Die Leidensgeschichte von Jesus und seine Auferstehung sind seit jeher Ankerpunkte christlichen Glaubens und sie haben ein vielfältiges Brauchtum entstehen lassen. Die entsprechenden Feierlichkeiten und Rituale konzentrieren sich vor allem auf die Fastenzeit und auf Ostern, das Hochfest der Christen. Landschaftlich das ganze Jahr sichtbar gab es früher in machen Dörfern sogenannte Kreuzwege. In vierzehn Stationen war der Leidensweg plastisch dargestellt und ist vor allem in der Fastenzeit und in der Karwoche von Gläubigen beschritten worden.

Wie das gesellschaftliche Leben im allgemeinen schränken die Vorschriften infolge der Coronapandemie auch die kirchlichen Aktivitäten ein. An Gottesdiensten dürfen maximal 50 Personen teilnehmen, was über persönliche Anmeldungen geregelt wird. Manche Kirchgemeinde lassen es aber nicht dabei bewenden, sondern suchen fantasievoll neue Wege, den Kontakt zu ihren Mitgliedern nicht zu verlieren und die Gemeinschaft nicht einschlafen zu lassen.

Die Pfarreiräte und das Seelsorgeteam der Seelsorgeeinheit mittleres Fürstenland machen bis zum 25. April die Ostergeschichte auf einem Rundweg in Lenggenwil erlebbar. Angesprochen sind besonders Familien mit Kindern. In Bildkästen ist die Passionsgeschichte vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung dargestellt. Kindgerecht beschrieben wird sie aus dem Blickwinkel des Esels Elias, der das Geschehen zusammen mit dem Schafhirten Damir verfolgt. Die Bildkästen sind auf Wanderwegen südlich des Dorfes Lenggenwil platziert. Beim letzten Bildkasten kann das Osterlicht angezündet werden. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gibt es überdies eine kleine Überraschung. 

Die Gegend ist auch landschaftlich reizvoll. Es geht durch Wiesen und Wälder, an einem kleinen Weiher und an Rietwiesen vorbei. Bei schönem Wetter wäre auch ein Picknick im Freien möglich.