«Wir pflegen unsere Pflanzen das ganze Jahr mit viel Hingabe, damit wir in der Erntezeit mit wunderschönen Früchten belohnt werden.» Ein Slogan der passender nicht sein könnte. Thomas (44) und Monika Lehner (43) pflegen Pflanzen, hegen Tiere und leben Empathie in grossen Stücken vor. Lehners Hof Dänental liegt im wunderschönen Fruchtkanton Thurgau. Im kleinen, beschaulichen Braunau. Der Betrieb liegt auf 650 Meter über Meer und geniesst eine wunderbare Aussicht auf den Alpstein. Der Zweitbetrieb liegt in der Nachbargemeinde Wil, im Boxloo, direkt neben dem Aussichtsrestaurant Waldrose. Vor einigen Jahren wechselte Geschäftsführer und Landwirt Thomas Lehner, von der Milchwirtschaft auf die Aubrac-Mutterkuhhaltung. Tierhaltung, Obstbau, Beerenanbau; in der Vermarktung, oder in der Ausbildung von Obstbauern und Landwirten EFZ, Lehner Früchte steht für Innovation und Natur pur. Auf rund fünfeinhalb Hektaren wachsen Kirschen, diese sind laut Thomas Lehner, nicht nur flächenmässig, die wichtigste Frucht. «Die meisten unserer Produkte werden über den Grosshandel vermarktet und im Detailhandel angeboten. Wer jedoch unsere Produkte direkt und ganz frisch vom Hof will, kommt in unseren Hofladen», sagt der Landwirt. Bei Lehners wird von Montag bis Samstag immer frisch geerntet. Die Früchte werden am selben Tag verkauft, weitergegeben oder verarbeitet, damit sie so frisch und knackig wie möglich beim Kunden ankommen.

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Thomas Lehner pflegt seinen Erdbeeranbau in den Hochbeeten auf rund 15 Aren.


Für jeden Geschmack etwas mit dabei

Kirschen sind natürlich gut und gesund. Doch bei weitem noch nicht alles, was die Lehners anbieten. «Bei uns wachsen Rhabarber (auf einer Hektare), Holunderblüten (1,3 ha), Erdbeeren (15 Aren), Heidelbeeren (4 ha), Zwetschgen (2,5 ha), Himbeeren (7 a), Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen. Äpfel, Haselnüsse und noch viel mehr», sagt Thomas Lehner. Die Liste ist eigentlich kaum zu vervollständigen, derart weitreichend ist Lehners Angebot. Viele Früchte werden zu Konfitüre, Likör, Schnaps, Süssmost oder Secco verarbeitet, während etwa die Haselnüsse und weitere Früchte auch getrocknet werden. Monika und Thomas Lehner sind seit 16 Jahren verheiratet, haben zwei Söhne Nils (15-jährig) und Gian (13-jährig), wobei auch ihr Hund «Wobbes» klar zur Familie gehört. «Mit den Tieren geht es uns eigentlich fast gleich, wie mit den Früchten, die Vielfältigkeit bereitet uns Freude», sagt Monika lachend und zählt weiter auf. «Zwei Katzen mit vier Jungen, zwei Kaninchen ebenfalls mit vier Jungen, drei Schwarznasenschafe mit einem Jungen, knapp 30 Aufzuchtrinder und nicht zuletzt die 15 Aubrac-Mutterkühe mit Kälbern. Sie alle sorgen dafür, dass auf unserem Hof stets was läuft. Aber natürlich ist das Ganze auch mit viel Arbeit verbunden.» Das Ehepaar erklärt zudem, dass sie das Handwerk von den Eltern, den Ausbildungsplätzen und von Wanderjahren im In- und Ausland gelernt haben und darum keinen Grund sehen, stillzustehen. «Wir bleiben neugierig und verfolgen aktuelle Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit. So versuchen wir fachkundig, zeitgemäss und immer mit der nötigen Portion Kreativität zu arbeiten», sagen die Beiden.

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Die süssen, kleinen Häschen sind eher Monikas Schmusetiere.

Es hat noch Platz für Hobbys und für Gold

Zwei Kinder im Schulalter, Tierhaltung, Früchte. Es stellt sich die Frage ob bei Lehners das Thema Hobby vom Tisch ist. Lachend verneinen die beiden und sagen, dass die sonntäglichen Spaziergänge, Fahrradfahren, Wandern und auch Skifahren sicherlich Platz finden. «Insbesondere auf die Skipisten, das gehen wir mit der ganzen Familie.» Während Thomas Mitglied bei den Weinfelder Old Tables und dem Wiler Club Kiwanis ist, gehören die Mittwoche ganz seiner Frau Monika. «Stimmt. Jeden Mittwoch arbeite ich in meinem Goldschmiedeatelier in Wil.» Monika Lehner ist gelernte Goldschmiedin und pocht darauf, dass dieses uralte Handwerk nicht verloren geht. «Ob speziell angefertigte Ringe, Ketten, Diademe, oder Piercings, solche persönlichen Stücke sollen unbedingt ihre Exklusivität behalten. Ganz egal ob es Neuanfertigungen, Umänderungen oder auch Reparaturen sind. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn die Kunden am Ende eines Auftrages, das erste Mal das Schmuckstück in der Hand halten und dann mit einem Lächeln Danke sagen. Zudem ist es auch überaus spannend mit verschiedenen (teils ausgefallenen) Materialien zu experimentieren. Aus einem Hirschgeweih, einer Kokosnuss, aus Carbon, oder Ebenholz, es spielt keine Rolle, denn aus Allem kann etwas Spezielles entstehen.» Und für das körperliche Wohlbefinden, tobt sich Monika Lehner bei und mit den Turnerinnen in Braunau aus, «mit verschiedenen Sportarten und einer Portion Geselligkeit, gehört das Turnen zu einer meiner wichtigsten Hobbys», sagt sie.

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Hofhund «Wobbes» lässt sich von Monika und Thomas Lehner gerne verwöhnen.

Die Beeren-Likör-Preisträgerin

Alle zwei Jahre nehmen unzählige Hersteller an der Edelbrandprämierung in Flawil teil. Im vergangenen September fand dieser Wettbewerb zum zehnten Mal statt, mit dabei und das nicht zum ersten Mal, war Monika Lehner. In der Kategorie bester Edelbrand und der Gruppe Likör hat sie der Fachjury damals ihren neuen Beerenlikör zur Degustation mitgebracht. Zwölf erfahrene Prüfer verkosteten und beurteilten in einer Blinddegustation insgesamt 141 Edelbrände aus der ganzen Region Ostschweiz. Und diesen zwölf Juroren hat der Beerenlikör aus Braunau, vom Hof Dänental, derart gut geschmeckt, dass sie nicht drumherum gekommen sind, Monika Lehner mit dem Punktemaximum auszuzeichnen. «Das freut mich ungemein und macht mich stolz. Gespannt erwarte ich jeweils die Punktevergabe und wenn dann mein Beerenlikör derart positiv bewertet wird wie beim letzten Mal, dann spornt das auch an, weiter zu tüfteln und weitere Kreationen auszuprobieren», sagt die Preisträgerin.

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Preisgekrönter Beerenlikör. Monika Lehner hat sich riesig über den Sieg an der 10. Ostschweizer Edelbrandprämierung vom vergangenen September gefreut.