In der herrlich geschmückten Kirche feierten die Niederwiler am Bettag das Diamantene Priesterjubiläum von Pater Philipp Eisenlohr, der als Benediktinermissionar in Tansania tätig ist. Abt Emmanuel Rutz (Abtei St. Otmarsberg) und Pater Erich konzelebrierten beim Festgottesdienst.In seiner Ansprache wandte sich Pater Erich an den Pater Philipp mit der Vermutung, er sei doch sicher in den vergangenen 60 Jahren auch gelegentlich gefragt worden, warum er Priester und Missionar geworden sei.

„Durch Gottes Gnade“
Der Apostel Petrus sagte einmal: „Wenn ihr gefragt werdet, aus welcher Hoffnung heraus ihr euer Leben gestaltet, dann gebt Antwort.“ – Der Dank-, Buss- und Bettag ist ein geeigneter Tag, für 60 Jahre priesterliches Wirken dankbar zu sein und sich zu fragen: welche Hoffnung hat mich bewogen, zum Lebensweg als Priester ja zu sagen.

Auf dem Primizbildchen von Pater Philipp von 1957 steht: „Durch Gottes Gnade Priester...“ und jetzt nach 60 Jahren ist ihm dieses Wort noch genauso wichtig. Die Frohe Botschaft Jesu zu den Menschen zu bringen, das ist doch der eigentliche Auftrag der Priester.

„Guten Grund zum Danken“
Wir alle haben heute Grund zum Danken, stellt Pater Erich fest. Pater Philipp hat Grund, Gott zu danken für seinen Ruf, den er damals vernommen hat. Und wir, seine Verwandten und seine Bekannten haben Grund, Dank zu sagen. Dank für alles, was Pater Philipp an Glaubenszeugnis und Glaubensfreude geschenkt hat, Dank zu sagen für seinen treuen priesterlichen Dienst.

Karl Schönenberger überbrachte dem Jubilar im Namen des Kirchenverwaltungsrates Niederwil die Glück- und Segenswünsche. Er sei zwar noch ein Bub gewesen, als Pater Philipp als Neupriester seine erste Messe in Niederwil feierte. Er erinnere sich aber gerne an die Zeit, als Pater Philipp auf Heimaturlaub kam und vom fernen Afrika erzählte, sagte er in seiner Laudatio.

Pater Philipp bedankte sich für das Fest, dass zu seinem Diamantenen Priesterjubiläum organisiert wurde. Traditionsgemäss verschönert der Jodlerclub Älpli den Erntedankgottesdienst in der Kirche Niederwil. Die wunderschönen Jodellieder haben die zahlreichen Gottesdienstbesucher und den jubilierenden Missionar gefreut.

Erntedank
Mit viel Liebe wurde die Kirche mit Erntegaben geschmückt und im Anschluss an die Feier hatten alle Gelegenheit, Zwiebelzöpfe und Erntegaben zu kaufen. Mit dem Erlös wird Pro Pallium, Schweizer Palliativstiftung für Kinder und junge Erwachsene unterstützt.

Aus der Pfarreichronik von 1957:
5. Mai: Primiz von Pater Philipp Eisenlohr. Alles gut verlaufen bei schönem Wetter. 200 weisse Nägeli zieren den Hochaltar.
Mittagessen im Hirschen – Fast 140 Personen haben Platz.

Heftige Fröste mit Schnee und Eis vernichteten am 8. und 9. Mai viele Blüten. Es scheint ein grosser Schaden entstanden zu sein.

Eine Woche nach der Primiz – am 12. Mai - wird der letzte Sonntagsgottesdienst vor der Renovation in der Kirche gefeiert.