Die Genossenschafter der GGA Flawil mit Präsident Raphael Kühne haben dem Gemeinderat angeboten, auf eigene Kosten eine Machbarkeitsstudie für ein Parkhaus beim Bahnhof oder beim Schulhaus Grund zu erstellen. Da ein solches Projekt durchaus eine Chance für die Zukunft von Flawil sein kann und sich daraus keine unmittelbaren Kostenfolgen für die Gemeinde Flawil ergeben, hat der Gemeinderat das Angebot angenommen, wie er in einer Mitteilung verlauten lässt.

Die Firma Renespa AG aus Weinfelden hat die Machbarkeitsstudie erarbeitet. Mitbeteiligt war die Immobilienabteilung der SBB. In die Überlegungen wurde das gesamte Areal der Westausfahrt einbezogen, von der Westseite des Bahnhofs bis zum Schulhaus Grund.

Das sind die drei möglichen Varianten

Die Anwohner der Westausfahrt, eines Teils der Oberdorfstrasse, des Zielwegs, der Schul- und der Grundstrasse wurden vor Jahresfrist erstmals über das Vorhaben informiert. Am Donnerstag wurden nun die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie den Anwohnern an einem Informationsanlass vorgestellt.

Die Firma Renespa AG hat eine Vielzahl von Varianten geprüft und drei von ihnen als machbar befunden. Bei allen drei Varianten liegen die Ein- und Ausfahrt des Parkhauses auf der Westausfahrt. Die erste Variante sähe ein Parkhaus vor, welches sich von der Wiese neben dem Schulhaus Hinterer Grund bis auf die Westausfahrt erstreckt. Auf zwei Ebenen könnten 108 Parkplätze gebaut werden. Eine Passerelle zu den Gleisen der SBB wäre möglich und auf dem Parkhausdach könnte zusätzlich eine Einfachturnhalle entstehen. Eine zweite Variante liesse die Westausfahrt unbebaut, würde aber ebenfalls die Wiese neben dem Schulhaus Hinterer Grund nutzen. So könnte ein eingeschossiges Parkhaus mit 46 Plätzen entstehen. Schliesslich wäre eine dritte Variante möglich, welche ein Parkhaus auf der Westausfahrt, näher beim Bahnhof vorsähe. Dort könnten 92 Parkplätze entstehen.

Es braucht Geldgeber

Ob und wann in Bahnhofnähe ein Parkhaus realisiert wird, bleibt offen. Noch hat der Flawiler Gemeinderat keine Entscheide zur weiteren Bearbeitung der Machbarkeitsstudie getroffen. Klar ist einzig, dass es zur Realisierung des Projekts einen oder mehrere zahlungskräftige Investoren braucht.

Doch warum kümmert sich eigentlich die GGA um diese Idee? Sie hat sich in der Vergangenheit für die Versorgung der Flawiler Bevölkerung mit Kabel-TV und Radio, Telefon sowie Internet engagiert. Vor wenigen Jahren hat die GGA das operative Geschäft und die Infrastruktur an die Thurcom in Wil und an die Technischen Betriebe Flawil übertragen. Geblieben ist das Engagement für die Flawiler Bevölkerung, indem die GGA Flawil ihr Vermögen für nachhaltige Projekte in Flawil zur Verfügung stellt oder damit Investitionen für die Zukunft anstösst. (rkf/red)