Emotional sind die immer, die Derbys zwischen dem FC Wil und dem FC Winterthur. Diesmal wird das Spiel zwischen den beiden Dienstältesten Mannschaften der Challenge League aber noch um einen Aspekt erweitert. Denn die Winterthurer befinden sich mitten im Aufstiegsrennen und liegen nur einen Punkt hinter Schaffhausen und Aarau auf den Plätzen eins und zwei. Die Wiler können also massgeblichen Einfluss darauf haben, ob der Ex-Wil Trainer Alex Frei einen Dämpfer im Aufstiegsrennen hinnehmen muss. Spektakulär waren bislang alle drei Partien in dieser Saison zwischen den beiden Mannschaften. Insgesamt durften die Zuschauer in drei Begegnungen 16 Tore bestaunen, am Ende jubelten aber immer die Eulachstädter. Nur gegen ein Tram aus der Liga konnten die Wiler in dieser Saison noch keinen Punkt holen, nämlich gegen den FC Winterthur.

Unvergessen bleibt die Begegnung in der Hinrunde im Dezember des letzten Jahres auf dem Bergholz, als der FC Wil bis zur 60. Minute mit 3:2 führte, sich dann aber doch noch mit 3:5 geschlagen geben musste. Damals gingen zwei Serien zu Ende: die Wiler verloren nach fünf Spielen ohne Niederlage wieder ein Spiel, die Winterthurer gewannen nach fünf Sieglosen Spielen wieder eine Partie. Die Winterthurer haben in den vergangenen drei Runden schon einige Punkte liegen gelassen, weil sie die letzten drei Partien allesamt mit einem Unentschieden beendeten, haben sie den Spitzenplatz in der Tabelle, zumindest vorübergehend, verloren. Für sie ist ein Sieg also Pflicht.

Für die Wiler hingegen geht es noch darum, dass sich die Spieler im besten Licht präsentieren und so für höhere Aufgaben empfehlen. Für die Wiler spricht zudem, dass sie wieder auf heimischem Geläuf auflaufen dürfen. Im Bergholz liefern sie in dieser Spielzeit sehr ansehnliche Auftritte ab und machen auch gegen die grossen Gegner der Liga eine gute Figur. Zudem schonte Cheftrainer Brunello Iacopetta am vergangenen Freitag in Vaduz einige Stammkräfte. So mussten zum Beispiel Keller, Dickenmann und Silvio auf der Bank platznehmen. Zudem darf der Wiler Übungsleiter wieder auf die Dienste von Sauter zurückgreifen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Wie die Wiler im Einzelnen auf das Feld gehen werden, sehen wir am Montag. Was jetzt schon sicher ist, dass es ein Fussballfest werden wird, alleine schon aufgrund der zu erwartenden Zuschauerkulisse und der zahlreich anreisenden Winterthurer Anhänger.