Als der FC Wil den Transfer seines Flügelflitzers Kwadwo Duah zum FC St. Gallen kommunizierte, liess ein Satz in der offiziellen Facebook-Meldung des Klubs aufhorchen: «Kwadwo Duah unterschrieb damals bei uns einen Vertrag bis 2021, den er nun auflösen konnte.» Von einem Verkauf des Spielers war dann aber nicht die Rede. Wie bitte? Kwadwo Duah ist nicht irgendwer. Mit zwölf erzielten Toren war er – zusammen mit Valon Fazliu – in der abgelaufenen Saison bester Wiler Torschütze. Mit 23 Jahren ist der pfeilschnelle Flügelflitzer zudem ein Versprechen für die Zukunft. Sein Marktwert beziffert das Portal «transfermarkt.ch» mit 400'000 Franken. Ein ordentlicher Betrag für einen Verein mit einem Jahresbudget von gut 2,5 Millionen Franken. Und eben: Duah hatte in Wil noch einen laufenden Vertrag bis nächsten Sommer. Kommt dazu, dass St. Gallen nicht der einzige Super-League-Verein war, welcher die Fühler nach Duah ausgestreckt hatte.

Nun spielt Duah also für Grün-Weiss und erzielte am Freitag im ersten Testspiel – ein 5:0-Sieg gegen Austria Lustenau – auch gleich einen Treffer. FC-Wil-Präsident Maurice Weber erklärt: «Es war der ausdrückliche Wunsch des Spielers, zum FC St. Gallen zu wechseln. Obwohl das Angebot der St. Galler deutlich unter dem Marktwert lag, wollten wir ihm keine Steine in den Weg legen.» Heisst konkret: Es ist Geld geflossen beim Vereinswechsel. Aber der FC Wil hätte bei einem Transfer zu einem anderen Klub eine höhere Transfersumme lösen können. Laut hallowil.ch-Recherchen besitzt der FC Wil aber eine Beteiligung, sollte Duah dereinst weitertransferiert werden. Speziell ist die Situation, weil der FC St. Gallen ausgerechnet seinem Partnerklub ein Angebot deutlich unter dem Marktwert machte.

Wiler Neuzugang trifft

Schon ohne Duah spielte der FC Wil am Freitagnachmittag bei sengender Hitze auf einem Nebenplatz des Rheinparkstadions das erste Vorbereitungsspiel hinsichtlich der neuen Saison gegen den FC Vaduz und verlor mit 1:3. Die Entscheidung fiel bereits vor der Pause, als der Super-League-Aufsteiger seine drei Treffer erzielte. Einmal genügte eine Hereingabe von rechts, einmal ein Corner, dazwischen ein Penalty. Vor der Pause waren die Wiler defensiv anfällig und offensiv zu kompliziert.

Nach dem Seitenwechsel, als beide Teams zahlreiche Wechsel vorgenommen hatten, waren die Wiler besser im Spiel und verdienten sich den Ehrentreffer. Erzielt wurde dieser in einer «Zürcher»-Produktion. Kastrijot Ndau schlug einen Corner von rechts genau auf den Kopf des 19-jährigen Verteidigers Ilan Sauter, der wuchtig in den linken hohen Winkel traf. Erst im Verlauf der Woche hatte der Schweizer U19-Nationalspieler seinen Leihvertrag beim FC Wil für die bevorstehende Saison unterzeichnet und ist nun bereits Torschütze für den Challenge-League-Klub.


Joël Schmied künftig bei Vaduz

Die Frage ist nun aber erlaubt: Wer wird Nachfolger von Duah als regelmässiger Torschütze? Womöglich könnte der 19-jährige Noah Jones, der zuletzt bei Red Bull Leipzig gespielt hatte und nun vertragslos ist, ein Kandidat sein. Der FC Wil möchte ihn verpflichten und laut Weber sei man «auf gutem Weg». Jedoch sei ein solcher Spieler beliebt. Gegen Vaduz spielte Jones als Stoss-Stürmer die zweite Halbzeit und hatte die eine oder andere auffällige Aktion.

