«Diesen Sieg hätten uns vor dem Spiel wohl nicht viele zugetraut», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück nicht ohne Stolz. Die Freude war auch darum gross, weil der Erfolg keineswegs gestohlen war. Nachdem Servette mit einer makellosen Bilanz angereist war und zuvor in Aarau und Chiasso je Auswärtssiege gelandet hatte, mussten die aufstiegswilligen Genfer im Wiler Südquartier die erste Niederlage unter ihrem neuen Trainer Alain Geiger akzeptieren.

Die Wiler starteten konzentriert in die Partie und waren vorerst darauf bedacht, hinten sicher zu stehen. Mit der ersten Möglichkeit gingen sie in Führung. Während Sergio Cortelezzi im Strafraum nach einer Intervention an ihm noch Penalty reklamierte, lief das Spiel weiter und der Ball kam zu Magnus Breitenmoser, der seinen zweiten Challenge-League-Treffer erzielte. Somit krönte der knapp 20-Jährige seine bisher starken Leistungen in dieser Saison. Es war im dritten Spiel das erste Gegentor der Genfer und der erste Wiler Treffer vor der Halbzeitpause. In eben diese brachten die Gastgeber die Führung aber nicht. Die Genfer wussten sich in den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel zu steigern und näherten sich dem Ausgleich an. Dieser fiel in der dritten Minute der Nachspielzeit und war insofern glücklich, als nach einem Prellball zwischen Silvano Schäppi und Daniel Follonier das Spielgerät eher zufällig bei Anthony Sauthier landete. Einfach nur schön war dann, wie der aufgerückte Abwehrspieler und Captain Servettes den Ball in die linke Ecke schlenzte.

Ausgerechnet Schäppi
Wer nun gedacht hätte, das sei ein Weckruf für die ambitionierten Genfer, der sah sich getäuscht. Zwar waren die Gäste nach Wiederbeginn nicht das schlechtere Team. Es wäre aber auch nicht so gewesen, dass ihr Führungstreffer in der Luft lag. So konnte dieses Spiel eine Geschichte schreiben, wie es nur im Sport schreiben kann. Ausgerechnet Schäppi wurde in seinem ersten Spiel nach der Rückkehr zum Matchwinner. Breitenmoser spielte nach knapp einer Stunde auf der rechten Seite von nahe der Grundlinie zu Michael Gonçalves zurück. Dieser legte quer, wo Cortelezzi verpasste. Am hinteren Pfosten stand aber Schäppi bereit und schob den Ball über die Linie. Der Ur-Wiler sorgte dafür, dass zwei Eigengewächse der Äbtestädter für den zweiten Saisonsieg verantwortlich zeichneten.

Der Siegtorschütze sagte nach dem Spiel: «Servette war Favorit. Aber nach der ersten halben Stunde hat jeder gesehen, dass hier für uns etwas drin liegt. Darum war der Erfolg nicht überraschend.» Tatsächlich kauften die Wiler dem Gegner früh den Schneid ab und kamen im dritten Saisonspiel zum zweiten Sieg.

Ein rarer Sieg gegen Servette
Im Unterschied zur ersten Halbzeit brachten die Wiler in der zweiten Hälfte die Führung über die Zeit. Zwar drückten die Genfer auch zum Ende der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich, ohne ihn aber zu realisieren. Fehlte es dem Auftritt der Gäste an Leidenschaft und der letzten Entschlossenheit, so legten die Wiler ebendiese Werte an den Tag. Sie hatten nahezu das in die Tat umgesetzt, was Trainer Fünfstück vor der Partie gefordert hatte: defensiv perfekt spielen und vorne effizient sein.

Bemerkenswert war der Erfolg auch, weil er gegen einen Angstgegner erzielt wurde. Von den vorangehenden zehn Spiele gegen die Genfer hatte der FC Wil nur ein einziges gewonnen. Zudem hatte er in den sechs Spielen zuvor gegen Servette gesamthaft nur einen Treffer erzielt.

FC Wil 1900 – Servette FC 2:1 (1:1)

IGP-Arena: 1140 Zuschauer. – Sr: Hänni.

Tore: 15. Breitenmoser 1:0. 45. Sauthier 1:1. 58. Schäppi 2:1.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, von Niederhäusern; Gonçalves, Zé Eduardo, Breitenmoser (82. Audino), Schäppi; Lombardi (78. Latifi); Cortelezzi (86. Savic), Silvio (93. Gasser).

Servette FC: Frick; Sauthier, Mfuyi, Rouiller, Severin (83. Busset); Maccoppi, Routis; Cognat, Follonier (61. Stevanovic), Lang; Chagas (61. Willie).

