Zur Vernissage für das Jahrbuch 2017 lud am 10. November 2017 der Thur-Verlag mit den Verlegern Markus und Ursi Egli sowie die Gemeinde Jonschwil ins Oberstufenzentrum Degenau ein. Nach der Laudatio von Stefan Frei, dem Gemeinde-präsidenten, referierte Andreas Moser, der bekannte Leiter der Sendung SRF „Netz Natur“. Der Anlass wurde musikalisch von den Musik-Talentschülern umrahmt.Stefan Frei, der Gemeindepräsident stellte das Jahrbuch kurz vor: Wir haben der Natur 18 Seiten im Jahrbuch gegeben. Deshalb wird Andreas Moser einige Worte zum Thema Natur an Sie richten. Die Musik-Talentschüler umrahmen diesen Anlass. Unsere Musik-Talentschule hat ein weites Einzugsgebiet; sogar bis nach Niederbüren.


Umfassendes Jahrbuch mit Chronik
Die Familie Egli mit dem Thur-Verlag hat viel Herzblut in das vorliegende Jahrbuch gelegt. Natürlich sind die Autoren die wichtigsten Personen. Daneben ist es aber auch ein örtlicher Spiegel über die gesellschaftlichen Ereignisse durchs ganze Jahr.

Zu jedem Jahrbuch gehört eine Chronik, Statistik und die Berichte über die Körperschaften in der Gemeinde. Markus Egli dankte deshalb allen Autoren, der Lektorin und den beiden Hauptsponsoren, der politischen Gemeinde, sowie dem Verein ThurKultur für die finanzielle Unterstützung.


Andreas Moser SRF und die „Natur“
Andreas Moser, der einen Ehrendoktortitel erhielt für seine Übersetzungen von der Tier- und Pflanzensprache zum Menschen. Er hat das Vorwort zum Jahrbuch, trotz vieler Termine in der Agenda - geschrieben. Der SFR Mann wählte für seinen Beitrag das Stichwort „Natur“. Er erzählte verschiedene Ereignisse, wobei er auf die Funde von Urs Oberlin hinwies. So seien in Niederhelfenschwil die Überreste eines Urmammuts vor 14'000 Jahren und in Mogelsberg eines Urelefanten, welche zirka 14 Millionen Jahre alt waren, entdeckt worden.


Was war vor 6'000 Jahren?
Die Zuhörer sollten sich einmal 6'000 Jahre zurückversetzten. In dieser Zeit spielten die Bieber eine sehr wichtige Rolle. Sie bauten ihre Dämme am Wasser und stauten so den gewaltigen Abfluss der Strömung, dass sich die wertvollen Mineralstoffe, die aus den Bergen geschwemmt worden waren, setzen konnten. Die Bieber taten das natürlich aus Eigennutz. Sie zogen ihre Brut meist inmitten eines gestauten Sees auf, weil dort der Nachwuchs von den Bären einigermassen sicher war.


Andreas Moser konnte bildhaft beschreiben, wie früher bereits die Indianer auf ihre Art Naturschutz betrieben. Jede Famile oder Clan hatte ein „Totem“, als ein Tier das nicht gejagt worden ist. So hatte dieses Tier in der geschützten Zone, die Möglichkeit zu überleben und starb damit nicht aus. Heute ist es ähnlich, mit den Oasen/Naturschutzräumen, welche die Menschen schaffen. Dieser Naturschutzgedanke hat damit seit der Steinzeit überlebt!