An der Seitenlinie in Zivilmontur stand mit Joël Schmied ein in Wil bekanntes Gesicht. Er hatte in der vergangenen Saison als Leihgabe der Young Boys beim FC Wil alle Spiele bestritten. Am Freitagnachmittag wurde bekannt, dass der 21-Jährige beim FC Vaduz einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat und somit den Sprung in die Super League schafft.

Ilan Sauter im Video: Das sagt der einzige Wiler Torschütze

 

FC Vaduz (Super League) – FC Wil 1900 3:1 (3:0)

Rheinpark (Nebenplatz, Naturrasen): Unter Ausschluss der Öffentlichkeit. – Sr: von Mandach.

Tore: 13. Di Gusto 1:0. 29. Milinceanu (Foulpenalty) 2:0. 44. Schmid 3:0. 79. Sauter 3:1.

FC Vaduz:
1. Halbzeit: Büchel; Gasser, Schmid, Göppel; Cicek, Wieser; Santin, Di Gusto, Antoniazzi; Coulibaly, Milinceanu.
2. Halbzeit: Ospelt; Simani, Bajrami, Göppel (76. Antoniazzi); Gomes, Prokopic; Dorn, Saglam, Hug; Djokic, Sutter.

FC Wil 1900:
1. Halbzeit: Köhn; Padula, Mätzler, Kronig, Schäppi; Sarcevic, Ndau; Brahimi, Fazliu, Krasniqi; Paunescu.
2. Halbzeit: Klein; Padula (72. Mettler), Izmirlioglu, Sauter, Schäppi; Muntwiler (87. Sarcevic), Ismaili; Brahimi (72. Mayer), Fazliu (72. Ndau), Blasucci; Jones.

Bemerkungen: Vaduz ohne Rahimi, Gajic, Lüchinger (verletzt) und Chande (nicht im Aufgebot). Wil ohne Abubakar (nicht im Aufgebot), dafür mit den Testspielern Noah Blasucci (zuletzt bei Rapperswil-Jona) und Noah Jones (zuletzt bei Leipzig) sowie Mika Mettler aus dem eigenen Nachwuchs. – Verwarnung: 56. Gomes (Unsportlichkeit). – 87. Muntwiler angeschlagen ausgewechselt.

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Der Liveticker:

Das war es von meiner Seite an diesem unangenehm heissen Nachmittag. Ich bedanke mich für Ihr Interesse und wünsche allen ein schönes Wochenende. Bis bald auf hallowil.ch.

Der nächste Test findet am kommenden Mittwoch (26. August) um 11 Uhr zuhause im Bergholz statt. Als Gegner wird dann der FC Schaffhausen im Wiler Südquartier gastieren. Auch von diesem Spiel wird es auf hallowil.ch ein Liveticker geben. 

Schlussfazit: Alles in allem verliert der FC Wil nicht unverdient gegen den Aufsteiger Vaduz mit 1:3. Vor allem in der ersten Halbzeit war die Leistung nicht gut genug, um die Liechtensteiner zu ärgern. Der FC Wil hat viele neue Spieler eingesetzt und viel rotiert. Man merkt, dass die Mannschaft noch nicht so eingespielt ist. Das kann sich aber bis zum Saisonstart noch ändern. Es bleiben drei Wochen. 

Schlusspfiff in Vaduz. Die Liechtensteiner gewinnen gegen den FC Wil in diesem ersten Test vor der neuen Saison mit 3:1.

89. Minute: Vor einem Jahr noch im Test gegen Austria Lustenau musste Gianluca Tolino, seines Zeichens Ersatztorwart, als Stürmer spielen, weil Trainer Sforza schon alle duschen geschickt hatte. Seine Lehren hat er daraus gezogen. Er hat niemand duschen geschickt und kann darum wieder Spieler einwechseln, die in der ersten Halbzeit schon gespielt haben. Wie zum Beispiel Sarcevic.