Bemerkungen: Wil ohne Herter (nicht spielberechtigt), Djordjevic, Scholz, Gülünay, Sadiku, Hoxha und Beka (alle nicht im Aufgebot). Servette ohne Alphonse, Antunes, Cespedes, Duah, Sarr, Schalk, Imeri, und Wüthrich (alle verletzt). – Verwarnungen: 37. Schäppi (Foul). 60. Cognat (Foul). 76. Rahimi (Foul). 90. Gonçalves (Foul).

Die Höhepunkte des Spiels (Quelle: www.sfl.ch)

 

Die Stimmen zum Spiel (Quelle: www.fcwil.ch):

 


Der Liveticker von Pascal Ibig zum Nachlesen:

Weiter geht es für den FC Wil mit einem weiteren Heimspiel. Am nächsten Samstag (11. August) gastiert um 17.30 Uhr der FC Aarau in der IGP-Arena. Dann klären wir die Frage ob der FC Wil auch das dritte Heimspiel der Saison gewinnen kann. Natürlich können Sie auch dieses Spiel wieder im Liveticker von Hallowil.ch mitverfolgen. Bis dahin bedanke ich mich bei Ihnen, dass Sie heute auf Hallowil.ch dabei waren, wünsche Ihnen einen schönen Abend und ein gutes Wochenende.

Was für ein Spiel hier in der IGP-Arena. Der FC Wil gewinnt gegen Servette mit 2:1. Mag der Sieg von Wil überraschend sein, gestohlen ist er sicher nicht. Die Gastgeber haben sich diesen Erfolg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erkämpft. Man stand gegen einen der Aufstiegsaspiranten von Anfang an gut und liess nicht viele Chancen zu. Auch als die Genfer in der Schlussphase des Spiels den Druck mehr und mehr erhöhten, liessen sich die Wiler nicht beirren und verteidigten gut. So konnte sich Servette nicht viele reelle Chancen herausspielen. Die Geschichte des Spiels schrieb Rückkehrer Silvano Schäppi, der den 2:1-Siegtreffer erzielte.

90.+6: AUS AUS AUS. Das Spiel ist aus! Der FC Wil gewinnt gegen Servette FC mit 2:1.

90.+3: Vierter und letzter Wechsel beim FC Wil. Silvio verlässt den Platz und wird ersetzt durch Cédric Gasser, der sein Debüt in der Challenge League feiert. In der Super League hat er schon sieben Mal gespielt.

90.+2: Ein Schuss von Routis wird von von Niederhäusern zum Eckball geklärt. Momentan spielt Servette Powerplay.

90. Minute: 4 Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.

90. Minute: Gelbe Karte für Michael Gonçalves nach einem Foul an Christopher Routis.

86. Minute: Nun auch bei den Wilern der dritte Wechsel. Sergio Cortelezzi geht vom Feld. Neu im Spiel ist Andelko Savic.

85. Minute: Servette startet die Schlussoffensive. Die Genfer drücken auf den Ausgleich.

84. Minute: Guter Kopfball von Mfuyi. Kostadinovic lenkt den Ball noch über die Latte.

83. Minute: Dritter Wechsel bei den Genfern: Anstelle von Yoann Severin spielt neu Robin Busset.

81. Minute: Ein weiterer Wechsel beim FC Wil: Der Torschütze zum 1:0, Magnus Breitenmoser, wird ersetzt durch Ivan Audino.

81. Minute: Ein Schuss von Christopher Routis wird von Havenaar geklärt.

77. Minute: Wechsel beim FC Wil. Sandro Lombardi geht vom Feld. Für ihn kommt neu Enis Latifi.

77. Minute: Nach einem Freistoss von Servette unterläuft Kostadinovic den Ball. Miroslav Stevanovic ist aber zu überrascht vom Fehler des Wiler Schussmannes nicht kann nicht profitieren.

76. Minute: Eine weitere Verwarnung gegen einen Wiler Spieler. Fuad Rahimi erhält nach einem Foul Thimthé Cognat die gelbe Karte.

75. Minute: Eine weitere Chance für den FC Wil. Nach einem Zuspiel von Gonçalves versucht es Silvio mit einem Heber über den Torhüter. Frick hat aber keine Probleme den Ball zu halten.

74. Minute: 1140 Zuschauer sind heute Abend in die IGPA-rena gepilgert

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Wir gehen in die Schlussphase der Partie.

71. Minute: Schuss von Cortelezzi aus gut 25 Metern. Dieser stellt aber für Frick kein Problem dar.

65. Minute: Riiiiiiiiiiiiesenchance für den FC Wil. Magnus Breitenmoser fasst sich ein Herz und zieht aus über 20 Metern ab. Sein Schuss verfehlt das Tor der Genfer nur um Haaresbreite.

