Nach 40 Jahren wird sie – zwischenzeitlich mit LED-Lämpchen ausgerüstet – von vielen noch immer bewundert: die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung mit Sternen und Girlanden im Uzwiler Zentrum. In diesem Jahr wäre sie zum neunten Mal mit einer Feier auf dem Platz vor der Migros offiziell eingeschaltet worden. In den acht Vorjahren hatte sich jeweils eine wachsende Zuschauerzahl eingefunden. Der Gemeindepräsident hatte die Verdienste des Geschäftszentrums Uzwil gewürdigt, die vor 40 Jahren die Beleuchtung angeschafft und sie seither Jahr für Jahr installiert und betrieben haben. Eine Schulklasse hatte die Feier mit weihnachtlichen Liedern umrahmt. Und das Hotel «Uzwil» hat jeweils Suppe und heisse Getränke ausgeschenkt.

In diesem Jahr wurde wegen den coronabedingten Schutzmassnahmen auf eine Feier verzichtet. Aber am Abend des ersten Adventssonntages gingen die Lichter trotzdem an. Die Sterne und Lichtergirlanden zaubern an den dunklen Abenden der Vorweihnachts- und der Weihnachtszeit eine weihnachtliche Atmosphäre in die Bahnhofstrasse und in die sie beim Mühlehof kreuzenden Neudorfstrasse und Lindenstrasse. Erstmals haben die Weihnachtssterne vor rund 40 Jahren geleuchtet. Das Geschäftszentrum Uzwil hatte an einem Herbstmarkt die finanzielle Grundlage für die Weihnachtsbeleuchtung gelegt. Ausser der Umrüstung auf LED-Lämpchen ist sie noch immer unverändert. Mit dem Herbstmarkt war damals auch der mittlerweile grösste Anlass in der Uzwiler Agenda ins Leben gerufen worden. In diesem Jahr musste auf dessen Durchführung verzichtet werden.


Mit Zuversicht in die Zukunft

Ausser dass die Glühbirnen vor ein paar Jahren durch LED-Leuchten ersetzt worden sind, zeigt sich die Uzwiler Weihnachtsbeleuchtung noch wie in den Anfängen. Über der Strassenmitte prangen 16 Sterne mit einem Durchmesser von zwei Metern und einem Gewicht von je 40 Kilogramm. Sie sind an Stahlseilen mit einer Spannweite bis zu 18 Metern befestigt. Das Bereitstellen der Beleuchtung mit gut 1500 Lichtern erfordert jährlich rund 40 Arbeitsstunden.

Montiert worden ist die Beleuchtung durch Mitarbeiter der Firma Etavis, wie von Jrène Chiavi, der Präsidentin des GZU, zu erfahren war. Jrène Chiavi, liess es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, das Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung persönlich zu verfolgen. Dem Geschäftszentrum und ihr persönlich sei es wichtig, so viel Normalität wie möglich in die kommende Zeit zu bringen: «Vom Lockdown im Frühjahr und auch von den aktuellen Einschränkungen sind viele unserer Geschäfte stark betroffen worden. Wir vom Bilderwerk beklagen einen 50 prozentigen Ausfall. Aber es gilt vorwärts zu schauen und die Probleme mit Zuversicht zu meistern.»

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Im Café «Stalder» an der Bahnhofstrasse sind am ersten Adventssonntag die Lichter gelöscht worden. Damit hat Uzwil sein einziges Café verloren.

Statt des zweitägigen Weihnachtsmarktes im Uzwiler Zentrum sieht das Geschäftszentrum Uzwil in diesem Jahr die Organisation eines «Glüehwii-Sunntigs» am 13. Dezember, von 11-16 Uhr, im Innenhof des Zentrums Uzwil vor.  Der Anlass ist mittlerweile allerdings bereits abgesagt.