88. Minute: Muntwiler muss verletzungsbedingt vom Platz. Es hat ausgesehen, als ob er einen Zwick im Oberschenkel gekriegt hatte. Ihn ersetzt Ivan Sarcevic, welcher ebenfalls schon 45 Minuten auf dem Feld gestanden hatte. Dürfte aber nix schlimmes sein bei "Munti".

85. Minute: Die nächste Wortmeldung der Vaduzer: Aus halblinker Position haut einer einfach mal drauf und zwingt Klein zu einer guten Parade. Die anschliessende Ecke bringt keine Gefahr.

82. Minute: Auf der anderen Seite vor dem Wiler Tor ist es lange nicht mehr gefährlich geworden. Mit einem Distanzschuss melden sich die Vaduzer aber wiedermal und der Ball knallt von der Latte weg ins Aus. Glück für Yuri-Gino Klein zwischen den Pfosten. Hätte allerdings nicht gezählt, da Offside.

81. Minute: Ismaili kommt schön auf der rechten Seite durch. In der Mitte bekommt Jones den Querpass perfekt auf den Elfmeterpunkt. Wie kann er den aber bitte übers Tor hauen? So wird das natürlich nichts mit der Aufholjagd.

79. Minute: TOOOOOOR für den FC Wil durch Sauter zum 3:1-Anschlusstreffer. Eckball für die Wiler. Ndau tritt den Ball Richtung Mitte und Ilan Sauter köpft den Ball unter die Latte. Die Leihgabe des FC Zürich ist in der Halbzeit gekommen und macht direkt sein erstes Tor.

76. Minute: Auch Vaduz wechselt: Für Göppel kommt neu Antoniazzi ins Spiel. Der hatte schon in der ersten Halbzeit gespielt.

72. Minute: Drei Wechsel beim FC Wil: Wie erwähnt kommen die zwei neuen Spieler jetzt aufs Feld. An Stelle von Padula spielt neu Nachwuchsmann Mettler und Brahimi wird durch Mayer ersetzt. Ein weiterer interessanter Wechsel ist Ndau für Fazliu. Ndau hat bereits die ganze erste Halbzeit gespielt und muss/darf jetzt nochmals für Fazliu ran.

70. Minute: Trinkpause in der zweiten Halbzeit. Noch 20 Minuten zu spielen. An der Seitenlinie warten Mayer und Mettler seit mehreren Minuten auf ihre Einwechslung. Mal schauen, ob sie nach dieser kurzen Pause eingewechselt werden.

69. Minute: Was für eine Parade von Vaduz-Goalie Ospelt. Padula kommt aus noch spitzerem Winkel zum Abschluss wie vorhin. Ospelt reagiert aber sackstark und bringt noch eine Hand dahinter. 

64. Minute: Das Spiel hat sich jetzt wirklich langsam beruhigt und findet mehrheitlich im Mittelfeld statt. Ich würde Ihnen gerne Torchancen tickern. Aber davon gibt es momentan fast keine. 

61. Minute: Das Spiel hat ein wenig an Fahrt verloren. Vaduz muss nicht und Wil kann nicht, so scheint es. Ab und zu kommen beide Mannschaften zu guten Ansätzen. Weitere Tore bleiben uns aber bisher verwehrt.

56. Minute: Das Spiel ist jetzt mehr in den Händen der Gäste. Wil spielt offensiver und agressiver. Die Kreativität lässt aber weiterhin auf sich warten. Meistens braucht es eine Einzelaktion eines Spielers, um gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen.

51. Minute: Padula tankt sich wiedermal gut durch und kommt aus spitzem Winkel zu einem guten Abschluss. Das muss das Tor sein. Ospelt reagiert aber stark und hält Vaduz die Null.

