Das nennt man mal eine Reaktion: Nachdem der EC Wil zuletzt drei Partien hintereinander verloren und zum Teil dürftige Leistungen gezeigt hatte, kam ausgerechnet gegen den vormaligen Leader EHC Wetzikon die Reaktion und somit ein deutliches Lebenszeichen. Dank eines Treffers von Remo Heitzmann nach nur 21 Sekunden der Verlängerung gewannen die Wiler im Zürcher Oberland überraschend mit 5:4. In einer aufwühlenden und nervenaufreibenden Partie waren bis zur 37. Minuten bereits acht Tore gefallen. Danach gab es in der regulären Spielzeit nichts mehr zu bejubeln. Zwar gingen die Wiler durch den bereits fünften Saisontreffer von Andreas Ambühl bereits nach 63 Sekunden in Führung, mussten in der Folge aber dreimal einen Rückstand aufholen. Im ersten Drittel kehrte Wetzikon das Spiel mit zwei Treffern binnen 14 Sekunden. Doch noch vor der ersten Sirene glich Elia-Marius Mettler wieder aus. Es war ebenfalls sein bereits fünfter Saisontreffer. Im Mitteldrittel legte Wetzikon zweimal vor, die Wiler glichen zweimal im Powerplay aus. Ambühls sechster Streich und ein Tor von Colin Swart sorgten für ausgeglichene Verhältnisse auch in einem kurzweiligen zweiten Abschnitt.

Damit ist den Wilern ausgerechnet gegen den amtierenden 1.-Liga-Meister der Befreiungsschlag geglückt – und dies mit einer starken Leistung. An den Zürchern war der EC Wil in der vergangenen Saison im Playoff-Halbfinal noch gescheitert. Trotz des dritten Saisonsieges rutschten die Wiler in der Rangliste aus den Playoff-Plätzen auf Position neun.

Uzwil seit der Startrunde sieglos

Dies geschah, weil der SC Herisau die Wiler überholte. Die Appenzeller besiegten den EHC Uzwil in dessen Uzehalle mit 3:1. Bis die 366 Zuschauer einen ersten Treffer zu sehen bekamen, waren schon fast 38 Minuten gespielt. Marc Grau traf für die Gäste. Die Uzwiler Reaktion kam zu Beginn des Schlussdrittels. Erst 30 Sekunden waren gespielt, als Robin Reinmann ausglich. Doch mit zwei Treffern innerhalb von etwas mehr als vier Minuten machten die Gäste alles klar. Für die Uzwiler war es nach dem 1:2 vor Wochenfrist in Widnau gegen Rheintal die zweite empfindliche Niederlage gegen ein Team in Reichweite. Seit der Startrunde und nun mehr fünf Niederlagen wartet der EHC Uzwil auf Punkte. Die Playoff-Plätze liegen schon vier Zähler und mehr entfernt.

1. Liga, Gruppe Ost, 6. Runde:
Wetzikon – Wil 4:5 n.V.
Uzwil – Herisau 1:3
Pikes Oberthurgau – Prättigau-Herrschaft 2:5
Argovia – Arosa 0:3
Reinach – Rheintal 2:3 n.V.
Bellinzona – Frauenfeld 5:4

Rangliste:
1. Arosa 6/17. 2. Wetzikon 6/16. 3. Frauenfeld 6/15. 4. Bellinzona 6/12. 5. Rheintal 6/10. 6. Prättigau-Herrschaft 6/9. 7. Pikes Oberthurgau 6/7. 8. Herisau 6/7. 9. Wil 6/7. 10. Argovia 6/4. 11. Uzwil 6/3. 12. Reinach 6/1.