61. Minute: Doppelwechsel bei Servette. Follonier und Chagas gehen vom Feld. Für sie kommen Stevanovic und Barbosa.

60. Minute: Nun auch die erste Verwarnung für einen Genfer. Thimothé Cognat erhält die gelbe Karte nach einem Foul.

58. TOOOOOOOOOOOOOOR für den FC Wil zum 2:1. Ein wunderschön herausgespielter Treffer. Breitenmoser tankt sich auf der rechten Seite durch. Er legt den Ball zurück auf Gonçalves. Dieser bringt das Spielgerät scharf vor das Tor. Direkt vor diesem verpasst Cortelezzi um eine Schubreite. So kommt aber am zweiten Pfosten Rückkehrer Silvano Schäppi an den Ball und schiebt ein.

56. Minute: Freistoss für den FC Wil nach einem Foul von Lang an Gonçalves. Der Freistoss von Lombardi segelt aber an Freund und Feind vorbei. Somit gibt es Abstoss bei Torhüter Frick.

54. Minute: Gute Chance für Servette: Nach einer Flanke von Follonier kommt Routis frei vor dem Tor zum Kopfball. Er setzt diesen aber über das Tor. Da hätte er deutlich mehr aus dieser Chance machen müssen.

49. Minute: Gute Freistosschance für Servette nach einem Foul von Breitenmoser an Lang. Der Freistoss von Routis wird aber von der Mauer abgefälscht. Der anschliessende Eckball für die Genfer bringt nichts ein.

46. Minute: Weiter gehts. Der Ball rollt in der zweiten Halbzeit. Beide Mannschaften kommen unverändert aus der Kabine.

Halbzeit: In der ersten Hälfte hat der FC Wil gut mit dem Favoriten aus Genf mitgehalten und mutig nach vorne gespielt. Zeitweise schien es beinahe so, als wüssten die Genfer nicht, wie sie spielen sollen. So war der Führungstreffer durch Breitenmoser verdient. Wie es aber eine alte Fussballregel sagt: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten. So geschah es, dass direkt nach der Grosschance von Lombardi der Konter von Servette zum Torerfolg und somit zum Ausgleich führte. Dieser ist auch nicht unverdient, da Servette in der letzten Viertelstunde vor der Pause immer stärker wurde.

45.+3: Gleich nach diesem wunderschönen Treffer von Sauthier pfeifft Schiedsrichter Hänni zur Pause. Somit geht es mit einem 1:1 in die Kabine.

45.+3: TOOOR für Servette zum 1:1. Und was für ein Treffer war das! Daniel Follonier legt mit der Hacke zurück auf Anthony Sauthier. Dieser zieht vom Rande des Strafraumes direkt ab und trifft mit einem herrlichen Schlenzer in die weite Ecke zum Ausgleich.

45.+2: Riiiiieeeeesenchance für den FC Wil. Nach einer Flanke von Schäppi kommt Lombardi frei vor dem Tor zum Kopfball. Dieser wird aber von Frick noch mirakulös über die Latte gelenkt.

45. Minute: 3 Minuten Nachspielzeit werden angezeigt. Momentan drückt Servette auf den Ausgleich.

44. Minute: Cognat überläuft Zé Eduardo und versucht den Ball scharf in die Mitte zu spielen. Kostadinovic ist aber schnell unten und kann den Querpass abfangen.

42. Minute: Chance für Servette: Nach einem wuchtigen Distanzschuss von Lang lässt Kostadinovic den Ball abprallen. Er kann das Spielgerät aber noch greifen, kurz bevor Chagas an den Ball gekommen wäre.

39. Minute: Nach einem Foul von Lang bleibt Cortelzzi am Boden liegen und muss behandelt werden.

38. Minute: Auch dieser Abschluss bringt aber nichts Zählbares ein.

37. Minute: Erste Verwanung des Spiels. Silvano Schäppi erhält die gelbe Karte nach einem Foul an Anthony Sauthier. Servette erhält einen weiteren Freistoss aus ausichtsreicher Position.

36. Minute: Foul von Breitenmoser an Chagas. Servette kommt zu einem Freistoss aus einer vielversprechenden Position. Der Versuch von Lang landet aber in der Mauer.

34. Minute: Eckball für Servette. Dieser wird von Kostadinovic souverän heruntergepflückt.

30. Minute: Nachdem das Spiel unterbrochen werden musste, weil Schäppi mit seinem Schuss Sauthier im Gesicht getroffen hatte, nutzen die Spieler die Unterbrechnung für eine Trinkpause.