50. Minute: Wil hat deutlich besser begonnen, als noch in der ersten Halbzeit. 

46. Minute: Auch Vaduz hat fast die ganze Mannschaft ausgewechselt. Nur Göppel ist geblieben. Neu ist Ospelt im Tor. Die 3er-Abwehr bilden von rechts her gesehen Samini, Bajrami und Göppel. Im defensiven Mittelfeld spielen Gomes (rechts) und Prokopic. Das offensive Mittelfeld bilden von rechts nach links Dorn, Saglam und Hug. Als Stürmer gehen Djokic (rechts) und Sutter auf Torjagd.

46. Minute: Wil spielt neu mit Klein im Tor. Padula bleibt als rechter Aussenverteidiger auf dem Feld. Neben ihm stehen neu Izmirliogliu (rechter Innenverteidiger) und Sauter. Auch Schäppi als linker Aussenverteidiger bleibt auf dem Platz. Im defensiven Mittelfeld spielen jetzt Muntwiler (rechts) und Ismaili. Im offensiven Mittelfeld agieren von rechts nach links Brahimi, Fazliu und neu Testspieler Blasucci. Stoss-Stürmer ist Testspieler Jones von RB Leipzig.

46. Minute: Die zweite Halbzeit läuft. Geht noch was bei dieser Hitze? Viele frische Kräfte sind auf dem Platz.

Halbzeitfazit: Die Wiler sind hier nicht unverdient mit drei Toren im Rückstand. Sie spielen vorne ohne Kreativität. Der Ball kommt weder durch die Mitte, noch über die Flügel gefährlich vors Tor. Und so müssen die Äbtestädter sich auf Distanzschüsse verlassen, um zu Torchancen zu kommen. Defensiv sind die Gäste anfällig auf Konter und tiefe Pässe. Der FC Wil muss in der zweiten Halbzeit mehr machen, wenn er hier nicht als Verlierer vom Platz gehen will.

Halbzeitpfiff in Vaduz: Die Liechtensteiner führen in diesem Testspiel zur Hälfte mit 3:0 gegen den FC Wil.

44. Minute: TOOOOOR für den FC Vaduz durch Schmid zum 3:0. Die Ecke wird auf den zweiten Pfosten gezirkelt. Weder Köhn im Tor noch die Verteidigung können den Ball abwehren. Schmid kommt alleine vor dem Wiler Tor an den Ball und muss nur noch einschieben. Jetzt wird's deutlich.

44. Minute: Die Gastgeber kommen schon wieder gefährlich über die Flügel. Der Querpass wir zum Eckball geklärt. 

42. Minute: Vaduz hat klar die gefährlicheren Abschlüsse. Nach einem Pass von Coulibaly ist es Neuzugang Santin, der alleine vor dem Wiler Tor steht, kurz vertendelt und Köhn zu einer starken Parade zwingt. Dieser hat den Ball aber und es steht weiterhin 2:0. Nur 2:0.

40. Minute: Fünf Minuten vor der Halbzeit stellt sich die Frage, ob Wil noch den Anschlusstreffer erzielen kann oder Vaduz das 3:0 schiesst. Wil ist offensiv unkreativ und kommt kaum zu guten Chancen, während die Vaduzer mit ihren schnellen Flügeln immer wieder für Gefahr gut sind.

36. Minute: Freistoss für Vaduz aus halbrechter Position. Perfekt für einen Linksfuss. Cicek legt sich also den Ball zurecht und knallt ihn präzise aufs Gehäuse von Köhn. Dieser taucht ab und krazt die Kugel aus dem unteren rechten Eck. Guter Schuss, aber noch bessere Parade.

35. Minute: Ich würde Ihnen gerne hier interessantere Aktionen der Äbtestädter beschreiben. Aber die Offensivszenen bestehen mehrheitlich aus Distanzversuchen.

34. Minute: Dieses Tor fällt fast ein wenig aus heiterem Himmel. Die Wiler konnten sich Vorteile erspielen, aber kommen nicht zu den gewünschten Abschlüssen. Ein Konter der Vaduzer führte zum Eckball und danach kam das Foul, der Elfmeter und das Tor. Seither ist Vaduz wieder aktiver und drückt auf den dritten Treffer.

