Kein Wunder wird nach diesen 60 Minuten der Torhüter der Pikes Oberthurgau als bester Spieler seines Teams gewählt. Mit zahlreichen Paraden verhindert er immer wieder ein Wiler Torerfolg. Diese mangelnde Chancenauswertung kann das Heimteam während des ganzen Spiels nie ablegen, während der Gast aus Romanshorn vier seiner vielen Chancen kaltblütig ausnutzt. Es ist im ersten Drittel ein eigentlich ausgeglichenes hin und her, bis Jonas Haselbach (Pikes) zur Führung einnetzt. Nach der ersten Pause dauert es wiederum gut elf Minuten, bis Nicolas Germann zum 0:2 trifft. Aufgeben kennt der EC Wil beileibe nicht, kämpft, dribbelt, sucht und findet Torabschlüsse. Doch scheitern sie immer wieder am Torhüter der Pikes. In der 34. Minute muss sich dann Michal Chmel im Tor der Pikes trotzdem bezwingen lassen. Im Powerplay trifft der Wiler Lars Kellenberger mit einem satten Weitschuss. Im Stand von 1:2 geht es zum zweiten Pausentee.


Saftige Checks im Schlussdrittel

Mit Spannung erwarten die 337 Zuschauer im Sportpark Bergholz das letzte Drittel. Noch ist alles möglich, das Momentum könnte auf beide Seiten kippen. Bis die Pikes jedoch in der 49. und 58. Minute (Wil ohne Torhüter) den Sack endgültig zu machen. In diesem Schlussabschnitt kommen auch die Emotionen, gefolgt von einigen zu harten Checks, auf. Eine kleine Strafenflut verhindert so ein letztes aufbäumen der Hausherren. Haken, übertriebene Härte, Bandenchecks und mehrere Rudelbildungen folgen, dem Publikum gefällts, wobei der eine oder andere nicht immer zufrieden scheint, mit den Entscheidungen des Schiedsrichtertrios. Schlussendlich müssen sich die Wiler selber an der Nase nehmen. Mit etwas mehr Disziplin und Kaltschnäuzigkeit wäre durchaus ein Sieg möglich gewesen. So aber verlieren die bis dato zweitplatzierten Wiler gegen den unangefochtenen Leader der 1. Liga Gruppe Ost mit 1:4. Die neue Tabelle birgt viel Spannung in sich. Neu sind die Wiler auf Rang vier platziert.

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Auch nach einer Niederlage soll man sich bei den (jungen) Fans bedanken.