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Durstiges Wetter in der IGP-Arena.

29. Minute: Weitschuss von Breitenmoser. Dieser verfehlt das Tor aber deutlich.

27. Minute: Nach einem Rencontre zwischen Zé Eduardo und Thimothé Cognat müssen beide bei Schiedrichter Hänni zum Rapport. Der Unparteiische belässt es aber bei einer Ermahnung für beide.

22. Minute: Servette agiert erstaunlich passiv. So hat der FC Wil in der Zwischenzeit das Spieldiktat übernommen.

19. Minute: Erster Eckball für den FC Wil. Dieser bringt aber nichts ein.

15. Minute: TOOOOOOOOOOOOOR für den FC Wil! Da ist der erste Treffer im Spiel. Magnus Breitenmoser trifft zur Führung. Nach einer Flanke von Michael Gonçalves lässt Breitenmoser den Ball gut durch zu Sergio Cortelezzi. Dieser tunnelt seinen Gegenspieler und legt den Ball Breitenmoser vor die Füsse. Dieser hat keine Mühe, Torhüter Frick aus sechs Metern zu bezwingen.

13. Minute: Lombardi mit einem weiten Ball auf Cortelezzi. Dieser wird aber wegen eines Offensivfouls zurückgepfiffen.

10. Minute: Das Spiel ist vor allem von der Taktik geprägt. Beide Teams sind vorerst auf Sicherheit bedacht. So verwundert es nicht, dass es noch kaum grossen Chancen gibt.

7. Minute: Erste Chance von Servette. Nach einer Flanke von Steven Lang kommt Thimothé Cognat zum Kopfball. Dieser setzt den Kopfball aber über das Tor.

4. Minute: Bislang geschieht nicht viel. Daher ein Blick in die Vergangenheit. Gegen Servette konnte der FC Wil in den vergangenen zehn Spielen nur einmal gewinnen und in den vergangenen sechs Spielen gegen Genf gelang den Wilern nur ein einziges Tor. Warten wir also ab, wie sich der FC Wil heute gegen den Angstgegner präsentiert.

1. Minute: Anpfiff. Der Ball rollt.

Geleitet wird die heutige Partie von Schiedsrichter Nikolaj Hänni. Er wird assistiert von Michael Lüthi und Mirco Bürgi. Vierter Offizieller ist Patrick Rogalla.

Servette spielt mit einem 4-2-3-1 System. Für die Gäste aus Genf laufen auf: Frick; Sauthier, Mfuyi, Rouiller, Severin; Maccoppi, Routis; Cognat, Follonier, Lang; Chagas.

Der FC Wil spielt mit einem 3-4-1-2 System. Einlaufen für die Wiler werden Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, von Niederhäusern; Gonçalves, Zé Eduardo, Breitenmoser, Schäppi; Lombardi; Cortelezzi, Silvio. Im Vergleich mit dem letzten Spiel gegen den FC Schaffhausen tauschen Sandro Lomabrdi und Magnus Breitnmoser die Positionen. Lombardi ist hängende Spitze und Breitenmoser rückt zurück ins Mittelfeld. Für Rückkehrer Silvano Schäppi muss Kenzo Schällibaum auf der Bank Platz nehmen.

Die Aufstellungen sind da. Das Spannendste vorweg: Rückkehrer Silvano Schäppi steht in der Startaufstellung.

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Wer nimmt zuerst Fahrt auf im heutigen Spiel?

Gespannt darf man sein, ob Rückkehrer Silvano Schäppi heute bereits in der Startaufstellung stehen wird. Sie erfahren es hier im Hallowil.ch-Liveticker sobald die Aufstellungen bekannt sind.

In der heutigen Partie ist Servette der Favorit. Der Gast und Aufstiegsaspirant aus Genf ist gut in die Saison gestartet. Im ersten Spiel gewann man gegen Aarau mit 2:0, im zweiten Spiel schlug man Chiasso mit 3:0 - jeweils auswärts. Somit sind die Genfer das einzige Team der Challenge League, welches noch kein Gegentor zugelassen hat. Der FC Wil hingegen musste nach dem gelungenen Saisonauftakt gegen den FC Winterthur, welchen man mit 2:0 gewann, am vergangenen Samstag in Schaffhausen eine 0:2-Niederlage hinnehmen. 

Herzlich willkommen, liebe Fussballfreunde, zum zweiten Heimspiel des FC Wil in dieser Saison. Heute Abend geht es in der IGP-Arena ab 20 Uhr gegen Servette. Es tickert heute für Sie live aus der IGP-Arena Pascal Ibig.