmals spannend, weil er den Ball aus den Händen gleiten lässt. Im Nachfassen kann er das Spielgerät aber vor Cortelezzi doch noch krallen.

27. Minute: Weiterhin kommt von den Tessinern keine Reaktion auf den Rückstand. Die Wiler gehen keine Risiken ein und versuchen das Spiel zu kontrollieren.

23. Minute: TOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Hefti zum 1:0. Gasser kommt über die rechte Seite und flankt auf den langen Pfosten. Dort steht Hefti so alleine, dass sogar er - als einer der kleineren Spieler - keine Probleme hat, den Ball mit dem Kopf ins Tor zu befördern. Jetzt müssen die Tessiner aktiver werden, wollen sie die Liga doch noch halten.

20. Minute: Chiasso weiterhin zu passiv. Die Wiler versuchen das Spiel aufzubauen, ohne aber kreativ zu sein.

17. Minute: Erster Abschluss von Chiasso: Belometti schiesst Kostadinovic an. Der Abpraller kommt zu Guidotti. Dieser spielt zu Giorno. Sein Schuss geht aber weit am Tor vorbei.

15. Minute: Der Eckball von Schmid erreicht an der Strafraumgrenze Scholz. Dieser zieht direkt ab und verfehlt das Tor nur knapp.

15. Minute: Was für eine Chance für Hefti: Er zieht alleine auf das Tor der Tessiner zu, wartet aber zu lange mit em Abschluss, bis ihn Martignoni eingeholt hat und zum Eckball klären kann.

12. Minute: Bis jetzt ist den Tessinern nicht anzumerken, dass es für sie ein Spiel der letzten Chance ist. Zu harmlos agieren die Chiassesi.

11. Minute: Schuss von Schmid aus 20 Metern. Bellante hat keine Probleme den Ball zu halten.

10. Minute: Lombardis Schuss wird von Martignoni noch geblockt. Die Wiler agieren offensiver.

7. Minute: Freistoss für die Wiler aus dem Halbfeld. Schmids Abschluss stellt Bellante vor Probleme, der Schlussmann kann aber noch zur Ecke klären. Dieser bringt aber nichts ein.

5. Minute: Erste Aktion der Tessiner. Padulas Flanke ist aber deutlich zu lang.

2. Minute: Die Wiler versuchen offensiv in Aktion zu treten. Bislang gab es aber noch keine nennenswerten Chancen.

1. Minute: Schiedsrichter Stefan Horisberger pfeifft die Partie an. Der Ball rollt. Viel Vergnügen mit FC Wil gegen FC Chiasso.

Bevor es hier losgeht, werden auf Seiten der Wiler noch einige Spieler verabschiedet, die den Verein am Ende der Saison verlassen werden. Es sind dies Gonçalves, Havenaar, Hefti, Schällibaum, Zé Eduardo, Savic, Herrmann, Gasser, Djordjevic und Chande.

Die Gäste aus dem Tessin spielen mit einem 3-1-4-2 System. Im Tor steht Bellante. In der Verteidigung spielen von rechts her gesehen Perico, Martignoni und Alessandrini. Im devensiven Mittelfeld läuft Giorno auf. Im offensiven Mittelfeld spielen von rechts nach links Padula, Bahloul, Guidotti und Belometti. Für Tore sorgen sollen Josipovic (rechts) und Pollero.

Die Aufstellungen sind bekannt. Die Wiler spielen in einem 4-2-3-1 System. Im Tor steht Kostdadinovic. In der Verteidigung spielen heute von rechts nach lnks Gasser, Rahini, Havenaar und von Niederhäusern. Im defensiven Mittelfeld laufen Scholz (rechts) und Schmid auf. Im offensiven Mittelfeld spielen von rechts her gesehen Gonçalves, Lombardi und Hefti. Einziger Stürmer ist Cortelezzi. Breitenmoser und Audino sind gesperrt, Silvio, Schäppi und Zé Eduardo verletzt.

Während es für die Wiler im heutigen Spiel um nicht mehr allzu viel geht, kann das Resultat der heutigen Partie auf zwei andere Mannschaften grossen Einfluss haben. Eine davon ist der heutige Gegner, der FC Chiasso. Die Chiassesi liegen auf dem letzten Platz zwei Punkte hinter dem FC Rapperswil-Jona. Wollen die Tessiner die Klasse halten, so ist ein Sieg heute gegen Wil Pflicht. Zeitgleich spielen die Rapperswiler auf dem Brügglifeld gegen den FC Aarau. Auch das ist keine leichte Aufgabe, wollen die Aarauer doch den zweiten Tabellenplatz gegen den FC Lausanne-Sport verteidigen, der nur einen Punkt hinter dem FC Aarau liegt. Die Wiler haben es also in der eigenen Hand, ob sie nächste Saison gegen Chiasso oder gegen Rapperswil spielen werden.

