Unter dem Jahresmotto "Spielen im Freien" wurden während der Projektwoche Mitte Mai die Spielplätze des Kindergartens Waldstrasse und diejenigen am Standort Blumenau und Bahnhofstrasse neu gestaltet. Kürzlich wurden sie feierlich eröffnet.Unter dem Jahresmotto „Spielen im Freien“, wurden während einer Projektwoche die Spielplätze des Kindergartens Waldstrasse und bei den Schulhäusern Blumenau und Bahnhofstrasse neu gestaltet. Dabei wurden knapp 320 Tonnen Kies in Bewegung gesetzt. «120 Schaufeln und 40 Schubkarren waren im Einsatz, eine tolle Leistung von den Lehrern, Eltern, Freiwilligen, Kindergärtler und Primarschüler», lobte Schulpräsidentin Susanna Koller Brunner. Mitte Mai fand diese Projektwoche, notabene unfallfrei, statt.

Ein ernstgemeinter Aufruf der scheidenden Präsidentin
Zu Beginn des Festaktes richtete die im Juli, und nach zwölf Jahren im Amt, abtretende Schulpräsidentin fordernde Worte an die Anwesenden. "Heute ist euer Happy Day und der krönende Abschluss einer ganz speziellen Projektwoche! Wir feieren heute alle miteinander die offizielle Einweihung eurer Spielplätze auf der Schulanlage am Kwant und im Kindergarten Waldstrasse.
Bevor ich etwas zum Projektablauf sage, ist es mir wichtig, Ihnen geschätzte Eltern, Ihnen in der Funktion als Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für den Budgetposten Spielplatz-Erneuerung zu danken. Damit legten Sie den Grundstein, dass wir heute hier sind.
Ich möchte Ihnen sehr ans Herz legen, nehmen Sie an den Schulgemeindeversammlungen teil. Mein Appell geht an diejenigen unter euch, die noch Luft nach oben haben betreffend Teilnahme! Machen Sie sich breit und vertreten Sie die finanziellen Anliegen mit Ihrer Teilnahme. Denn in all den Jahren habe ich viele, viele Eltern vermisst. Wir hätten Sie oftmals wirklich gebraucht." Die Worte Susanna Koller Brunners sassen, ob sie positive Auswirkungen haben, wird sich an den kommenden gemeindeversammlungen zeigen.

Ein Vorzeigeprojekt
Vor etwas mehr als einem Jahr drang der Wunsch nach Spielen im Freien und adäquaten Spielplätzen an die Behörden-Ohren. Die Behörde musste nicht überzeugt werden, dass das Spielen im Freien wichtig ist, auch für die Entwicklung der Kinder. Susanna Koller Brunner erklärte, "zügig war klar wer dieses Projekt begleiten soll: Markus Allemann, Naturgärten, Schönholzerswilen und sein Team haben uns begleitet.
In den 3 geplanten Workshops in diesem Schuljahr wurden wir ins Thema eingeführt, wie würden wir gerne spielen, welche Materialien reizen uns. Eltern und Lehrerschaft war begeistert daran, Naturmaterialien zu sammeln, in den Erinnerungen zu schwelgen an die eigene Spielzeit. Danach waren die Lehrpersonen mit ihren Schülerinnen und Schüler am Schaffen vom Kindergarten bis zu 6. Klasse wurden Spielplätze kreiert. Ja und dann haben die Erwachsenen, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern eine Rangliste gemacht von den häufigsten Nennungen und daraus hat Markus Allemann und sein Team die Planung vorangetrieben."

Schwerarbeit
Wir haben 209 Kubikmeter Rundkies geschaufelt! Das sind umgerechnet 317,7 Tonnen Kies, jedes Korn wurde auf die Schaufel gepackt und ist nun der Fallschutz! Über 315 Laufmeter Rundholz – rund 32 Tonnen mussten geschliffen werden. Rund 20 Tonnen Sandstein wurden verbaut, Löcher wurden gegraben und so weiter. Wir sahen viele strahlende Gesichter bei der Arbeit, die Presse war hier und das Radio! Mit grossem Stolz und einer riesigen Freude haben die jungen Akteure Auskunft gegeben und die Journalisten und die Reporterin waren begeistert. Inzwischen durften die meisten Geräte genutzt werden und sie werden genutzt, ich sehe jeden Tag viele Kinder und Jugendliche auch nach der Schule und am Abend – man spürt die Freude und die Lust an euren Spielplätzen! Es ist gelungen die Sehnsucht zu wecken und jetzt wird gespielt – Erwachsene jetzt genau zuhören: die Geräte sind ausgelegt für mehr als 60 kg – Last – es besteht kein Grund etwas nicht auszuprobieren oder mit den Kindern aufs Trampolin zu hüpfen oder ein Familien Gireitzli Event zu machen. Susanna Koller Brunner versprühte eine grosse Leidenschaft, es war ihr anzumerken, dass ihr auch dieses Projekt sehr am Herzen lag....ein Projekt mehr, das sie in ihrer langjährigen Funktion als Schulpräsidentin erfolgreich abgewickelt hat.

Eine kleine Träne
"Für mich schliesst sich mit dem heutigen Anlass 12 Jahre präsidiale Arbeit – es ist mir eine grosse Ehre, meine letzte Ansprache hier halten zu dürfen für etwas, welches wir alle miteinander gschafft haben – ihr Kinder zusammen mit euren Lehrpersonen und Eltern, mit dem Schulleiter, unseren Hauswarten und der Behörde – genau dieses Miteinander und Füreinander für unsere Schule, hat mich die letzten 12 Jahre angetrieben. Dafür danke ich sehr, sehr herzlich, es war für mich eine grosse Ehre in meinem Leben eure Schulpräsidentin gewesen zu sein."