Nachdem der Regierungsrat des Kantons Thurgau vergangene Woche insbesondere eine Ausdehnung der Maskenpflicht beschlossen hatte, hat auch der Bundesrat zusätzliche Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung von Covid-19 eingeführt, wie es in einem Communiqué des Kantons vom Mittwoch heisst. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau habe demnach «die Lage analysiert und entschieden, dass die weitergehenden kantonalen Massnahmen dringend angezeigt bleiben». Dies sind:

  • Maskenpflicht in den Aussenbereichen von Veranstaltungen, Märkten oder Messen
  • Maskentragpflicht in Warte- und Zugangsbereichen des öffentlichen Verkehrs
  • Veranstaltungen im Innern: weiterhin Maskenpflicht, auch bei 3G- und 2G-Veranstaltungen.

Homeoffice, Hygieneregeln und Maskenpflicht

Weiter heisst es: «Vor einer Woche hatten die vier Ostschweizer Kantone Thurgau, St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden an einer Medienkonferenz ihre Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung von Covid-19 vorgestellt.» Für den Kanton Thurgau seien dies eine erweiterte Maskentragpflicht an Veranstaltungen im Innen- und Aussenbereich, an Märkten, an Fach- und Publikumsmessen sowie in Warte- und Zugangsbereichen des öffentlichen Verkehrs gewesen. Diese Maskentragpflicht würde unabhängig davon gelten, ob der Zugang auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt sei. Ausserdem hätten die Ostschweizer Regierungen die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dazu aufgerufen, wieder vermehrt auf Homeoffice umzustellen, zudem seien die Hygieneregeln in Erinnerung gerufen worden.

Aus dem Communiqué geht ausserdem hervor: «Am Freitag hat dann der Bundesrat seinerseits Massnahmen vorgestellt, die seit dem 6. Dezember 2021 gelten. So wurde schweizweit die Zertifikats- und Maskenpflicht ausgeweitet, die Homeoffice-Empfehlung verstärkt sowie die Gültigkeit von Antigen-Schnelltests verkürzt.» Ausserdem bestünde gemäss Bundesrat bei zertifikatspflichtigen Veranstaltungen und Einrichtungen die Möglichkeit, den Zutritt auf geimpfte und genesene Personen zu beschränken und damit auf die Maskenpflicht zu verzichten (2G). Der Kanton St. Gallen will es hingegen so handhaben: Bei 2G-Veranstaltungen dürfen die Betreiber auf die Maskenpflicht verzichten, müssen aber nicht.

Maskenpflicht auch bei 2G-Veranstaltungen

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau habe neue Ausgangslage analysiert und sei zum Schluss gekommen: «In Anbetracht der epidemiologischen Lage im Kanton Thurgau und der steigenden Auslastung der Spital- und Intensivstationen hat der Thurgauer Regierungsrat entschieden, dass diejenigen kantonalen Massnahmen, die weitergehen als jene des Bundes, in Kraft bleiben.» Diese Regelung gilt weiterhin unabhängig davon, ob der Zugang auf Personen mit einem Zertifikat (2G oder 3G) beschränkt ist.

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