Hallo und herzlich willkommen aus dem Wiler Südquartier, liebe Freunde des Challenge-League-Fussballs, zum Liveticker des letzten Heimspiels des FC Wil in dieser Saison gegen den FC Chiasso. Seien Sie hier ab 16.00 Uhr live dabei, wenn der FC Wil sich mit einem Sieg vom eigenen Anhang verabschieden will. Durch den Nachmittag führt Sie heute Pascal Ibig.

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Die Vorschau:

Der FC Wil ist für die letzte Runde voll im Abstiegskampf angekommen. Zwar nicht selber, aber eben doch. Die Ausgangslage hat es in sich und präsentiert sich so: Theoretisch sind noch drei Mannschaften abstiegsgefährdet, da innerhalb von drei Punkten klassiert: Kriens, Rapperswil und Chiasso. Aufsteiger SC Kriens ist aber aus dem Schneider, da er neben drei Punkten Vorsprung auch das um 16 Treffer bessere Torverhältnis aufweist. Das genügt, selbst mit dem Gastspiel beim torfreudigen Aufsteiger Servette vor der Brust.

Also müssen noch Rapperswil-Jona und Chiasso zittern. Die beiden Teams sind durch zwei Punkte getrennt – zugunsten der Rosenstädter. Zudem hat Rapperswil-Jona das um 14 Treffer bessere Torverhältnis. Heisst konkret: Holt «Rappi» auf dem Aarauer Brügglifeld mindestens einen Punkt, ist der Ligaerhalt gesichert. Im Falle einer Niederlage braucht es Schützenhilfe von Kantonsrivale FC Wil. Würde in jener Konstellation nämlich Chiasso auf dem Bergholz gewinnen, stünde Rapperswil-Jona als Absteiger da. Geht man davon aus, dass Aarau sein Heimspiel gewinnt, da die Rüebliländer mit drei Punkten die Barrage auf sicher hätten, so wird plötzlich der FC Wil zum Richter über Sein oder Nichtsein in der Challenge League.

Die Wiler:

Der grosse Umbruch bei den Äbtestädtern ist in vollem Gang. Bis am Samstag waren fünf Zuzüge und zehn Abgänge publik. Weitere werden folgen. Die Frage sei erlaubt: Wie sehr kann sich der FC Wil mit der «alten» Mannschaft für dieses letzte Meisterschaftsspiel begeistern? Nur schon im Sinne der Fairness wäre es wichtig, eine repräsentative Leistung zu zeigen. Zudem ist auch der Blick aus der anderen Perspektive möglich. Der FC Wil kann wohl mitbestimmen, wer in der kommenden Saison sein Gegner sein wird. Auch wenn es niemand laut ausspricht: Lieber zwei Kantonal-Derbys und kurze Reisen über den Ricken als zwei weite Ausfahrten über den San Bernardino. Ferner ist auch noch zu klären, ob die Wiler die Saison auf Platz fünf, sechs oder sieben abschliessen.

Die Chiassesi:

Aus eigener Kraft können die Grenzstädter den Ligaerhalt nicht mehr schaffen. Dafür waren die vergangenen gut zwei Monate mit nur einem Sieg in zehn Spielen zu schlecht. Davon ausgehend, dass Rapperswil-Jona auf dem Brügglifeld wohl verliert, sind die Chancen auf den Ligaerhalt für die Tessiner aber durchaus intakt. Und wenn nicht? Dann wäre es ein Abstieg nach neun Jahren in der Challenge League. Nur zwei Mannschaften sind noch länger ununterbrochen in der zweithöchsten Liga engagiert: der FC Wil und der FC Winterthur. Das Tessin wäre dann nicht mehr in der Challenge League vertreten. In der Saison 2012/2013 waren es mit Bellinzona, Lugano, Locarno und Chiasso noch vier Teams gewesen. Wird der Rumäne Nicolae Milinceanu auf dem Bergholz auflaufen? Mit zwölf Skorerpunkten ist er, zusammen mit Zoran Josipovic, Chiassos gefährlichster Mann. In den letzten drei Partien gehörte der 26-Jährige aber nicht mehr zum Aufgebot. Offiziell wegen schwachen Leistungen.

Der Stargast:

Für das Spiel gegen Chiasso hat sich Nationalspieler Fabian Schär angesagt. Der Newcastle-Akteur, in Wil geboren und fussballerisch gross geworden, steht ab 14.30 Uhr auf der Promenade vor dem Stadion für Autogramme zur Verfügung. In der Pause findet zudem auf dem Kunstrasen der IGP-Arena ein Interview mit Schär statt. Auch sonst wird das Spiel einen etwas grösseren Rahmen haben, gibt es doch eine Saison-Schlussparty. Ob beide Teams feiern können?