Lange mussten sich die Fans des FC Wil gedulden, doch am Sonntag dem 17. September hat das Warten ein Ende. Endlich ein Heimspiel in der «neuen» IGP Arena, endlich wieder gegen einen Club aus der Super League spielen. Ab 15:00 Uhr kämpft der FC Wil um den Einzug in die nächste Runde des Schweizer Cups.Mit dem FC Thun hat man sicherlich nicht das ganz grosse Los gezogen, aber aus sportlicher Sicht sind die Berner Oberländer sehr attraktiv. Wie auch beim FC Wil, setzt man auch bei den Thunern gerne auf junge Spieler mit Perspektive. So ist ein Grossteil der Berner Mannschaft weniger als 25 Jahre alt. Mit Marc Schneider verfügt das Team ebenfalls über einen sehr jungen Trainer.

Einer dieser jungen, aufstrebenden Spielern ist der Ex-Wiler Marvin Spielmann. In Wil und Aarau noch gerne als Chancentod betitelt, hat er sich in Thun zu einet treffsicheren Teamstütze entwickelt. Auf den aktuell zweitbesten Torschützen der Super League muss das Heimteam am Sonntag besonders aufpassen. Mit Costanzo und Faivre stehen zwei weiter Spieler mit Wiler Vergangenheit im Kader.

David gegen Goliath

Klein gegen Gross – davon lebt der Pokalwettbewerb. Richtig spannend wird dieser aber vor allem dann, wenn David Goliath ins Schwanken bringt oder gar besiegt. Auch wenn die letzten Cupauftritte der Ostschweizer eher bescheiden waren, gilt der FC Wil nach wie vor als «Cupmannschaft». So taten sich schon viele Vertreter aus der höchsten Liga sehr schwer. Vor allem Thuns Rivale aus der Bundeshauptstadt musste dies bereits zweimal schmerzhaft erfahren.

Die Chancen auf ein Weiterkommen der Äbtestädter sind durchaus intakt. Zwar ist man in der Liga seit vier Spielen Tor- und Sieglos, das lag aber zuletzt mehr am fehlenden Wettkampglück als an den eigenen Leistungen. Die Mannschaft von Trainer Konrad Fünfstück muss sich am Sonntag auf ihre eigenen Stärken besinnen und die letzten negativen Erlebnisse für mindestens 90 Minuten ausblenden.

Die eigenen Stärken

Es liegt auf der Hand, dass der FC Wil am Sonntag eine tadellose Leistung abliefern muss. Vor allem aber, muss er bereit sein an seine Grenzen und darüber hinaus zu gehen. Wer das Team aus dem Bergholz in dieser Saison verfolgt hat weiss, dass genau das die Stärken dieser Mannschaft sind. Man spürt als Fan, dass die Spieler nicht nur für den persönlichen, sondern auch für den Erfolg des ganzen Teams kämpfen.

Lauf- und Kampfbereitschaft sind zwei Tugenden, welche die Mannschaft zu beherrschen scheint. Das sind genau diese Faktoren, die im Schweizer Cup überlebenswichtig sind. Wenn am Sonntag der FC Wil auf den FC Thun trifft, wird zwar die fussballerische Qualität eine Rolle spielen, aber am Ende wird sich die Mannschaft mit dem grösseren Willen durchsetzen.

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