10. März 2018: Tag 2 des 150-Jahr-Jubiläums des Sängerbunds an der Thur: Gleich neun Musikvereine traten auf und trugen damit zu einem abwechslungsreichen Abend mit kleinen und grossen Überraschungen im Uzwiler Gemeindesaal auf, der dieses Jahr immerhin auch schon auf 30 Jahre zurückblicken kann. Die Sängerstobete wurde von gegen 500 Personen besucht.
Den Anfang machte der jubilierende Sängerbund mit dem vom Uzwiler Komponisten Roman Bislin geschaffenen Sängerbund-Song, ein dreistimmiges Lied, das in die Ohren geht. Ansager war der gewichtige Haro Niedermann, seines Zeichens OK-Chef. Er verstand es, humorvoll und gekonnt die Darbietungen anzukünden. Mehrfach erwähnte er auch Hanspeter Nadler, der bei mehreren Chören gewisse Lieder einfühlsam auf dem Flügel begleitete und am Schluss speziell verdankt wurde.

Zwei Chöre aus Oberbüren dabei
Der Männerchor Oberbüren erfreute als erster der eingeladenen Chöre mit seinen vier Liedern, darunter das vielbeklatschte Pigalle oder das gehörgefällige Rapaschol. Präsident Niki Frick gratulierte darauf , wie die meisten nach ihm auftretenden Vereine, zum Jubiläum und lud den Sängerbund auf Anfang Juli zu einem gemütlichen, gemeinsamen Abend in die WM-Hütte ein.

Dann der gepflegte Auftritt des anderen Chors aus Oberbüren, dem Frauenchor Conbrio. Neben dem „Über den Wolken“ blieb das Lied „Silvy“ mit Klatsch-Einlagen in guter Erinnerung.
Nummer 3 darauf der Männerchor Frohsinn, Oberuzwil, mit der Dirigentin Heidy Gerber, welche viel Fantasie in die Darbietungen legte und sogar einen von einer Sängerreise nach Dresden mitgenommenen Bierkanon zusammen mit den Zuhörern sang. Und es klappte! Dazu kam ein Solo von Toni Kaufmann. Besonders zu gefallen wusste der letzte Beitrag der Oberuzwiler „Ganz de Bappe“, bei dem noch theatralische Elemente, so auch ein Kinderwagen mit flüssigem Inhalt als Geschenk, eingebaut wurden.

Auch die Jodler dabei!
Nach einer halbstündigen Pause folgte dann das beschwingte Spiel der Füürharmoniker, eine Uzwiler Blasmusik, bei der auch Frauen mitspielen. Dann die Überraschung des Abends: Der Vorhang wurde geschlossen, und Kurt Mahler verabreichte dem Sängerbund einen speziellen Drink. Dann der Vorhang wieder auf, und wer stand da? Der Jodlerclub! Beide Vereine wirkten des öfteren bei den seit 2005 ziemlich regelmässig organisierten Sommernachtsfesten des Sängerbunds mit.

Mäuschenstill wurde es im Gemeindesaal, und gemeinsam sangen und musizierten die zwei Klubs. Tosender Applaus für die Überraschung des Abends.

Als nächstes erschien der Gemischte Chor Egg, Flawil, interessanterweise mit etwa 40 Teilnehmern die grösste Formation mit einem gefälligen Repertoire, darunter das rassige Chiantilied.

Männer- und Frauenchor
Auch der Männerchor Henau eine stattliche Singgemeinschaft, seit über 30 Jahren von Dirigent Kuno Brülisauer umsichtig und fantasievoll betreut. (Interessant an diesem Abend: Die meisten Dirigenten waren Frauen.) Dieser arrangierte für seinen Chor auch ein Frühlingslieder-Medley mit verschiedenen bekannten Melodien. Nach dem Lied „Rosmarie“ mit zwei Solisten dann ein weiteres grosszügiges Geschenk für den Sängerbund: Verschiedene Zutaten zu einem Racletteabend.

Zum Schluss trat der Frauenchor Schwarzenbach mit einem Potpourry auf. Im Programm stand „Frauenträume“, Niedermann kündigte eine geballte Ladung oder „Frauenpower pur“ an. Auch diese Schlussvorstellung erwies sich als eine fantasievoll gestaltete Nummer. Erstaunlich, dass die Sängerinnen alles auswendig sangen; etwas, was man auch von den anderen Darbietungen sagen kann.

Anschliessend an die Sängerstobete konnte, wie abends zuvor, noch das Tanzbein geschwungen werden. So um die 3 Uhr verliessen die letzten Gäste das Haus, womit Saalbauchef Werner Gähwiler nach einem Zehnstünder beruhigt die Türen schliessen konnte...