Es ist ein Transfer mit Signalwirkung. EC-Wil-Captain Lars-Kevin Spillmann bleibt den Äbtestädtern auch in der kommenden Saison erhalten. Dies ist darum bemerkenswert, weil der EC Wil sparen muss, was auch bei den Spielern zu Abstrichen führt, so sie denn bleiben. Spillmann sei vom neuen Konzept überzeugt, sagt Vereinspräsident Roger Dietschweiler gegenüber hallowil.ch.

Dietschweiler gibt auch an, dass man in den Verhandlungen mit Trainer Andy Ritsch «auf der Zielgeraden» sei und nur noch einige Details geregelt werden müssten. Es deute derzeit viel darauf hin, dass Ritsch auch kommende Saison beim EC Wil an der Bande steht. Viele weitere Gespräche mit Spielern betreffend Zukunft stehen kommende Woche an. Denn bis anhin hat – neben Spillmann – nur Goalie Daniel Schenkel einen über das Saisonende hinauslaufenden Vertrag.


Sieg nach 19 Sekunden der Verlängerung

Auf dem Eis kamen die Wiler auswärts gegen Aufsteiger Luzern am Samstag-Vorabend zu einem mühevollen 4:3-Sieg nach Verlängerung. Gegen das Tabellen-Schlusslicht, das in dieser Saison noch kein einziges Heimspiel gewonnen hat, ist dies zu wenig. Bereits vor der Partie war allerdings klar gewesen, dass die Wiler die Qualifikationsphase auf Ranglistenplatz vier abschliessen werden.

Die Äbtestädter, welche mit nur 14 Feldspielern in der Innerschweiz antraten, gingen zwar im Startdrittel standesgemäss durch Andreas Ambühl in Führung. Doch die Gastgeber drehten im Mittelabschnitt die Partie. Als nächstes waren wieder die Wiler an der Reihe, eine Wende herbeizuführen. Matteo Torino und erneut Ambühl mit seinem bereits 24. Saisontreffer sorgten dafür, dass die Wiler doch noch auf drei Punkte zusteuerten. Doch dann nahm Dominik Senn knapp drei Minuten vor Schluss eine Zweiminuten-Strafe wegen Behinderung – und Luzern Goalie Gregory Keller raus. In doppelter Überzahl glichen die Gastgeber 51 Sekunden vor Schluss noch aus. In der Verlängerung dauerte es dann nur 19 Sekunden, bis sich die Wiler dank einem Treffer von Matteo Schärer den Zusetzpunkt gesichert hatten.

In der Masterround zuerst nach Wetzikon

Die Wiler beenden die Qualifikation mit 42 Punkten aus 22 Partien, was einen beachtlichen Punkteschnitt von 1,91 ergibt. Im Bergholz liegt dieser übrigens bei beeindruckenden 2,82 Zählern, auswärts hingegen bei einem mageren Punkt pro Partie.

Als Tabellenvierter sind die Wiler schon fix für die Playoffs qualifiziert. Bevor diese beginnen, steht nun eine «Obere Masterround» an. In dieser spielen die sechs besten Mannschaften der Qualifikationsphase in einer einfachen Runde einmal gegeneinander. Die Wiler starten am kommenden Wochenende auswärts gegen Wetzikon. Die beiden Heimspiele finden jeweils unter der Woche statt: Am 21./22. Januar gegen die Pikes Oberthurgau und am 28./29. Januar gegen Burgdorf.

Resultate, 1. Liga, Gruppe Ost, 22. und letzte Qualifikationsrunde:
Luzern – Wil 3:4 n.V.
Argovia – Frauenfeld 5:4 n.P.
Prättigau-Herrschaft – Bellinzona 4:5 n.P.
Reinach – Herisau 4:7
Rheintal – Pikes Oberthurgau 1:3
Wetzikon – Burgdorf 4:3 n.V.

Schlussrangliste Qualifikation:
1. Frauenfeld 22/58. 2. Pikes Oberthurgau 22/47. 3. Wetzikon 22/45. 4. Wil 22/42. 5. Bellinzona 22/38. 6. Burgdorf 22/34. 7. Argovia 22/32. 8. Herisau 22/31. 9. Rheintal 22/24. 10. Reinach 22/22. 11. Prättigau-Herrschaft 22/15. 12. Luzern 22/8.

Nächste Spiele EC Wil (Obere Masterround):
Samstag/Sonntag, 18./19. Januar: Wetzikon – Wil
Dienstag/Mittwoch, 21./22. Januar: Wil – Pikes Oberthurgau
Samstag/Sonntag, 25./26. Januar: Frauenfeld – Wil
Dienstag/Mittwoch, 28./29. Januar: Wil – Burgdorf
Samstag/Sonntag, 1./2. Februar: Bellinzona – Wil
Samstag, 8. Februar, 19.00 Uhr: Wil – Dübendorf (Cup-Qualifikation)
Dienstag, 11. Februar: Start Playoff-Viertelfinals