29. Minute: TOOOOR für den FC Vaduz durch Milinceanu per Foulpenalty zum 2:0. Der Gefoulte tritt gleich selber an. Normalerweise sagt man, dass dies keine gute Idee ist. Der Schuss geht halbhoch in die Mitte. Köhn ist noch knapp mit den Füssen dran, der Ball geht aber rein.

28. Minute: Der Eckball wird in die Mitte getreten. Zwei Vaduzer verpassen, der Dritte, Milinceanu, wird von Altach-Neuzugang Mätzler heruntergerissen. Penalty für Vaduz.

27. Minute: Nach der Trinkpause ist Wil besser im Spiel und vor allem aktiver. Die Gäste versuchen dem Gegner keinen Raum für sein Aufbauspiel zu gewähren und stören früh. Das gibt aber Platz für Konter. Einen solchen landet hinter dem Tor. Resultat: Eckball für Vaduz.

25. Minute: Und weiter geht's. Wil kommt über rechts mit Padula und Brahimi. Die Flanke in die Mitte wird aber von einem Vaduzer abgeblockt.

23. Minute: Die erste Trinkpause in diesem Spiel. Es ist so heiss, da braucht es die zusätzlichen Pausen, dass die Spieler nicht zusammenklappen. Und die Trinkpause dauert länger als auch schon.

19. Minute: Wil versucht sich aus der eigenen Hälfte lösen zu können. Dies gelingt nicht immer wunschgemäss. Aber wenn es einmal gefährlich wird im Strafraum vor Goalie Büchel, dann fast nur durch einen Schuss aus der zweiten Reihe.

17. Minute: Der Aufsteiger hat jetzt langsam aber sicher das Spiel unter Kontrolle. Er schnürt die Äbtestädter am eigenen Sechszehner ein, kommen aber nicht zum Abschluss.

13. Minute: TOOOOR für den FC Vaduz durch Di Gusto zum 1:0. Auf der rechten Seite tankt sich Coulibaly durch und zieht an der Grundlinie nach innen. Er legt den Ball nach hinten. Da steht Di Gusto und schiebt die Kugel an Köhn vorbei ins Netz. Das ging ziemlich einfach.

11. Minute: Die Wiler versuchen das Spiel von hinten heraus zu gestalten. Dabei gibt es ein grosses Problem: Köhn im Tor hat keine Anspielstation und macht einen Fehlpass. Der freche Distanzversuch der Gastgeber geht aber über das Tor.

9. Minute: Die Sonne brennt unerbittlich auf den Platz herunter. Ich bin froh, dass ich heute nicht selbst auf dem Platz stehe und im Schatten tickern kann.

7. Minute: Das erste Testspiel lässt nach einigen Minuten schon sehr an die letzte Saison erinnern. Padula auf der Aussenverteidigerposition kommt mit seinem Energieanfall fast zum Strafraum, wird aber gefoult. Der Freistoss geht dann knapp am Tor vorbei.

3. Minute: Beide Teams starten ausgeglichen. Je ein Eckball, der kurz für Aufregung im Strafraum sorgt. Aber in beiden Fällen kein Problem für die Verteidigung.

1. Minute: Der Schiedsrichter hat das Spiel freigegeben. Das erste Vorbereitungsspiel vor der neuen Saison läuft.

Gespielt wird auf einem Nebenplatz anstatt im Rheinpark Stadion, da die Liechtensteiner bereits nächste Woche in der Europa-League-Qualifikation gegen die Hibernians aus Malta spielen und der Rasen in der Arena geschont wird. Das bedeutet auch, dass dieser Test für die Gastgeber richtungsweisend für den ersten Ernstkampf am 27. August ist.

Geleitet wird die Partie vom Aargauer Schiedsrichter van Mandach.

