Nachdem sich das Angebot an Eigentumswohnungen in den vergangenen Jahren sukzessive ausgedehnt hatte, erreichte es im Frühjahr 2019 den für die Region Wil recht hohen Wert von knapp 5 Prozent an Bestand. Doch trotz der etwas erhöhten Marktliquidität stiegen die Verkaufspreise in den letzten vier Quartalen im regionalen Durchschnitt um 1,1 Prozent an. Dabei holten vor allem günstigere Gemeinden preislich auf, während Wil und Uzwil – die beiden wichtigsten und teuersten Transaktionsmärkte der Region – jeweils einen Rückgang von 2,4 respektive 1,4 Prozent verzeichneten. So ist in der Stadt Wil der Preis eines mittleren Objekts seit dem Höchststand im Jahr 2016 von 820'000 Franken auf 770'000 Franken gesunken, wie die St. Galler Kantonalbank in ihrem neuen Immobilienmarktbericht schreibt. Der noch vor einiger Zeit rege Neubau von Stockwerkeigentum hat derweil stark nachgelassen. Momentan befinden sich in der gesamten Region nur noch rund 120 Wohnungen in der Entwicklungspipeline. Noch vor zwei Jahren waren es mehr als dreimal so viele gewesen. 

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Grafik: St. Galler Kantonalbank.


Wenige Einfamilienhäuser zum Verkauf

Die Preise der gehandelten Einfamilienhäuser lagen im Frühjahr 2019 um 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit hat die Preisdynamik in einigen Gemeinden der Region Wil abermals zugelegt. Wie in den meisten anderen Regionen steht die intensive Nachfrage einem geringen Angebot gegenüber: Nur knapp 2 Prozent aller Einfamilienhäuser stehen in der gesamten Region Wil zum Verkauf – verglichen mit schweizweit 3,2 Prozent. Und der Bau von neuen Einfamilienhäusern entwickelt sich laut St. Galler Kantonalbank weiterhin stark rückläufig. Das liegt in erster Linie an den inzwischen recht hohen Baulandpreisen, aufgrund welcher – sofern möglich – der Bau von Mehrfamilienhäusern mit entsprechend höherer Ausnützung angestrebt wird. Ähnlich wie im Vorjahr warteten auch im ersten Quartal 2019 nur knapp 100 bewilligte Objekte auf den Baustart, während sich in den vorangegangenen Jahren jeweils 250 bis 300 Objekte in der Pipeline befanden. Damit dürfte das Einfamilienhaus an guter Lage in dieser Region auch weiterhin an Wert gewinnen.

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Grafik: St. Galler Kantonalbank.

Zusammenfassend sagt René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden Ost der St. Galler Kantonalbank: «Die hohe Standortattraktivität der Region Wil lässt die Preise für Einfamilienhäuser steigen. Die Preise für Eigentumswohnungen ziehen dagegen nur noch leicht an.» (pd/red)

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René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden Ost der St. Galler Kantonalbank, hat die Immobilienpreise in der Region unter die Lupe genommen.