Der EC Wil macht seinem Übernamen «EC Spektakel» weiterhin alle Ehre. Nachdem in den 4 Spielen zuvor mit Wiler Beteiligung alles in allem 40 Treffer gefallen waren, wurde der 10-Tore-Schnitt am Mittwochabend beim Auswärtsspiel in Romanshorn gegen die Pikes Oberthurgau gar noch erhöht. Jedoch verloren die Äbtestädter mit 5:6 und mussten nach zuvor drei Siegen mal wieder als Verlierer vom Platz. Bis das Verdikt feststand, wurde den Zuschauern beste Unterhaltung geboten. Nach gut 16 Minuten führten die Thurgauer scheinbar entscheidend mit 4:0, nachdem Michael Novak und Dimitri Malgin je doppelt getroffen hatten. Als das Resultat auch bei Spielhälfte noch bestand hatte, schien der Mist definitiv geführt. Doch die Wiler fanden binnen weniger als zwei Minuten den Anschluss und verkürzten durch Treffer von Tommy-Lee Kälin und Matteo Schärer auf 2:4. Als Malgin kurze Zeit später auf 5:2 erhöhte, schien die Partie erneut gelaufen. Aber der EC Wil stellte den Anschluss noch vor der zweiten Pause dank eines Treffers von Marius Herberger wieder her. Im Schlussdrittel erzielten die Gäste zwei Treffer binnen 17 Sekunden zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Erneut Schärer und Elia-Marius Mettler waren erfolgreich. Doch am Schluss jubelten die Pikes, da Loris Müller gut fünf Minuten vor Schluss das siegbringende Tor zum 6:5 erzielte. Die Wiler Aufholjagd war somit nicht von Erfolg gekrönt. Es bleibt dabei: In jedem Spiel des EC Wil in dieser Saison sind mindestens sieben Tore gefallen. Der Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz beträgt noch zwei Punkte.

Zu einen wuchtigen Befreiungsschlag war bereits am Dienstagabend der EHC Uzwil gekommen, der gegen Schlusslicht Reinach ein Stängeli realisierte und mit 10:0 gewann. In Worten: Zehn zu null. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Mischa Wasserfallen vor der Partie die mit Abstand harmloseste Offensive der Liga gestellt. Nachdem in acht Spielen zuvor mickrige elf Tore erzielt worden waren, gab es in einer Partie fast gleich viele Treffer zu bejubeln. Die Entscheidung ereignete sich bereits in der 15. und 16. Minute des Startdrittels, als die Gastgeber binnen 85 Sekunden dreimal ins Schwarze trafen. Danach wurde das Skore kontinuierlich erhöht. Acht verschiedene Uzwiler Spieler trugen sich schliesslich in die Torschützenliste ein. Robin Reinmann und Mischa Broder trafen als einzige doppelt, wobei Reinmann noch drei Vorlagen beisteuerte und bei Broder in den letzten drei Partien nun vier Tore zu buche stehen. Die weiteren Torschützen hiessen der Reihe nach Cyril Meyer, Raoul Seiler, Silvan Bleichenbacher, Alec Jäppinen, Marco Benz und Aaron Lipp. Alle Uzwiler Treffer fielen innerhalb von weniger als 40 Minuten. Der zweite Saisonsieg war doppelt wichtig, weil er gegen den Tabellenletzten und somit einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren wurde. Zum ersten Mal in dieser Saison wurde kein Gegentor zugelassen.

Am kommenden Samstag (3. November) steht nun das erste Derby dieser Saison auf dem Programm. Ab 17.30 Uhr treffen im Bergholz der EC Wil und der EHC Uzwil aufeinander.

1. Liga, Gruppe Ost, 9. Runde:
Pikes Oberthurgau – Wil 6:5
Uzwil – Reinach 10:0
Herisau – Argovia 5:0
Bellinzona – Rheintal 7:4
Wetzikon – Frauenfeld 5:2
Prättigau-Herrschaft – Arosa 3:5

Rangliste:
1. Arosa 9/26. 2. Wetzikon 9/24. 3. Frauenfeld 9/18. 4. Bellinzona 9/16. 5. Pikes Oberthurgau 9/15. 6. Wil 9/13. 7. Herisau 9/13. 8. Prättigau-Herrschaft 9/12. 9. Rheintal 9/11 10. Uzwil 9/6. 11. Argovia 9/6. 12. Reinach 9/2.

Nächste Spiele:
Samstag, 3. November: Argovia – Pikes Oberthurgau (17.20 Uhr), Wil – Uzwil (17.30 Uhr), Frauenfeld – Rheintal (17.30 Uhr), Arosa – Wetzikon (20.00 Uhr), Bellinzona – Herisau (20.15 Uhr)
Sonntag, 4. November: Prättigau-Herrschaft – Reinach (15.30 Uhr)