Aufstiegs-Trainer Frick hat sich in einem 3-2-3-2-System für folgende Startelf entschieden: Im Tor steht Büchel. Die Abwehr bilden von rechts nach links Gasser, Schmid und Göppel. Im defensiven Mittelfeld laufen Cicek (rechts) und Wieser auf. Eine Reihe offensiver sind von rechts her gesehen Santin, Di Gusto und Antoniazzi. Im Sturm sollen es Coulibaly (rechts) und Milinceanu krachen lassen.

Kommen wir zu den Mannschaftsaufstellungen. Wils Trainer Sforza startet im ersten Testspiel mit einer 4-2-3-1-Aufstellung mit folgenden Spielern: Im Tor steht der Leihspieler von RB Salzburg, Philipp Köhn. Die Verteidigung bilden von rechts her gesehen Padula, Mätzler, Kronig und Schäppi. Im defensiven Mittelfeld sollen Sarcevic (rechts) und Ndau für Stabilität sorgen. Vor ihnen spielen von rechts nach links Brahimi, Fazliu und Krasniqi. Als Stürmer agiert Paunescu. Keine verletzten Spieler. Dafür stehen mit Noah Blasucci und Noah Jones zwei Testspieler auf dem Matchblatt. Sie dürften dann nach der Pause zum Zug kommen. Auch mit dabei ist Nachwuchsspieler Mika Mettler.

In diesem ersten Testspiel nach einer mehr oder weniger kurzen Sommerpause ist nicht nur interessant anzusehen, wie der FC Wil sich gegen ein Super-League-Team schlägt. Man fragt sich auch, wie sich die neuen Leihspieler des der Äbtestädter schon zurechtfinden.

Die zwei Teams verbindet so einiges: Wil-Captain Philip Muntwiler kam vor einem Jahr von den Liechtensteiner in die Äbtestadt, während Eigengewächs Fuad Rahimi diesen Sommer nach einer Ausleihe fest vom FC Vaduz verpflichtet wurde. Er steuerte seinen Teil zum Aufstieg bei, indem er in den letzten Ligaspielen fast immer über die volle Distanz spielte und auch in der Barrage gegen Thun 180 Minuten auf dem Platz stand. Zusätzlich sind die ehemaligen Wil-Akteure Chande (Goalie) und Gasser (Verteidiger) im Kader der Mannschaft aus dem Fürstentum.

Hallo und herzlich willkommen aus unserem kleinen Nachbarland, dem Ländle. Ich begrüsse Sie zum ersten Testspiel der Saison 2020/2021 zwischen dem FC Vaduz und dem FC Wil. Als dieses Testspiel festgelegt wurde, war noch nicht klar, dass der FC Vaduz in die höchste Schweizer Liga aufsteigen wird. Nun ist klar: Es geht heute gegen ein Super-League-Team. Lukas Tanno wird für Sie durch diesen Fussball-Nachmittag tickern.

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Die Vorschau:

Seit Montag befindet sich der FC Wil in der Vorbereitung auf seine 17. Challenge-League-Saison am Stück. In dieser Zeit hat des der FC Vaduz geschafft, dreimal in die Super League aufzusteigen – und zweimal wieder ab. Am Freitag begegnen sich die beiden Mannschaften im Fürstentum Liechtenstein zu einem Testspiel. Für beide ist es die erste Vorbereitungspartie auf die neue Spielzeit.

Bereits jetzt kann gesagt werden, dass es eine heisse Sache wird. In Vaduz sind bei Spielbeginn um 15 Uhr rund 34 Grad am Schatten angesagt. Viel Schatten wird es aber nicht haben. Denn gespielt wird nicht im Rheinpark-Stadion selbst, sondern auf einem Nebenplatz. Wegen der vielen Partien der vergangenen Wochen soll der Rasen im Liechtensteiner Nationalstadion geschont werden. Schon sechs Tage später steht dann das Europa-League-Heimspiel gegen die Hibernians aus Malta an. Der Vergleich mit Wil ist für die Vaduzer bereits die Generalprobe für den ersten Pflichtspiel-Einsatz.